Rekordwerte in Deutschland

Wetter in Deutschland: Wetter-Rekorde – Immer heißer und zu wenig Regen

Die Sonnenstunden in Deutschland nehmen immer weiter zu.
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Die Sonnenstunden in Deutschland nehmen immer weiter zu.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Der Blick auf das Wetter in Deutschland zeigt eins: Im Durchschnitt wird es immer wärmer, dafür regnet es aber zu selten.

  • In Deutschland wird es immer wärmer.
  • Gerade im Sommer fällt zu wenig Regen.
  • Es wird immer früher Frühling.

Wetter in Deutschland: Temperatur und Niederschlag stellen Rekorde auf

Der globale Klimawandel macht weiterhin auf sich aufmerksam. Auch das Wetter in Deutschland ist in den vergangenen Jahren immer wärmer geworden. Blickt man auf die nackten Zahlen, so sind die Temperaturen in Deutschland seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 um über ein Grad Celsius gestiegen.

Wetter in Deutschland: Der Monat Juli ist im Sommer am wärmsten

Am wärmsten ist das Wetter in Deutschland dabei im Juli. In diesem Monat erreichen die Temperaturen, laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD), eine Durchschnittstemperatur von 19,8 Grad. Im August klettert das Thermometer im Schnitt auf 18,9 Grad, was den Monat zum zweitwärmsten des Jahres macht.

Am kältesten ist es laut dem DWD im Januar, dort erreicht das Thermometer durchschnittlich gerade einmal 0,6 Grad. Auf das ganze Jahr gesehen erreicht Deutschland eine Durchschnittstemperatur von 10,4 Grad Celsius. Ein Beispiel zum Vergleich: In Heilbronn lag der Durchschnitt in Jahr 2019 bei 11,4 Grad, nur 0,6 Grad fehlten zum Rekord Jahr von 2018. Auch bundesweit zeigt sich ein Trend. Neun der zehn wärmsten Jahre fanden nach dem Jahr 2000 statt. Die Folge: der Frühling setzt immer früher ein – ungefähr 2,5 Tage früher pro Jahrzehnt.

Wetter in Deutschland: Rekordtemperaturen im Sommer

Auch in anderen Bereichen zeigt sich, wie extrem unterschiedlich das Wetter in Deutschland sein kann. Am 25. Juli 2019 kletterte das Thermometer in Lingen im Emsland auf 42,6 Grad – die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur. Die bisher tiefste gemessene Temperatur wurde im Jahr 1929 in Hüll mit -37,8 Grad Celsius erreicht. Dabei spielen allerdings auch immer regionale Unterschiede eine wichtige Rolle. Dennoch ist festzustellen das „heiße Tage“ – also Tage mit mehr als 30° – tendenziell zunehmen.

Das Thermometer zeigt in Deutschland immer wieder neue Rekorde

Mit den steigenden Temperaturen nehmen in Deutschland auch die Sonnenstunden zu. Mit einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 2.020 Stunden war 2018 das sonnigste Jahr bisher. Am meisten Sonne bekommen dabei Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt ab – am wenigsten Hamburg, Thüringen und Schleswig-Holstein. Im Jahresschnitt liegt erneut der Juli vorne mit 198 Stunden Sonne, der Dezember bildet mit lediglich 38 Stunden das Schlusslicht. 

Wetter in Deutschland: Mehr Sonne, dafür weniger Regen

Allerdings scheint in Deutschland eben nicht jeden Tag die Sonne, zum Wohl der Natur muss es von Zeit zu Zeit auch mal regnen. Im Durchschnitt fallen in Deutschland 590 Liter Regen pro Quadratmeter. Am häufigsten regnet es dabei ausgerechnet im Sommer, wenn die Temperaturen steigen.

Am meisten regnet es im Saarland. Den Regen-Rekord hält aber die Stadt Halle an der Saale, dort gab es im Jahr 2004 sagenhafte 266 Regentage. Köln und Freiburg belegen die Plätze zwei und drei. Übrigens: Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt in Deutschland im Sommer bei rund 70 Prozent, im Winter stiegt sie auf etwa 85 Prozent.

Wetter in Deutschland: Im Jahr 2018 besonders wenig Regen

Während die Sonnentage zunehmen, zeichnet sich beim Niederschlag der gegensätzliche Trend ab. 2018 war das Jahr mit dem wenigstens Niederschlag seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Somit stiegt die Gefahr für Waldbrände in Deutschland, denn grade in den Sommermonaten regnet es deutlich weniger als benötigt. Zwischen Oktober und April kann sich der Niederschlag zudem in Schnee verwandeln. In Gebirgslagen schneit es dabei deutlich öfter wie im Flachland.

Extreme Wetterlagen werden immer häufiger, denn nicht nur die Temperaturen nehmen zu. Auch Stürme und Hurrikans häufen sich. Aber wann spricht man eigentlich von einem Hurrikan und wann von einem Orkan?

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