Dieser Vollmond ist schön, aber auch gefährlich

Supermond 2019: So seht ihr das Schauspiel in der Region am besten

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Am 19. Februar ist der Vollmond besonders eindrucksvoll. Der Mond ist der Erde an diesem Tag besonders nah und erscheint deshalb etwas größer als gewohnt.
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Im Januar der Blutmond, jetzt der Supermond - am nächtlichen Himmel ist dieses Jahr einiges los. Am 19. Februar kommt es zum größten Vollmond im Jahr 2019. Er ist schön anzuschauen, kann aber auch Tod und Verderben bringen.

Suppentellergroß und fast so strahlend wie die Abendsonne im Western-Abspann – so sieht der Supermond NICHT aus. ABER: Der Mond ist in der Nacht vom 19. auf den 20. Februar der Erde so nah wie nie mehr in diesem Jahr - rund 360.000 Kilometer. Folge: Unser Mond erscheint uns etwas größer als gewohnt. Der Unterschied ist ungefähr so wie der zwischen einer Ein-Euro-Münze und einer Zwei-Euro-Münze. Unspektakulär? Nicht, wenn man den Supermond vom richtigen Standort aus beobachtet. Hier erfahrt ihr, an welchen Stellen in der Region Heilbronn der Supermond am besten zu sehen ist.

Supermond 2019: So sind die Wetteraussichten für Heilbronn und die Region

Es ist die Kombination von Vollmond und größter Erdnähe, die dem Februar einen Supermond beschert. Vorhergesagt ist ab Dienstag leider wechselhaftes Wetter, es könnte also sein, dass der Blick auf den Supermond von Wolken verdeckt wird. Falls er doch durch die Wolken blinzelt: Wir haben alle Details und die Infos, von wo ihr auf den schönsten Vollmond des Jahres die besten Aussichten habt - ähnlich wie beim Blutmond im Januar

Der größte Vollmond in diesem Jahr: Tipps für Fotografen

Am 19. Februar erreicht der Erdtrabant die Vollmondphase genau um 16.53 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. Die geringste Entfernung zur Erde hat er bereits um 10.02 Uhr. Kleiner Tipp für Hobbyfotografen: Am beeindruckendsten sieht ein Vollmond gleich nach Mondaufgang aus – dafür sorgt ein psychologisches Phänomen namens Mondtäuschung. 

Wer den Supermond am nächtlichen Himmel fotografieren möchte, sollte an der Kamera den Blitz ausschalten, ein Stativ aufbauen, und schon kann's losgehen. Aber ACHTUNG: Eine allzu lange Belichtungszeit verdirbt die Aufnahme – der Mond bewegt sich vergleichsweise schnell.

Supermond 2019: Schickt uns eure Fotos

Übrigens: Wer ein Teleskop hat, kann sogar mit dem Smartphone gute Fotos vom Supermond machen. Einfach das Teleskop ausrichten und dann durch fotografieren.

Auch am Abend des 18. Februar ließ sich der Mond bereits gut am klaren Himmel fotografieren.

Aber egal wie ihr eure Fotos vom Nachthimmel am 19. Februar macht: Wir wollen sie sehen! Schickt uns eure Bilder einfach per Mail an Redaktion@echo24.de unter dem Betreff "Supermond" oder postet sie in unsere Facebook-Kommentare.

Wie der Supermond am besten zu beobachten ist

Grundsätzlich gilt: Alle Himmelsphänomene, die man mit dem bloßen Auge betrachten kann, sieht man am besten bei dunkler Umgebung. Selbst das indirekte Licht von Straßenlaternen kann den Blick aufs Firmament trüben.

Deshalb erscheint uns der Sternenhimmel am klarsten draußen in der freien Landschaft. Übrigens: Wer den Supermond am 19. Februar verpasst, hat bereits ein paar Tage vorher und auch danach ähnliche Aussichten. 

Supermond 2019: Die besten Zuschauerplätze

Hilfreich ist es natürlich, hoch gelegene Punkte aufzusuchen, etwa die Heuchelbergwarte bei Leingarten, den Heilbronner Wartberg, den Golberg bei Öhringen oder Waldenburg - auch bekannt als Balkon Hohenlohes.  Auch die Sternwarten in der Region sind für Stern- und Mondgucker zu empfehlen.

Das sind die besten Plätze in der Region Heilbronn-Franken, um den Supermond zu beobachten.

 

Der größte Vollmond: Die Schattenseiten des Spektakels

So strahlend schön der Supermond 2019 am Himmel stehen mag, er hat auch schreckliche Schattenseiten. Das Zusammentreffen von größter Erdennähe und Vollmond – jetzt verstärken sich die Anziehungskräfte von Mond und Sonne - begünstigt Springfluten und verstärkt Spannungen in der Erdkruste. Überflutete Küsten, bebende Erde: Der Supermond kann auch Tod und Verderben über die Menschen bringen.

Was in diesem Jahr am Himmel noch zu beobachten ist 

Der nächtliche Himmel hält in diesem Jahr noch eine Reihe weiterer Phänomene bereit. Der Merkur, der kleinste der acht Planeten unseres Sonnensystems, lässt sich vom 22. bis 27. Februar am leichtesten erkennen. Dann steht der sonnennnäheste Planet tief am Abendhimmel, und eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang ist es dunkel genug, um Merkur auch in der Region um Heilbronn ohne Fernglas zu erkennen.

Das Gastspiel ist aber nur von kurzer Dauer. Schon kurz nach 19 Uhr verschwindet der Planet aus unseren Blicken im Dunst über dem Horizont. 

Spektakel am Himmel: Sternschnuppen machen Wünsche wahr

Zwischen dem 17. Juli und dem 24. August 2019 erhellen die Perseiden den Nachthimmel. Damit wird ein bekannter Meteorstrom bezeichnet, der jedes Jahr in der ersten Hälfte des Augusts wiederkehrt. Die Meteoren scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen - daher der Name. 

Es ist ein romantischer Aberglaube, dass sich etwas wünschen darf, wer eine Sternschnuppe sieht. Hauptsache, der Wunsch wird nicht laut ausgesprochen. Ob man Angesichts einer Sternschnuppe diese "Chance" nutzen oder das Naturschauspiel einfach nur so genießen möchte, kann ja jeder für sich selbst entscheiden.

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