Rekordwerte in Deutschland

Wetter-Rekorde in Deutschland: Immer heißer und zu wenig Regen

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Der Blick auf das Wetter in Deutschland zeigt eins. Im Durchschnitt wird es immer wärmer, dafür regnet es aber zu selten.

  • In Deutschland wird es immer wärmer.
  • Gerade im Sommer fällt zu wenig Regen.
  • Es wird immer früher Frühling.

Wetter in Deutschland: Temperatur und Niederschlag stellen Rekorde auf

Es ist gerade einmal Anfang April und draußen steigen die Temperaturen auf sommerliche Temperaturen. Zwar wird aktuell infolge der Corona-Maßnahmen der Verkehr in Deutschland weniger und die Luft sauberer, doch der globale Klimawandel macht weiterhin auf sich aufmerksam.

Auch in Deutschland ist es in den vergangenen Jahren immer wärmer geworden. Blickt man auf die nackten Zahlen, so sind die Temperaturen in Deutschland seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 um über ein Grad gestiegen.

Wetter in Deutschland: Der Juli ist im Sommer am wärmsten

Am wärmsten ist es in Deutschland dabei im Juli, dort wird laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) eine Durchschnittstemperatur von 19,8 °C erreicht. Im August klettert das Thermometer im Schnitt auf 18,9 °C, was den Monat zum zweitwärmsten des Jahres macht.

Am kältesten ist es laut dem DWD im Januar, dort erreicht das Thermometer durchschnittlich gerade einmal 0,6 °C. Auf das ganze Jahr gesehen erreicht Deutschland eine Durchschnittstemperatur von 10,4 °C. Zum Vergleich: In Heilbronn lag diese 2019 bei 11,4° C, nur 0,6 °C fehlten zum bisherigen Rekord Jahr von 2018. Auch bundesweit zeigt sich ein Trend. Neun der zehn wärmsten Jahre fanden nach dem Jahr 2000 statt. Die Folge: der Frühling setzt immer früher ein - ungefähr 2,5 Tage früher pro Jahrzehnt.

Wetter in Deutschland: Rekordtemperaturen im Sommer

Auch in anderen Bereichen zeigt sich wie extrem unterschiedlich das Wetter sein kann. Am 25. Juli 2019 kletterte das Thermometer in Lingen im Emsland auf 42,6 °C - die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur. Die bisher tiefste gemessene Temperatur wurde 1929 in Hüll mit -37,8 °C erreicht. Dabei spielen allerdings auch immer regionale Unterschiede eine wichtige Rolle. Dennoch ist festzustellen das "heiße Tage"- also Tage mit mehr als 30° - tendenziell zunehmen. Auch der kommende Sommer könnte wieder ein Rekordsommer werden.

Das Thermometer zeigt in Deutschland immer wieder neue Rekorde.

Mit den steigenden Temperaturen nehmen in Deutschland auch die Sonnenstunden zu. Mit einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 2.020 Stunden war 2018 das sonnigste Jahr bisher. Am meisten Sonne bekommen dabei Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt ab - am wenigsten Hamburg, Thüringen und Schleswig-Holstein. Im Jahresschnitt liegt erneut der Juli vorne mit 198 Stunden Sonne, der Dezember bildet mit lediglich 38 Stunden das Schlusslicht. 

Wetter in Deutschland: Mehr Sonne, dafür weniger Regen

Allerdings scheint in Deutschland eben nicht jeden Tag die Sonne, zum Wohl der Natur muss es von Zeit zu Zeit auch mal regnen. Im Durchschnitt fallen in Deutschland 590 Liter Regen pro Quadratmeter. Am häufigsten regnet es dabei ausgerechnet im Sommer, wenn die Temperaturen steigen.

Am meisten regnet es im Saarland. Den Regen-Rekord hält aber die Stadt Halle an der Saale, dort gab es im Jahr2004 sagenhafte 266 Regentage. Köln und Freiburg belegen die Plätze zwei und drei. Übrigens: Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt in Deutschland im Sommer bei rund 70 Prozent, im Winter stiegt sie auf etwa 85 Prozent.

Wetter in Deutschland: 2018 besonders wenig Regen

Während die Sonnentage zunehmen, zeichnet sich beim Niederschlag der gegensätzliche Trend ab. 2018 war das Jahr mit dem wenigstens Niederschlag seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Somit stiegt die Gefahr für Waldbrände in Deutschland, denn grade in den Sommermonaten regnet es deutlich weniger als benötigt. Zwischen Oktober und April kann sich der Niederschlag zudem in Schnee verwandeln. In Gebirgslagen schneit es dabei deutlich öfter wie im Flachland.

Extreme Wetterlagen werden immer häufiger, denn nicht nur die Temperaturen nehmen zu. Auch Stürme und Hurrikans häufen sich. Aber wann spricht man eigentlich von einem Hurrikan und wann von einem Orkan?

Rubriklistenbild: © Martin Gerten/dpa

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