Erster Corona-Verdacht an einer Schule

Ein Tag nach Schulstart - Grundschulklasse aus Waiblingen muss wieder heim

  • Julia Cuprakowa
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Gerade einmal ein Tag nach Schulstart müssen Schüler und Lehrerin aus Waiblingen wieder nach Hause. 

Vor zwei Tagen hat das neue Schuljahr in Baden-Württemberg begonnen. Tausende Schüler und Lehrer sind seit dem 14. September wieder zum flächendeckenden Präsenzunterricht zurück in der Schule. Denn für alle Schüler in Baden-Württemberg gilt weiterhin die Schulpflicht - trotz Coronavirus. Aber wie wird das neue Schuljahr 2020/2021 im Zeichen des Coronavirus aussehen? Diese Frage stellen sich viele Eltern und Schüler. Denn nach wie vor ist SARS-CoV-2 das Top-Thema - auch an Schulen.

Damit das neue Schuljahr weitgehend reibungslos verläuft, hat das Kultusministerium Baden-Württemberg im Hinblick auf die steigenden Infektionszahlen eine neue Corona-Verordnung für Schulen ausgearbeitet. Die neuen Hygienevorgaben bestimmen, wie der Unterricht und Schulalltag ablaufen sollen. Die Verordnung klärt außerdem die Frage, mit welchen Symptomen die Kinder lieber Zuhause bleiben sollen. Aber was passiert, wenn es einen bestätigten Corona-Verdacht an einer Schule gibt? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, wenn sich tatsächlich ein Schüler oder Lehrer infiziert? Genau auf diese Fragen lieft ein Grundschulrektor der Schillerschule in der Waiblinger Ortschaft Bittenfeld die Antwort.

Wegen möglicher Coronavirus-Ausbreitung - Schulrektor schickt Schüler und Lehrerin heim

Wie die StN.de berichtet, wurden rund 20 Grundschüler aus Waiblingen, nach gerade mal einem Tag Schule, wieder nach Hause geschickt. Der Grund: Ein Familienmitglied eines Schülers wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Um die mögliche Ausbreitung schnellstmöglich zu unterbinden, sah sich die Schulleitung gezwungen die gesamte Klasse bis auf Weiteres freizustellen. Auch die Lehrerin der Klasse muss vorerst daheim bleiben. Welche weiteren Maßnahmen sind in so einer Situation erforderlich?

Zunächst seien wohl die ersten Kontaktpersonen, weitere Familienmitglieder und der betroffene Schüler auf das Coronavirus getestet worden. Als Nächstes müssten sich dann gegebenenfalls die Mitschüler testen lassen. Die ersten Ergebnisse werden aber frühestens am Mittwoch, 16. September, erwartet.

Kaum sind die großen Ferien vorbei, müssen rund 20 Grundschüler aus Waiblingen in verlängerte Ferien.

Nach Schulstart im Rems-Murr-Kreis: Corona an Schule in Waiblingen - bislang ein Einzelfall

Seit dem Schulstart ist der Fall in Waiblingen bislang der erste bekannte im Rems-Murr-Kreis. Laut Stuttgarter Nachrichten, die sich auf das staatliche Schulamt Backnang berufen, soll es bereits in den Sommerferien an drei weiteren Schulen Verdachts- oder bestätigte Infektionsfälle gegeben haben. An den Schulen wurde, im Rahmen der sogenannten Lernbrücken, auch während der Sommerferien unterrichtet. Die betroffenen Einrichtungen konnten aber regulär in das neue Schuljahr starten - weil die notwendigen Maßnahmen, wie Infektionsketten-Nachverfolgung und Testung, rasch und effektiv umgesetzt worden waren.

Aufgrund dessen hat sich der Rems-Murr-Landkreis mit Sitz in Waiblingen und Staatliche Schulamt Backnang gemeinsam auf einheitliche Regelungen und Maßnahmen im Fall einer Infektion geeinigt. Somit können Schulen und Kindertagesstätten schnell und einheitlich reagieren. Konkret bedeutet das: Immer wenn ein Fall in einer Schule oder Kindertagesstätte auftritt, kann sich die gesamte Klasse beziehungsweise die Gruppe freiwillig testen lassen. Die Testung und Schließung einer gesamten Schule oder Einrichtung soll so ein Ausnahmefall bleiben, heißt es auf der Seite vom Landratsamt Rems-Murr-Kreis.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe

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