Entscheidungen in der 2. Bundesliga

Paderborn steigt auf - Union und Ingolstadt müssen in die Relegation

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Der SC Paderborn 07 ist zurück in der Bundesliga.

In der 2. Bundesliga standen heute noch einige Entscheidungen an. Paderborn steigt direkt auf. Union muss in der Relegation gegen Stuttgart ran. Ingolstadt muss um den Klassenerhalt bangen.

Der SC Paderborn hat den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Die Ostwestfalen verloren am 34. Spieltag bei Dynamo Dresden zwar mit 1:3 (1:2), behielten aber dank der besseren Tordifferenz den zweiten Tabellenplatz, weil Union Berlin beim VfL Bochum nicht über ein 2:2 (0:1) hinauskam. Die Köpenicker haben in der Relegation gegen den VfB Stuttgart noch die Chance, erstmals in die Bundesliga aufzusteigen.

Vor Paderborn, das in der Saison 2014/15 schon einmal erstklassig war, hatte der 1. FC Köln bereits die Rückkehr in die Bundesliga geschafft.

Union muss in Relegation gegen Stuttgart ran

Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer reist am 23. Mai zunächst nach Schwaben, vier Tage später am 27. Mai folgt das Rückspiel an der Alten Försterei.

Vor 24.500 Zuschauern, darunter über 7000 komplett in Rot gekleidete Union-Anhänger, gab Anthony Losilla mit seinem Führungstreffer vor der Pause den Stimmungskiller für die euphorischen Gäste-Fans. Nach dem Wechsel erhöhte Silvere Ganvoula mit einem verwandelten Foulelfmeter (49.), ehe er die Gelb-Rote Karte (71.) sah. In Überzahl kamen die Berliner durch Grischa Prömel (83.) und Joshua Mees (86.) zum Ausgleich, verpassten jedoch das entscheidende dritte Tor.

Fünf Auswärtsspiele ohne Sieg zum Saisonende waren trotz einer Hinserie ohne Niederlage letztlich zu wenig für den direkten Aufstieg, Platz drei bedeutet aber dennoch die beste Zweitliga-Platzierung der Vereinsgeschichte.

Köpenicker tuten sich gegen Bochum schwer

"Wir können Union-Geschichte schreiben", hatte Mittelfeldspieler Prömel vor dem Spiel angekündigt, doch diese Chance schien die Berliner in der Anfangsphase zu hemmen. Während die Gäste zu Beginn nervös wirkten, spielte der VfL mutig nach vorne. Milos Pantovic (5.) und Ganvoula (19.) zielten zunächst knapp vorbei, ehe Losilla nach Pass von Danilo Soares aus zwölf Metern flach ins lange Eck traf.

Die Gäste wachten erst zehn Minuten vor der Pause auf und erarbeiteten sich leichte Feldvorteile. Sebastian Andersson scheiterte mit seinem Flugkopfball am glänzend reagierenden Manuel Riemann im Bochumer Tor (35.), ehe Prömel (37.) und erneut Andersson (43.)den Ausgleich knapp verpassten.

Direkt nach dem Wechsel gab es den nächsten Nackenschlag für die Köpenicker: Ganvoula verwandelte einen von Prömel an Hinterseer verursachten Foulelfmeter eiskalt. Riemann verhinderte mit einer starken Fußabwehr gegen Polter die sofortige Antwort (51.). Union ging nun volles Risiko und wurde dominanter, das erlösende dritte Tor wollte jedoch nicht mehr fallen.

Ingolstadt kriegt es in der Relegation mit Wehen Wiesbaden zu tun

Der lange Zeit abgeschlagene FC Ingolstadt hat den direkten Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die Schanzer unterlagen am 34. Spieltag beim 1. FC Heidenheim 2:4 (0:2) und kämpfen in der Relegation gegen den Drittliga-Dritten Wehen Wiesbaden um ein weiteres Jahr im deutschen Unterhaus.

Die zuvor sechs Spiele ungeschlagene Mannschaft von Trainer Tomas Oral reist am kommenden Freitag zunächst nach Hessen, vier Tage später (beide 18.15 Uhr) steht das Rückspiel im Audi-Sportpark an.

Beim HSV muss derweil Hannes Wolf gehen. Wegen des verpassten Aufstiegs hat der Trainer keine Zukunft mehr.

SID/dpa

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