Bei Mosbach und Neckargerach

Toter Wolf auf der A6: Herkunft endgültig bestätigt!

+
Ein Wolf wurde in der Region gesichtet.
  • schließen

Im Neckar-Odenwald-Kreis wurde ein Tier gesichtet, bei dem es sich um einen Wolf handelt.

Im Neckar-Odenwald-Kreis ist womöglich ein Wolf gesichtet worden. Wie die Polizei und der zuständige Wildtierbeauftragte am Montag mitteilten, haben in der Nacht zum Sonntag mehrere Anrufer von einem Tier berichtet, bei dem es sich um einen Wolf handeln könnte.

+++Update 28. Februar - Herkunft des Wolfes bestätigt+++

Das auf der Autobahn 6 überfahrene Tier ist tatsächlich der aus einem hessischen Wildpark entlaufene Wolf. Das ergaben Untersuchungen des Kadavers am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin, wie das baden-württembergische Umweltministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Demnach trug das überfahrene Tier einen Chip und konnte so als jener Wolf identifiziert werden, der Mitte Januar aus einem Wildpark in Nordhessen ausgebrochen war.

Der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes Nabu, Johannes Enssle, forderte mehr Investitionen in die "Grüne Infrastruktur" - also in Grünbrücken und Tierdurchlässe, damit Wildtiere sicher über gefährliche Straßen finden. Laut Enssle werden fast drei Viertel aller tot aufgefundenen Wölfe in Deutschland beim Überqueren von Straßen tödlich verletzt. Illegale Tötungen sind daneben die zweithäufigste Todesursache bei Wölfen.

+++Update 20. Februar, 18.00 Uhr - Kam der Wolf aus einem Wildpark?+++

Es wurde viel spekuliert über den Vierbeiner, der auf der A6 bei Öhringen überfahren wurde. Nun sieht es so aus, als ob es sich bei dem toten Tier um einen Wolf handelt, der im Januar aus einem Wildpark in Nordhessen ausgebrochen war.

Ein Sprecher des Kreises, in dem der Wildpark liegt, sagte am Mittwoch, dass diese Möglichkeit besteht. Noch ist unklar, ob der überfahrene Vierbeiner tatsächlich ein Wolf ist. "Wir halten es für sehr wahrscheinlich", sagte eine Sprecherin der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg.

Aus dem Wildpark in Hessen waren am 18. Januar zwei Wölfe aus ihrem Gehege ausgebrochen. Einer wurde aus Sicherheitsgründen im frei zugänglichen Teil des Parks erschossen, dem zweiten gelang die Flucht. Seither versuchte der Wildpark das Tier einzufangen. Eingerichtete Futterstelle zum Anlocken des Tieres habe der Wolf nicht angenommen. In Lebendfallen tappte er auch nicht. Die Entfernung zum Wildpark beträgt rund 280 Kilometer - eine Strecke, die für einen Wolf in dieser Zeit kein Problem sei, so ein Sprecher aus Nordhessen.

+++Update 20. Februar+++

War es ein Wolf? Ein im Norden Baden-Württembergs überfahrenes Tier soll in Berlin untersucht werden. Pathologische und genetische Tests am Institut für Zoo- und Wildtierforschung sollten zweifelsfrei klären, ob es sich bei dem Kadaver um einen Wolf handelt, erklärte  heute die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg. Das Tier war in der Nacht zum Dienstag auf der A6 bei Öhringen unter die Räder gekommen und verendet.

Ersten Einschätzungen nach handelt es sich um einen Wolf. Die Unfallstelle liegt in der Nähe von mehreren Orten im Odenwald, in denen kürzlich ein Wolf gesichtet worden war.

Zuvor waren in Oppenau zwei Schafe gerissen worden. Auch hier müssen laut Umweltministerium genetische Untersuchungen noch bestätigen, ob ein Wolf für die Attacke verantwortlich war. Mit einem Ergebnis ist erst in einigen Wochen zu rechnen.

+++Update 19. Februar - Ist der Wolf tot?+++

Nach Angaben des Ministeriums ist auf der A6 bei Öhringen in der Nacht zum Dienstag vermutlich ein Wolf überfahren worden. Die Stelle liegt in der Nähe von mehreren Orten im Neckar-Odenwald-Kreis, in denen kürzlich ein Wolf gesichtet worden war. 

Nach ersten Einschätzungen von Fachleuten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg handelte es sich bei dem nun überfahrenen Tier um einen Wolf. Aufgrund der räumlichen Nähe könne es sich dabei um das Tier handeln, das am Wochenende im Neckar-Odenwald-Kreis unterwegs gewesen war, hieß es.

+++Update, 16.30 Uhr - Wolf im Odenwald bestätigt+++

Im Neckar-Odenwald-Kreis ist der erste Wolf seit vielen Jahren gesichtet worden. Das bestätigte am Montag das Umweltministerium in Stuttgart. Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg hatten private Videoaufnahmen vom Wochenende ausgewertet. "Die Prüfung der Videos hat ergeben, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelt", erklärte das Ministerium. Zuvor hatten die Polizei und der zuständige Wildtierbeauftragte mitgeteilt, dass in der Nacht zum Sonntag mehrere Anrufer von einem Tier berichtet hatten, bei dem es sich um einen Wolf handeln könnte.

Wolf in der Region? Ergebnis in Kürze erwartet

Noch ist aber unklar, ob es sich bei dem Vierbeiner tatsächlich um einen Wolf gehandelt hat. Sigmunds Angaben zufolge wurden Meldungen zu zwei verschiedenen Stellen gemacht - bei Mosbach und im wenige Kilometer entfernten Neckargerach.

Das Video wurde der forstlichen Versuchsanstalt in Freiburg übergeben, wo es von Experten ausgewertet wurde. Nun müsse man auf das Ergebnis warten. Mit einer Einschätzung rechne man zeitnah.

dpa

Mehr zum Thema

Schleswig-Holstein: Wölfe zum Abschuss freigegeben

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare