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Ex-Nationaltorhüter gestorben - er spielte auch für den TSV 1860

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Von: Marius Epp

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Wolfgang Fahrian ist tot.
Wolfgang Fahrian ist tot. © imago/Rust

Der ehemalige Nationaltorhüter Wolfgang Fahrian ist tot. Er spielte unter anderem für den TSV 1860 München und war zuletzt als Spielerberater tätig.

München - Ex-Nationalkeeper Wolfgang Fahrian ist im Alter von 80 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben. Das teilte sein ehemaliger Verein Fortuna Köln am Mittwoch mit.

„Wir sind zutiefst bestürzt über den Tod einer wahren Fortuna-Legende und drücken allen Familienangehörigen und Freunden Wolfgang Fahrians unser herzlichstes Beileid aus“, schrieb Fortuna Köln. Für seinen Kölner Ex-Klub absolvierte er 216 Spiele und gilt als Vereinslegende. Mehr als die Hälfte seines Lebens war die Domstadt sein Lebensmittelpunkt.

Ex-Nationalkeeper Wolfgang Fahrian tot

In der Bundesliga* spielte Fahrian auch für den TSV 1860 München, Fortuna Düsseldorf, der TSG Ulm und Hertha BSC*. Zwischen 1962 und 1964 stand er zehnmal im Tor der deutschen Nationalmannschaft, unter anderem als Stammkeeper bei der WM 1962 in Chile.

Nach seiner aktiven Karriere machte er sich als Spielerberater selbstständig und betreute unter anderem die Anliegen von Jürgen Kohler, Kevin Kuranyi und Kevin-Prince Boateng. Nach einem Herzinfarkt 2009 zog er sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Damals lag er fast zwei Monate im Koma.

Wolfgang Fahrian gestorben: Kometenhafter Aufstieg nach Umschulung

Ursprünglich war Fahrian Abwehrspieler, sein Trainer Fred Hoffmann schulte ihn zum Torhüter um. Sein Aufstieg danach geht kaum rasanter: Als 21-jähriger Oberligaspieler der TSG Ulm machte ihn Bundestrainer Sepp Herberger völlig unverhofft zur deutschen Nummer eins. Der etatmäßige Stammkeeper Hans Tilkowski zerstörte daraufhin aus Frust sein Zimmer.

Am Ende standen aber nur zehn Länderspiele für das große Talent. Schuld war eine Sperre wegen Handgeldzahlungen beim Wechsel 1964 zur Hertha. „Der Verein hat mir ein Angebot über das Erlaubte hinaus gemacht. Wer würde das ablehnen?“, fragte er rhetorisch: „Es war mein Beruf, und mit dem musste ich etwas verdienen. Die anderen haben auch mehr als die erlaubten 20.000 Mark bekommen. Mittlerweile fragt niemand mehr nach so etwas.“ (epp/dpa/SID) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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