Statistik der Polizei Heilbronn

Jeder fünfte Unfallverursacher haut ab

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Symbolbild.
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Die neusten Zahlen zeigen: Es kommt in der Region zu immer mehr Unfällen.

Durchschnittlich alle 20 Minuten hat es 2016 in der Region gekracht. Das ergibt 25.834 Unfälle im vergangenen Jahr! Eine erschreckende Zahl, die das Polizeipräsidium Heilbronn jetzt in seiner Verkehrsunfallstatistik präsentiert. ABER: Zugleich sank die Zahl der Todesopfer in diesem Zeitraum.

"Jeder Getötete ist immer noch einer zu viel", sagt Hans Becker, Leiter des Führungs- und Einsatzstabes. 35 Tote waren 2016 zu beklagen, 2015 waren es bei 24.644 Unfällen sogar noch 50. Die Zahl der Schwerverletzten ging von 924 (2014) auf 886 (2015) und nun auf 851 in 2016 zurück.

Von den 35 im Jahr 2016 Getöteten waren zwölf Pkw-Fahrer, ein Lkw-Fahrer, sechs Motorradnutzer, drei Fahrradfahrer, sechs Fußgänger und sieben Mitfahrer. Es hätten weniger sein können: Sechs Menschen hatten keinen Sicherheitsgurt angelegt.

Waren Sie schon einmal an einem Unfall beteiligt?

Bei Unfällen mit Verletzten war in 26 Prozent der Fälle überhöhte Geschwindigkeit die Ursache, gefolgt von Abstands- (25 %) und Vorfahrtsmissachtungen (21 %). Becker: "Die Überwachung der Geschwindigkeit bleibt daher weiter ein wichtiger Baustein zur Reduzierung von Verkehrsunfällen mit schweren Unfallfolgen."

Trotzdem unterschätzen viele die Gefahr. Auch das zeigt sich deutlich: Insgesamt "blitzte" es im vergangenen Jahr 115.732 Mal. 1.604 Fahrer wurden unter Alkohol- oder Drogeneinfluss erwischt. Viel zu viel! Gleiches gilt bei der Zahl der Unfallflüchtigen. Jeder FÜNFTE macht sich aus dem Staub (4.836 Fälle)! Immerhin 35,3 Prozent davon konnten anschließend ermittelt werden. Besonders oft kracht es außerhalb von Ortschaften. 

Knapp die Hälfte der Unfälle mit Personenschaden ereignete sich wie in den Vorjahren außerorts, wobei die Unfallfolgen hier ungleich schwerer sind. 27 der 35 Getöteten und 558 der 851 Schwerverletzten waren hier zu verzeichnen. Alleine auf der Autobahn gab es ein Unfallplus von 19 Prozent!

Und es sind eben nicht immer "die anderen", denen etwas passiert: Nur an 17,3 Prozent der Unfälle sind Senioren beteiligt. Zugleich sind sie aber auch in 61,2 Prozent der Verursacher. Ein viel größeres Problem stellt aus Polizeisicht aber die Gruppe der Fahrer von 18 bis 24 Jahre dar. Sie sind an 23,2 Prozent aller Verkehrsunfälle, damit nahezu an jedem VIERTEN Unfall beteiligt. Da währt die Freude über den "Lappen" bei manchem sicher nicht lange…

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