Wie sieht es mit der Gleichberechtigung aus? Ein Kommentar

Weltfrauentag: Ein Feiertag reicht nicht - weg von den alten Rollenbildern!

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Wie sieht es mit der Gleichberechtigung aus?
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Der Weltfrauentag ist in Berlin ein Feiertag. Doch wie weit sind wir wirklich mit der Gleichberechtigung? 

Berlin hat einen neuen Feiertag. Kein kirchlicher Festtag, sondern ein ganz weltlicher: Die Berliner haben frei am Weltfrauentag. Immer wieder hört man: Frauentag? Das braucht doch heute keiner mehr! Stimmt das?

Weltfrauentag: Vom Frauenwahlrecht zur Bundeskanzlerin

Vor 101 Jahren erstritten sich die Frauen in Deutschland das Wahlrecht, seit 1962 können Frauen ganz eigenständig ein Konto eröffnen und seit 1977 auch selbst entscheiden ob und wo sie arbeiten, im Bundeskanzleramt sitzt eine Frau – man könnte meinen, dass wir schon soweit emanzipiert sind, dass es den Frauentag gar nicht mehr braucht…

Alte Rollenbilder bestehen weiterhin - deshalb braucht es mehr als den Weltfrauentag

Doch ich glaube, dass ein Tag bei weitem nicht ausreicht: Ungleiche Löhne, gerade einmal 31 Prozent Frauen im Bundestag, kaum Frauen in den Vorständen großer Unternehmen - die alten Rollenbilder von Mann und Frau sind immer noch präsent. 

Wie Frauen, die den Haushalt schmeißen, sich um die Kinder kümmern UND auch noch einen Job haben. Oder aber auch das Bild der Rabenmutter, wenn eine Frau kurz nach der Geburt wieder arbeitet, anstatt zu Hause beim Kind zu bleiben. Da kommt die Frage auf: Reicht ein Weltfrauentag aus oder muss mehr passieren?

Rollenklischees von Frauen und Männern müssen wir alle abbauen

Ist der Feiertag der richtige Weg? Der Tag ist auf jeden Fall dazu gut uns ständig daran zu erinnern, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben zu einer völlig gleichberechtigten Gesellschaft. Jede und jeder von uns trägt dazu bei Rollenklischees abzubauen. 

Es ist gut, wenn die kleinen Mädchen nicht immer in die rosa Kleidchen gesteckt werden und Puppen zum Spielen bekommen. Es ist wichtig, dass auch Papa kocht und den Abwasch macht. Frauen haben über die vergangenen Jahrzehnte schon viel erreicht, jetzt ist es an uns, nicht stehen zu bleiben und weiterzumachen.

Weltfrauentag ist für alle wichtig

Liebe Berlinerinnen, feiert euren Weltfrauentag ausgelassen und fröhlich, gebt dem Thema eine möglichst große Bühne an diesem Tag und zeigt den restlichen Bundesländern, dass dieser Tag auch im restlichen Deutschland mehr Bedeutung bekommen muss.

Von Petra Neset-Ruppert

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