Spontane Hilfe in Talheim

Wie diese zwei Zusteller zur Rettung für eine Mama und ihr Kind wurden

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Katharina Klak (Mitte) ist immer noch überglücklich über die "Rettung wie aus dem Himmel" - das Ehepaar Gross.
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Die zwei Zusteller von Regiomail reagieren in Talheim prompt und helfen einer jungen Mutter aus einer verzweifelten Situation.

Als Katharina Klak am 13. September mittags kurz zu ihrem Auto läuft, weiß sie noch nicht, dass sie wenig später eine emotionale Achterbahnfahrt erleben wird. Denn in einer verzweifelten Situation eilt der Talheimerin und ihrem Kind plötzlich Hilfe zur Seite, die alles andere als alltäglich ist.

"Es gibt so wenig Leute, die so etwas tun würden", sagt Klak gegenüber echo24.de. Dabei fängt eigentlich alles ganz normal an. Klak will von ihrem Zuhause in der Pestalozzistraße wegfahren. Ihr Kind will die junge Mutter mitnehmen. Dafür legt sie bei einem ersten Gang zunächst Kindersitz und Kinderwagen neben ihr Auto. Wie immer. Doch als sie mit dem Kind zurückkommt, erlebt sie einen Schock: Kindersitz und -wagen sind verschwunden!

Regiomail-Zusteller helfen: "Ich stand mit meinem weinenden Kind allein da"

Klak: "Ich stand mit meinem weinenden Kind auf dem Arm alleine da und konnte nichts machen." Weil zum gleichen Zeitpunkt zwei Zusteller von Regiomail vor dem Haus parken, um ihre Briefsendungen zu übergeben, vermutet Klak zunächst, die beiden könnten die wertvollen Kindersachen eingepackt haben. Doch Fehlanzeige. Statt nun beleidigt zu sein, hat das Zusteller-Ehepaar einen Geistesblitz.

"Als wir mitbekommen hatten, was Frau Klak sucht, haben wir ihr erklärt, dass an diesem Tag Sperrmüllabfuhr sei", sagt Regiomail-Zusteller Joachim Gross: "Es war ein Transporter mit ungarischem Kennzeichen unterwegs. Da wurde der Sperrmüll nach brauchbaren Sachen durchsucht." Doch was für die Schrottsammler ein vermeintlicher Glücksfund ist, ist für Klak eine regelrechte Katastrophe. Schließlich war die Kinderaustattung teuer!

Schnitzeljagd durch Talheim: Regiomail-Zusteller schaffen das Unglaubliche

Gross und seine Frau zögern deshalb nicht. Sie steigen zurück ins Auto und machen sich eigenhändig auf die Suche nach dem weißen Transporter. Klak kann das zunächst gar nicht glauben - und ruft parallel vorsichtshalber bei der Polizei an. Doch das Ehepaar Gross meint die Hilfe ernst. Zehn Minuten lang begeben sich die beiden auf eine regelrechte Schnitzeljagd durch die vielen Sackgassen im Bereich der Fleiner Straße.

Durch seinen langjährigen Job als Zusteller kennt das Ehepaar die Gegend wie die eigene Westentasche. Und tatsächlich: In der Eugen-Klöpfer-Straße treffen Gross und seine Frau wieder auf den Transporter. "Wir haben die Ungarn dann angesprochen. Nach kurzer Zeit haben sie uns den fälschlich mitgenommen Kinderwagen und den Sitz wieder ausgehändigt und sich entschuldigt."

Bescheidene Zusteller, aber stolzer Chef und überglückliche Mama

Mit dem Schatz im Gepäck machen sich die Zusteller auf den Weg zurück in die Pestalozzistraße. Dort angekommen, kann Klak "kaum glauben, dass zwei Menschen sich so viel Mühe geben" für eine beinahe Fremde. Die heldenhaften Zusteller geben sich bescheiden, freuen sich zwei Tage später riesig über eine Tüte mit Leckereien von Katharina Klak. 

Bei Regiomail ist man stolz auf die spontane Aktion des Paares! "Schön, dass es so etwas gibt", erklärt Vertriebsinspektor Achim Käfer über seine Stammzusteller. Und auch für Klenk war das Erlebnis einschneidend. Trotz des Schocks am Anfang. "Das Ehepaar Gross kam wie aus dem Himmel zur Rettung - einfach unglaublich!"

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