2. Bundesliga

Lebenszeichen des FC Ingolstadt - Matip mit Eigentor und Ausgleich

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Die Mannschaft von Ingolstadt jubelt nach dem Ausgleichstreffer zum 1:1 gegen Duisburg.

Erst ein Eigentor, dann der späte Ausgleich: Solch ein bewegter Nachmittag ist auch für Ingolstadts Routinier Marvin Matip unvergesslich. Der Punkt beim 1:1 gegen den MSV Duisburg bringt Schlusslicht FCI nicht groß weiter, aber macht ein bisschen Mut.

Ingolstadt - Marvin Matip hat mit einem späten Ausgleichstreffer ein Lebenszeichen des FC Ingolstadt im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga gesendet. Der Kapitän glich am Sonntag beim 1:1 (0:0) des Schlusslichts gegen den MSV Duisburg per Kopf in der Nachspielzeit aus (90.+2 Minute). Der 33-Jährige hatte seine Mannschaft durch ein Eigentor in Rückstand gebracht (79.).

Für FCI-Trainer Alexander Nouri war es nach vier Niederlagen der erste Punkt als Coach seines neuen Clubs. Vor 6564 Zuschauern legten beide Teams in einer umkämpften Partie den Fokus auf Absicherung, viele gute Torszenen gab es nicht. Sowohl die Ingolstädter, bei denen unter der Woche Sportdirektor Angelo Vier gehen musste, als auch die Duisburger haben drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

„Glücksmomente“ müsse sich die Mannschaft auf dem Platz „erarbeiten“ hatte Nouri vor dem Spiel gesagt. Und auf dem Rasen war sehr viel Arbeit beider abstiegsbedrohten Mannschaft zu sehen. Sowohl die Ingolstädter als auch die Gäste aus dem Ruhrgebiet waren aber vor allem auf Absicherung bedacht.

Die Gastgeber hatten nach einer halben Stunde ihre beste Chance der ersten Hälfte. Nach einem Eckball von Konstantin Kerschbaumer hätte Phil Neumann per Kopf fast zur Führung getroffen, doch Daniel Mesenhöler im Tor der Duisburger reagierte stark. Duisburg hatte seine beste Möglichkeit ebenfalls per Kopf, doch der Versuch von Gerrit Nauber wurde vom guten FCI-Keeper Philipp Heerwagen pariert.

Harald Gärtner: „Die Mannschaft hält dagegen versucht alles“

„Das ist keine einfache Situation im Moment. Aber ich bin guter Dinge, die Mannschaft hält dagegen versucht alles“, sagte Ingolstadts Geschäftsführer Harald Gärtner zur Pause am Sky-Mikrofon. Wenigstens ging es für die so defensivschwachen Oberbayern mal wieder ohne Gegentor in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel hatte Osayamen Osawe das 1:0 für die Gastgeber auf dem Fuß, doch sein Ball ging knapp am MSV-Tor vorbei. Duisburg wagte sich nun mehr als vor der Pause nach vorne, Ingolstadt bekam die Gelegenheit zu Kontern. Der eingewechselte Kittel verpasste nur knapp nach Vorarbeit von Osawe den erlösenden Treffer (75.).

Symptomatisch für das Spiel war, dass das 0:1 durch eine verunglückte Kopfballabwehr von Matip nach einer Flanke von Duisburgs Ahmet Engin fiel (79.). Ingolstadt gab sich aber nicht auf - und Matip traf erneut mit dem Kopf. Wie wild rannte der zuletzt kritisierte Routinier über den Rasen und schrie seine Freude heraus. Zumindest eine weitere Pleite hatten er und sein Team verhindert.

dpa

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