Zuschauer empört 

Nazi-Skandal in Weinsberg: Jetzt gibt es ein Video - ist es ein Hitlergruß?

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Bei der Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten sorgte ein Bewerber mit seiner Ansprache für viel Aufregung. Nun gibt es ein Video zum Skandal-Abend.
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Bei einer Kandidatenvorstellung für die nächste Bürgermeisterwahl in Weinsberg bei Heilbronn soll ein Kandidat den Hitlergruß gezeigt haben. Jetzt gibt es ein Video.

  •  Ein Bewerber sorgt bei der Kandidatenvorstellung für die Bürgermeisterwahl in Weinsberg bei Heilbronn für große Aufregung.
  •  Als er eine bestimmte Armbewegung macht, geht er eindeutig zu weit.
  • Nun wird die Geste infrage gestellt.

Update vom 25. Januar: Bei der Kandidatenvorstellung für das Amt des Bürgermeisters in Weinsberg fiel ein Bewerber besonders auf. Samuel Speitelsbach sprach über Hitler und zeigte den Hitlergruß - oder doch nicht? Ein Vertreter der Stadtverwaltung sagte gegenüber dem SWR, dass es nicht sicher sei, ob Speitelsbach tatsächlich den Hitlergruß zeigte. 

Nazi-Skandal in Weinsberg: Gelächter im Publikum

Bei seiner Rede sorgte Speitelsbach schon zu Beginn für empörtes Gelächter im Publikum. Als er dann aber über Folter im Weinsberger Klinikum sprach und über seine Schwester erzählte, der das angeblich dort wegen "minderwertiger Gene" widerfuhr, wurde es noch unruhiger im Saal. Und dann redete Speitelsbach über Hitler. Er würde eher in den Himmel kommen als all die Heuchler, die angeblich den Rassissmus bekämpfen wollen - doch eigentlich zulassen, dass Menschen mit "minderwertigen Genen" gefoltert werden. Da hagelte es Buh-Rufe. Ein Gast schrie "Aufhören!".

Hitlergruß oder nicht? Video vom Skandal-Abend in Weinsberg

Speitelsbach aber ließ sich nicht verunsichern und seine linke Hand wanderte in die Höhe. Soll das etwa der Hitlergruß sein? Die stellvertretende Bürgermeisterin bat Speitelsbach daraufhin, den Saal zu verlassen - dafür erntete sie Applaus. Dann näherten sich zwei Männer, die Speitelsbach erneut aufforderten, den Raum zu verlassen. Schlussendlich wanderte Speitelsbachs linker Arm erneut in die Höhe, bevor er von einem Mitarbeiter hinausbefördert wurde. Ob es ein Hitlergruß war, muss nun der Richter klären. Speitelsbach bekommt nun eine Anzeige wegen Volksverhetzung.

Weinsberg im Landkreis Heilbronn: Nazi-Skandal - doch kein Hitlergruß?

Update vom 24. Januar: Am Mittwochabend kam es zu einem Skandal bei der offiziellen Kandidatenvorstellung für die Bürgermeisterwahl in Weinsberg im Landkreis Heilbronn. Der Bewerber, Samuel Speitelsbach, zeigte den Hitlergruß. Oder etwa doch nicht? Allem Anschein nach gibt es dazu gegensätzliche Angaben

Es sei nicht klar, ob der Kandidat wirklich den Hitlergruß gezeigt hätte, sagt ein Vertreter der Stadtverwaltung gegenüber dem SWR.de in Heilbronn. Die ganze Angelegenheit passierte wohl sehr schnell. Deswegen gibt es zum Hitlergruß widersprüchliche Aussagen.  Der Skandal wird aber auf jeden Fall ein Nachspiel haben, sagt Margit Frisch, stellvertretende Bürgermeisterin Weinsberg im Landkreis Heilbronn. Samuel Speitelsbach bekommt eine Anzeige wegen Volksverhetzung.  

Aufregung bei Kandidatenvorstellung für Bürgermeisterwahl

Erstmeldung vom 23. Januar: Für ganz schön viel Aufregung sorgte ein Bewerber am Mittwochabend bei der offiziellen Kandidatenvorstellung für die Bürgermeisterwahl in Weinsberg bei Heilbronn. Samuel Speitelsbach hatte sich zunächst als "König von Christi Gnaden" vorgestellt, woraufhin schon mehrere Besucher aus Protest den Saal verließen. Außerdem behauptete er, dass in der Weinsberger Psychiatrie gefoltert werde.

Nazi-Skandal in Weinsberg: Kandidat zeigt Hitlergruß vor Publikum

Er beschimpfte die Anwesenden zudem als Heuchler. Zur Krönung seiner Ansprache äußerte er sich zu Hitler und zeigte auch noch den Hitlergruß, berichtet swr.de. Schließlich blieb der Stadtverwaltung nichts anderes übrig, als Speitelsbach nach draußen hinauszubegleiten. Jetzt droht dem Kandidaten eine Anzeige wegen Volksverhetzung, kündigte die Stellvertreterin des Bürgermeisters Margit Frisch an.

Sogar die Polizei war in Rufbereitschaft - musste aber nicht eingreifen. Auf die Situation sei man vorbereitet gewesen, da man sich bei anderen Gemeinden im Vorfeld informiert hatte, sagte Frisch gegenüber dem SWR. Speitelsbach ist schon mehrmals wegen ähnlicher Äußerungen aufgefallen und kandidierte auch schon für mehrere Bürgermeisterposten, auch in Brackenheim. 

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