Wilhelma länger geöffnet

Titanwurz "Brunhilde" blüht heute Nacht

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Der Titanwurz (Amorphophallus titanum) blüht in der Wilhelma. 
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Die Besucher der Stuttgarter Wilhelma können in der Nacht ein seltenes Naturschauspiel erleben.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat in der Stuttgarter Wilhelma eine Titanwurz mit dem Blühen begonnen. Wegen dieses seltenen Ereignisses werde der zoologisch-botanische Garten an diesem Sonntag bis 23 Uhr geöffnet bleiben, sagte Björn Schäfer, Leiter des Fachbereichs Botanik. 

"Sie hat gerade erst begonnen, sich zu öffnen und den typischen Gestank zu entfalten", sagte Schäfer der Deutschen Presse-Agentur am Nachmittag. Im Schnitt blüht die Titanwurz nur alle sieben Jahre und nur für eine Nacht. Ende Juni hatte bereits eine andere Titanwurz in Stuttgart geblüht.

Seit Tagen hatte die Wilhelma auf das neue Spektakel gewartet. Der Name "Brunhilde" geht zurück auf die mächtige Königin in der Nibelungensage. Die Titanwurz im Juni war wegen des ungewöhnlich kleinen Wuchses auf den Namen "Alberich" getauft worden - eine Anspielung auf den Zwergenkönig der germanischen Mythologie. "Da passte Brunhilde einfach dazu", hatte eine Sprecherin der Wilhelma gesagt.

Eigentlich ist die Pflanze, die von der indonesischen Insel Sumatra stammt, berühmt für ihre riesige Blüte - und für ihren Gestank. Mit ihrem Aasgeruch lockt sie Fliegen an, die sie zur Bestäubung braucht.

Dass gleich zwei der Titanwurz-Pflanzen der Wilhelma in einem Jahr blühen, überraschte auch den Zoo. "Was sich in einer Knolle tut, weiß man erst, wenn plötzlich ein Trieb auftaucht", sagte die Sprecherin. "Brunhilde" ist mit rund 1,5 Metern zwar größer als Vorgänger "Alberich". Doch werden die Pflanzen nach Darstellung des Zoos eher doppelt so groß.

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