Auf Kölner Messegelände

Zwei Friseure aus der Region knacken mit 298 anderen ungewöhnlichen Weltrekord

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300 Friseure, 300 Modelle, vier Stunden Zeit - Silvia Chessari und Steffen Klein waren Teil eines Wahnsinns-Events in Köln.

10, 9, 8 - laut zählen alle den Countdown runter. Auf der riesigen Leinwand laufen die Sekunden ab. Dann ertönt das Startsignal. Steffen Klein läuft los. Er hat nur vier Stunden Zeit. Dann soll sein Modell fertig sein. Seines und das von 299 weiteren Friseuren und Friseurinnen. Alle haben die selbe Aufgabe. Und alle das selbe Ziel: den Guinness-Weltrekord.

"Am Anfang habe ich ehrlich gesagt gedacht: 'Was für ein Blödsinn.' Aber es war der Hammer", erklärt Klein drei Tage nach seiner aufregenden Erfahrung in Köln. Gemeinsam mit Freundin und Kollegin Silvia Chessari sowie 298 weiteren Friseuren hat Klein den Weltrekord im Blond-Färben aufgestellt. 300 Modelle wurden zur gleichen Zeit blond oder zumindest blonder, bekamen Strähnchen oder einen komplett neuen Look. Klein: "Im Vorher-Nachher-Vergleich war wichtig, dass eine sichtbare Veränderung stattfindet."

Dass die Veranstaltung ihn so begeistern würde, damit hatte Klein selbst offenbar nicht gerechnet. "Als ich vor ein paar Monaten gefragt wurde, was ich von der Idee halte und ob ich mitmachen will, habe ich erst einmal gelacht. Dann aber sofort zugesagt." Eine junge Frau blond färben - das ist für den Friseurmeister eigentlich absolute Routine. Doch plötzlich kam die Post mit den Regeln.

Klein: "Die waren schon relativ streng. Doch nichts im Vergleich zu denen vor Ort." In der Halle neun der Kölner Messe waren die Bereiche streng abgesperrt worden. Friseure und Models mussten sich ausweisen, bevor sie Zutritt bekamen. "Beim Rekordversuch haben Stuarts die Toilettenkontrolle gemacht. Da hat man sich gar nicht getraut zu gehen, aus Angst, man käme nicht wieder rein." Zudem habe die Richterin in ihrem adretten Kostüm streng ausgesehen.

Jeder durfte lediglich sein Modell frisieren. Keiner dem anderen aushelfen. Klein: "Bei manchen war es am Ende knapp. Für je 50 Leute waren nur je sechs Waschbecken da. Da haben sich dann schon Schlangen gebildet." Trotzdem hätten die Kollegen wirklich tolle Arbeit geleistet. Klein: "Ich war auch begeistert von dem Zusammenhalt, der in der kurzen Zeit entstanden ist."

Der Weltrekord schweißte alle Teilnehmer zusammen. Das war wohl spätestens nach der Modenschau der Modelle klar. Alle fieberten dem Rekord entgegen. Letztendlich wurden 296 Modelle gewertet - das reichte! "Im Guinness-Buch wird hinterher wohl nur Schwarzkopf als unser aller Partner und Veranstalter stehen", sagt Klein. Doch die Weltrekord-Medaille und die passende Urkunde zeichnen ihn und Chessari nun für immer als Teilnehmer dieses Wahnsinns-Events aus.

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