"Ein Kreuz mit dem Kreuz"

Stau, Unfall oder Baustelle? Darum ist Weinsberg viel mehr als nur ein Autobahnkreuz

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Bürgermeister Stefan Thoma ist sich sicher: Weinsberg hat richtig viel zu bieten!
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Die Worte "Weinsberg" und "Autobahnkreuz" fallen oft in einem Satz. Dabei ist die Stadt mehr als nur eine Stau-Falle für Autofahrer ! echo24.de hat darüber mit Bürgermeister Stefan Thoma gesprochen.

Die Autobahnkreuze Weinsberg, Walldorf und Stuttgart: Welcher Stau geplagte Autofahrer kennt sie nicht? Radiodurchsagen wie stockender Verkehr, Unfälle oder Sperrungen sind leider Alltag auf Deutschlands Autobahnen. Und einige Autobahnkreuze haben traurige Berühmtheit durch besonders viele Stau-Kilometer, furchtbare Crashs oder nervenaufreibende Umleitungen wegen Vollsperrungen und Baustellen erlangt.

So auch Weinsberg. Hier kreuzen sich die A81 und die A6 - für viel Verkehr ist also rund um die Uhr gesorgt. Und erst recht für unzählige Verkehrsmeldungen. Dabei ist ist die Stadt unterhalb der Weibertreu viel mehr als nur ein Autobahnkreuz! "Weinsberg ist eine liebenswerte Kleinstadt mit Charakter und Charme und einem großen Angebot für die Bürger", erklärt Bürgermeister Stefan Thoma, der seit 2004 im Amt ist. Dafür sprechen auch die Zahlen: Rund 12.500 Einwohner zählt Weinsberg. Tendenz: kräftig wachsend. Mehr Platz für Wohnraum soll das neue Baugebiet "Heilbronner Fußweg" bieten.

Autobahnkreuz Weinsberg: Zwischen Verkehrsanbindung und Verlust an Lebensqualität

Bürgermeister Stefan Thoma ist dankbar für die gute Verkehrsanbindung, weiß aber auch um die Nachteile.

Doch was macht Weinsberg so lebenswert? Da muss Thoma nicht lange überlegen: "Die Stadt hat einiges zu bieten! Landschaftlich liegt sie sehr schön - es gibt keine störende Großindustrie, dafür aber viel Kultur und Geschichte. Da wären zum Beispiel die Weibertreu, das dazugehörige Weibertreu-Museum oder auch das Justinus-Kerner-Haus. Hinzu kommt eine gute Infrastruktur, Schulen, Kinderbetreuung und ärztliche Versorgung." Besonders für Zugezogene oder Familien, die mit einem Umzug liebäugeln, seien diese Punkt interessant.

Aber trotzdem: Das Autobahnkreuz ist und bleibt ein Thema für Weinsberg. Thoma: "Wir haben ein Kreuz mit dem Kreuz. Es ist zum einen Verbindung in die Welt, zum anderen aber auch Belastung und Verlust an Lebensqualität. Das resultiert aus dem starken Verkehrsaufkommen, dem Stau und dem Lärm." Dabei entstehe der Stau oft durch Baustellen, die gar nicht auf Weinsberger Gemarkung liegen. "Und natürlich versuchen Autofahrer dann oft abzukürzen. Das betrifft aber meistens eher Grantschen und nicht Weinsberg direkt", erklärt Thoma.

Weinsberg: Früher Autobahnkreuz - heute ausgebauter ÖPNV

Im August wurde der Verkehr wegen eines Brückenabrisses von der A6 abgeleitet. Staus waren vorprogrammiert.

Früher sei man stolz auf die Autobahn gewesen, heute sei Weinsberg stolz auf die Stadtbahn - so ändern sich die Zeiten. "Die S-Bahn ist ein Segen für die Bürger", sagt der Bürgermeister, "denn dann braucht man nicht immer ein Auto. Das ist die Mobilität der Gegenwart: Ein gut ausgebauter ÖPNV und gut ausgebaute Radwege." Die Stadt hat erkannt, dass viele Bürger sich eine Alternative zum Auto wünschen. Ein Weg nach Weinsberg lohnt sich also - egal ob per Auto, Rad oder mit der Straßenbahn. Denn die Stadt ist viel mehr als nur ein Autobahnkreuz! 

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