Wetterextrem Unwetter

Regen, Schnee, Hagel - Das macht Wetter zu Unwetter!

  • schließen

Das Wetter in Baden-Württemberg kann ungemütlich werden. Doch ab wann spricht man von einem Unwetter und wann warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD)?

  • Unwetter ist ein Sammelbegriff.
  • Bei Unwetterwarnungen gibt es vier Warnstufen.
  • Doch nicht immer kommt es auch zum Unwetter.

Baden-Württemberg: Von der Superzelle bis zur Warnstufe -Das macht Wetter zum Unwetter!

Das Wetter hat viele Facetten. Nicht immer scheint die Sonne, oftmals wird es draußen richtig ungemütlich. Im Wetterbericht ist dann die Rede von Unwettern oder Unwetterwarnungen. Doch wann spricht man von einem Unwetter und wie entsteht es?

Baden-Württemberg: Was ist ein Unwetter?

Wirft man einen Blick in das Wetterlexikon des Deutschen Wetterdienst (DWD), findet sich folgende Erklärung für den Bergriff: "Unwetter ist ein Sammelbegriff zur Bezeichnung von unterschiedlichen Extremwetterereignissen. Unwetter könnenstarke Auswirkungen haben und die öffentliche Ordnung und das öffentliche Leben gefährden."

Als Unwetter kann also bereits ein besonders starker Regen gelten aber auch Stürme und Tornados, oder eben starker Schneefall oder Glätte. Extreme Hitze oder Kälte und Dürre hingegen gelten nicht als Unwetter im klassischen Sinne.

Baden-Württemberg: Wann entsteht ein Unwetter?

Wie aber entstehen Unwetter? Zunächst treffen sehr heiße und feuchte Luftmassen auf kalte und wesentlich kühlere Luft. Dabei wird Energie freigesetzt die wiederum starke Winde verursacht, die nach oben steigen. 

Auch Sturm gilt als Unwetter.

Durch diesen Aufwind wird die wärmere und feuchte Luft in die kältere Atmosphäre transportiert, wo diese dann kondensiert. Dieser Prozess lässt sich sogar von der Erde gut beobachten, da sich die Wolken am Himmel auftürmen. Daher kommt auch die Redensart. "Da braut sich was zusammen!"

Baden-Württemberg: Unwetter - Wann spricht man von einer Superzelle?

In einer großen Gewitterwolke können sich laut wetter.com Beispielsweise zwischen 20 und 100 Millionen Tonnen Wasser befinden. Innerhalb dieser Unwetterwolke erreichen die Winde die Geschwindigkeit einer Orkanböe und drücken die Wassertröpfchen in Höhen, wo die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt liegen. Dort gefrieren die Tröpfchen schließlich. Dieser Prozess kann sich mehrfach wiederholen und führt schließlich zur Entstehung von Hagelkörnern.

Wenn diese dann zu Boden fallen, entstehen wiederum starke Fallwinde, die am Boden zu starken Böen führen und enormen Schaden anrichten können. Zum Teil kommt es auch zur Bildung einer sogenannten Superzelle. Das heißt, mehrere Gewitterwolken schließen sich zu einer riesigen Gewitterwolke zusammen.  In diesem Fall gilt die höchste Gefahrenstufe, denn aus Superzellen - aber auch aus kleineren Gewittern - kann durch sogenannte Schwerwinde auch ein Tornado entstehen. Das kommt in Deutschland und Baden-Württemberg allerdingseher selten vor.

Baden-Württemberg: Welche Warnstufen gibt es bei einem Unwetter?

In einem solchen Fall würde der DWD dann aber eine amtliche Unwetterwarnung aussprechen. Gewarnt wird aber auch aus anderen Gründe. Wird beispielsweise in den Wettermodellen eine gefährliche Lage festgestellt, so werden zunächst erste Informationen sowie Vorwarnungen herausgegeben. Somit kann sich jederauf die drohende Gefahr einstellen.

Eine amtliche Vorabinformation vom DWD erfolgt für die Bundesländer - also auch in Baden-Württemberg - maximal 48 Stunden vorher, bei regionalen Warnungen 12 Stunden bevor das Unwetter einsetzt. Grade im Sommer entstehen Unwetter aber oft so schnell, dass Warnungen nur noch für Regionen ausgesprochen werden, die in Windrichtung liegen. Im Winter wird hingegen oft wegen Frost oder Nebel gewarnt, da diese den Verkehr betreffen. Insgesamt gibt es vier Warnstufen:

  1. Wetterwarnung
  2. Warnung vor markantem Wetter
  3. Unwetterwarnungen
  4. Warnungen vor extremen Wetter

Baden-Württemberg: Unwetter - Was ist bei den Warnstufen zu beachten?

Je nach Stufe der Warnung sind damit unterschiedliche Aufforderungen verbunden. Die ersten beiden Stufen sind lediglich Vorwarnungen, dass man sich auf die Situation vorbereiten kann. Bei Stufe drei, sollte man dringend Vorkehrungen treffen, um sich zu schützen. Im Fall eines Sturms kann es schon reichen, sich im eigenen Haus aufzuhalten. Für Stufe vier gilt laut dem DWD: "Dies sind Warnungen der höchsten Stufe und fordern den Empfänger auf, unbedingt und sofort Maßnahmen zu ergreifen, um sich in Sicherheit zu bringen und sein Eigentum zu schützen."

Allerdings werden Wetterwarnungen oft auch nur ausgesprochen, damit sich Bevölkerung in Deutschland und Baden-Württemberg auf den Extremfall vorbereiten kann. Oftmals passiert am Ende dann gar nichts, aber im Fall der Fälle wären die Menschen auf ein schlimmeres Unwetter vorbereitet gewesen. 

Rubriklistenbild: © Simon Adomat/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema