Er war nach der Schule nicht zurückgekehrt

Vermisster Elfjähriger: Er hätte gar nicht ausreisen dürfen!

+
Die Polizei hatte schon Hunde und einen Hubschrauber bei der Suche im Einsatz.
  • schließen

Das Landratsamt hat sich zur Ausreise geäußert.

+++ Update 27. März +++

Gab es da etwa einen Fehler? Der vermisste Junge aus Winnenden war am Freitag nach der Schule nicht in sein Wohnheim zurückgekehrt. Laut Polizei soll er sich aus eigenem Antrieb auf den Weg zu Verwandten gemacht haben und sich nun bei ihnen in Schweden aufhalten. 

Aber: Der vermisste Elfjährige aus Winnenden hätte Deutschland nicht verlassen dürfen! Das teilte eine Sprecherin des Landratsamts am Mittwoch mit. Der Junge lebte als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in einer Wohngruppe. Eine Ausreise war ihm nach Angaben der Sprecherin deshalb nicht gestattet. Eine Frau hatte die Vormundschaft für ihn, wusste aber nichts von den Reiseplänen.

+++Update 26. März+++

"Ihr braucht keine Angst haben, ich bin in Schweden", mit diesen Worten wendete sich der letzte Woche als vermisst gemeldete Elfjährige aus Winnenden in einem Video an die Öffentlichkeit. Eigentlich sollte das für Erleichterung sorgen, doch auf den ersten Blick hinterlässt das Video einige Fragezeichen.

Internet-Video zeigt vermissten Elfjährigen

Denn der Elfjährige wird von jemandem gefilmt, der ihm zuredet, er würde es "gut" machen. Zudem hält der Junge eine Zeitung von Montag, dem Datum der Veröffentlichung des Videos, in der Hand. Alles wirkt sehr inszeniert. Das sorgte im Netz teilweise für Spekulationen, ob der Junge tatsächlich aus eigenen Stücken nach Schweden gereist war.

"Das Video ist nur EIN Baustein der Ermittlungen. Es gibt keinen Anlass für Gedanken, dass Entführung eine Rolle spielen könnte", sagte Roland Krötz, Sprecher der Polizei Aalen, auf echo24.de-Anfrage. Die Ermittler gehen zwar inzwischen davon aus, dass der Junge nicht, wie zunächst vermutet, allein, sondern mit Hilfe, nach Schweden gereist ist, aber dass er tatsächlich dorthin wollte.

Vermisster Elfjähriger in Schweden: "Offizielle Rückmeldung aus Schweden"

"Für uns zeigt das natürlich auch die Tragik für so ein Flüchtlingskind, wenn es hier plötzlich in Europa auf sich allein gestellt ist und natürlich zu seiner Familie möchte", sagte Krötz dem SWR. Gegenüber echo24.de betonte der Polizeisprecher zudem: "Er ist nun definitiv bei seinen Großeltern. Wir haben auch eine offizielle Rückmeldung aus der internationalen Zusammenarbeit mit den schwedischen Ermittlern."

Vor knapp einem Jahr war der heute Elfjährige allein aus dem Irak als Flüchtling gekommen. In Winnenden hatte er in einer Wohngruppe gelebt. Dort war er am Freitag nach der Schule nicht mehr aufgetaucht.

+++Update 25. März, 19 Uhr+++

Die Polizei Aalen betrachtet den Vermisstenfall eines Elfjährigen als erledigt. Der Junge halte sich "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" wohlbehalten in Nordeuropa auf, heißt es in einer Mitteilung auf Twitter.

Weiter teilt die Polizei Aalen in einer Meldung mit, dass der Kriminalpolizei Waiblingen nach umfangreichen Ermittlungen sehr konkrete Hinweise vorliegen, wonach sich der Junge aus eigenem Antrieb zu Familienangehörigen nach Nordeuropa begeben hat.

Die weiteren Ermittlungen dauern an. Die Öffentlichkeitsfahndung wird hiermit zurückgenommen!

+++ Update 25. März, 7.15 Uhr +++

Seit Freitag fehlt von einem Elfjährigen jede Spur! Das Kind sei nach der Schule nicht in seine Wohngruppe in Winnenden zurückgekehrt, erklärt die Polizei heute. Einsatzkräfte suchten mit Hilfe eines Hubschraubers und eines Hundes nach dem Jungen.

Nach einem Großeinsatz am Wochenende sucht die Polizei weiter nach einem elfjährigen Jungen aus Winnenden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen, wie ein Sprecher der Polizei am Montag mitteilte. Allerdings sei noch nicht klar, wie die Suche konkret fortgesetzt werden soll. 

Derzeit gebe es keine Hinweise auf seinen Aufenthaltsort, so der Polizeisprecher. Zuletzt war der Junge mit einem Hubschrauber und einem Hund gesucht worden.

+++ Meldung vom 24. März +++

Der Junge hat in Winnenden gegen 12.30 Uhr am Freitag die Stöckachschule in der Ringstraße verlassen und ist seither verschwunden.

Er lebt nach Polizeiangaben ohne seine Eltern in Deutschland. Bei Verwandten in der Region sei er bislang nicht aufgetaucht. Der Elfjährige hat dunkle Haare und trug den Angaben zufolge zuletzt schwarze fingerlose Handschuhe, schwarze Schuhe und ein khakifarbenes Oberteil mit Kapuze. Er ist etwa 1,50 Meter groß und hat eine südasiatische Erscheinung.

Das Polizeipräsidium Aalen bittet Zeugen, die sachdienliche Angaben zum Verbleib des Jungen machen können, sich unter Telefon 07151/9500 zu melden.

Auch interessant

Rebecca vermisst: Weiterer Fall einer verschwundenen 15-Jährigen in Niedersachsen

Vermisste Rebecca (15): Mutter Brigitte spricht über Anfeindungen

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare