Nachwuchs in der Wilhelma

Um nicht zu verhungern! Okapi-Baby braucht menschliche Hilfe

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Da das Okapikalb der Wilhelma von seiner Mutter Nyota nicht an ihr Euter gelassen wird, bekommt es seine Mahlzeiten aus der Flasche – wie hier von Tierpfleger Matthias Berndt.
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Das Zusammenspiel von Mutter und Kind funktioniert noch nicht ganz reibungslos. Der junge Bulle bekommt nichts zu trinken. 

Sie putzt ihren Nachwuchs liebevoll und verteidigt ihn auch umsichtig - doch trinken lassen hat Stuttgarts Okapi-Mama Nyota ihr Baby seit der Geburt vor gut einer Woche noch nicht. Die Versorgung übernehmen die Tierpfleger der Wilhelma, wie eine Sprecherin des zoologisch-botanische Gartens mitteilte. 

Zwischen 5 und 23 Uhr bekomme der kleine - noch namenlose - Bulle fünfmal am Tag eine halben Liter besonders fettarmer Milch aus der Flasche. Ansonsten stakst er noch ein wenig wacklig durch das Stroh im Giraffenhaus.

Am 3. Oktober kam der kleine Okapibulle in der Wilhelma zur Welt.

Wilhelma-Nachwuchs bleibt Öffentlichkeit noch verborgen

Der menschliche Kontakt werde in der wichtigen Prägephase auf das Nötigste begrenzt. Das Giraffenhaus bleibt vorerst geschlossen. Auch Mama Nyota musste einst nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter teilweise von Hand aufgezogen werden. 

Die Okapi-Mutter und ihr Nachwuchs.

Okapis wurden erst 1901 in den Regenwäldern Zentralafrikas entdeckt. Der Bestand der Einzelgänger dort wird laut Wilhelma auf 15 000 Tiere geschätzt. In Europa leben rund 70 Exemplare in 24 Zoos.

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