"Christmas Garden"

Wilhelma lockt Besucher mit ganz besonderem Lichtspektakel

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Reichlich Weihnachtsbeleuchtung erstrahlt im "Christmas Garden" in der Wilhelma. Das Lichtspektakel ist noch bis zum 6. Januar 2020 zu sehen.
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Das Lichtspektakel in der Stuttgarter Wilhelma lockte bereits nach wenigen Tagen Besuchermassen an.

Nach wenigen Tagen: 10.000 Besucher bisher bei Lichtspektakel in der Stuttgarter Wilhelma

Update vom 19. November: Das Lichtspektakel "Christmas Garden" in der Stuttgarter Wilhelma lockt zahlreiche Besucher an. Seit der Eröffnung vergangene Woche Donnerstag bis zum Sonntagabend seien etwa 10.000 Menschen in den Zoologisch-Botanischen Garten gekommen, um die abendlichen Lichtinstallationen zu betrachten, teilte eine Sprecherin des Veranstalters mit. 

Stuttgart: Verkehrsbehinderungen rund um die Wilhelma

Bis zum 6. Januar führt ein mit Leuchten geschmückter Rundweg durch den Zoo. Schon im vergangenen Jahr hatte es dort einen Lichtergarten gegeben, was zeitweise auch für Verkehrsbehinderungen gesorgt hatte. Dem Veranstalter zufolge kamen damals mehr als 120.000 Besucher.

Reichlich Weihnachtsbeleuchtung erstrahlt im "Christmas Garden" in der Wilhelma.

Dieses Jahr arbeite man eng mit der Verkehrsleitzentrale zusammen, um Staus zu verhindern, sagte die Sprecherin. Andere zeitgleich stattfindende Veranstaltungen in Stuttgart sowie eine Baustelle vor der Wilhelma sorgten auch diesmal für viel Verkehr. Daher seien Besucher dazu angehalten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

+++ 1. November +++ Kleines Känguru wagt Hüpfer in Selbstständigkeit

Im März gab es Nachwuchs bei den Roten Riesenkängurus in der Stuttgarter Wilhelma: Gerade einmal ein Gramm wog das Kleine, war so groß wie Daumennagel. Känguru-Mama Svenja behütete ihr Baby gut - das war am wachsenden Umfang ihres Beutels gut zu erkenne. Im August lugte der kleine Känguru-Mann dann das erste Mal neugierig nach draußen (wir berichteten, weitere Infos unten). Jetzt folgten die ersten eigenständigen Hüpfer!

Känguru-Nachwuchs in der Wilhelma: Kleiner Hüpfer wagt sich aus dem Beutel

Und das war höchste Zeit. Denn: Der Platz in Mamas Beutel wurde für das Känguru-Junge einfach eng, regelmäßig ragten Beine und Schwanz hervor. "Die Ausflüge sind anfangs noch kurz", erklärt Revierleiter Mario Rehmann. "Immer wenn es sich sicher fühlt, verlässt das Jungtier den Beutel, darf aber erst einmal wieder reinklettern." So ist der junge Hüpfer dann auch relativ schnell ganz allein unterwegs und erkundet die Umgebung außerhalb seiner Beutel-Kinderstube.

Außerhalb des Beutels gibt es für das Junge viel zu entdecken.

Mit ein wenig Glück könnte in Svenjas Tragetasche zudem wieder der nächste Zögling heranwachsen. Denn kurz nachdem der letzte Nachwuchs den Beutel verlassen hat, gebären Känguruweibchen in der Regel erneut. Weil dann bereits das noch winzige, unterentwickelte Neugeborene gesäugt wird, darf das größere Jungtier nur noch den Kopf in die Kinderstube stecken.

+++ Update 16. Oktober +++ Wilhelma nimmt Abschied von krebskrankem Panzernashorn

Eine bedeutende Tierbiographie ist zu Ende gegangen. Die Wilhelma verabschiedet sich von Panzernashorn Sani. Die 26-jährige Kuh litt seit einiger Zeit unter einer zunehmenden Krebserkrankung, die zuletzt auch auf lebenswichtige Organe übergegriffen hatte. "Es ist immer traurig, sich von einem Tier zu trennen", sagte der Direktor des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart, Dr. Thomas Kölpin. "Sani war für viele eine Weggefährtin über ein Vierteljahrhundert, für die Beschäftigten wie auch die Gäste der Wilhelma." 

Die Tierärzte hatten der Patientin mit medizinischen Mitteln die Lebensqualität erhalten, solange es ging. Gemeinsam mit den Pflegern, die Sani täglich betreuten, kamen sie nun aber überein, das zusehends abgemagerte Tier in Würde gehen zu lassen und von dem Leiden im Endstadium zu erlösen. Durch eine Narkose, aus der es nicht mehr aufwachte, ist das Nashorn am Dienstag sanft entschlafen.

Wilhelma Stuttgart: Verstorbenes Nashorn geht in Naturkundesammlung über

Seine letzte Reise tritt es nach Bonn an. In der Bundesstadt bereitet das Forschungsmuseum Koenig das Skelett auf. So bleibt der Dickhäuter in einer der größten Naturkundesammlungen Deutschlands für die Wissenschaft und die Öffentlichkeit der Nachwelt erhalten. "Das ist eine sinnvolle Fortsetzung nach einem Leben, das wertvoll und fruchtbar war", erklärte Kölpin. Er würdigte die wichtige Rolle von Sani für den Erhalt der Panzernashörner. 

Als Staatsgeschenk des damaligen Königreichs Nepal war das im Chitwan-Nationalpark geborene Kalb 1993 in die Wilhelma gekommen. Einige Jahre später wurde Sani eines der Gründungsmitglieder des Erhaltungszuchtprogramms der europäischen Zoos für Panzernashörner.

+++ Update 3. Oktober +++ Stuttgart: Jaguar aus Zoo in Ungarn eingezogen

"Das ist eine echte Bereicherung", sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin. "So können wir mit Tiger, Löwe, Leopard, Schneeleopard und jetzt Jaguar wieder alle fünf Großkatzen der Welt zeigen. Zudem ist der direkte Vergleich zwischen Jaguar und Leopard lehrreich, die allzu oft verwechselt werden." Nach sechs Jahren war am 1. Oktober wieder ein Jaguar in den Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma gezogen.

Stuttgarter Wilhelma: Jaguar schließt Lücke nach sechs Jahren

2013 hatte Jaguar-Dame "Petra" mit ihrem Tod im hohen Alter von 23 Jahren eine große Lücke hinterlassen. Anders als Petra ist die junge Katze allerdings kein schwarzer Panther, sondern gefleckt. Im Kontrast zu dem nebenan lebenden Persischen Leopard "Aman" sind die beiden Großkatzenarten daher gut zu vergleichen.

Für Besucher aber erst nach einer Eingewöhnungsphase von mehreren Tagen. Bedarfsweise wird das Raubtierhaus der Stuttgarter Wilhelma in dieser Zeit eventuell auch stundenweise komplett geschlossen.

+++ Update 12. September +++ Stuttgart: Nachwuchs bei den Springtamarinen in der Wilhelma

Flink hüpft das kleine Springtamarin-Weibchen Brava mit dem kleinen Familienzuwachs auf dem Rücken von Ast zu Ast. Das vier Wochen alte Jungtier kam im Südamerikahaus in der Stuttgarter Wilhelma zur Welt. Seine Geschwister zeigen schon großes Interesse an dem Winzling. Vorsichtig dürfen sie ihm das Fell kraulen und ihn beschnuppern, während Mama Brava sie wachsam beobachtet

Springtamarin-Weibchen Brava mit ihrem Jungtier.

Das gegenseitige Kennenlernen ist bei Krallenaffen Gemeinschaftssache und daher also sehr wichtig. In den ersten Wochen nach der Geburt klammert sich das Jungtier zunächst noch an die Mutter. Wenn es dann allein etwas sicherer auf den Beinen ist, wird das Kleine auch dem Vater und den Geschwistern anvertraut. "Für Brava ist es schon der dritte Nachwuchs", erklärt Tierpflegerin Christina Keiper. "Je erfahrener die Mutter ist, desto eher gibt sie ihr Jungtier auch zeitweise ab. Es kannn aber ebenso passieren, dass ein anderer aus der Gruppe sich das Kleine holt und das Weibchen dann erst merkt, wie schön es ohne das zusätzliche Gewicht sein kann." 

Fest klammert er sich an den Rücken seiner Mutter und lässt sich von ihr durch die Wipfel tragen.

Neugeborene Springtamarine wiegen gerade mal 60 Gramm. Die ausgewachsenen Tiere bringen selbst kaum ein halbes Kilo auf die Waage. Das geringe Gewicht ermöglicht den kleinen Krallenaffen in Bambusdickicht und Unterholz schnell und leichtfüßig voranzukommen. Beheimatet sind sie in den Tieflandregenwäldern des westlichen Amazonasbeckens. Sind sind nicht nur geschickte Kletterer, sondern können auch mit einem Sprung bis zu vier Meter überwinden. Durch die Abholzung und Brandrodung schrumpft jedoch ihr natürlicher Lebensraum immer mehr, wodurch die Art als gefährdet gilt

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+++ Update 2. September +++ Ein Beutel als Kinderstube: Jungtier bei den Roten Riesenkängurus

Ein wippendes Paar Ohren und ein vorsichtiger Blick aus neugierigen Knopfaugen – mehr war von dem Jungtier bei den Roten Riesenkängurus der Wilhelma in Stuttgart bisher kaum zu sehen. Jetzt lugt der junge Hüpfer aber immer häufiger aus dem Beutel seiner Mutter.

Das kleine Känguru kam in der Wilhelma in Stuttgart bereits Anfang März zur Welt – aber das zunächst fast unbemerkt, wie es bei den Roten Riesenkängurus aus Australien üblich ist. Bei Känguru-Mama Svenja im Zoologisch-Botanischen Garten waren die ersten äußerlichen Anzeichen der Mutterschaft im Mai zu sehen. 

Neugierig schaut das Jungtier bei den Roten Riesenkängurus der Wilhelma in Stuttgart aus dem Beutel seiner Mutter Svenja.

"Ihr Beutel wurde langsam größer und hing verdächtig tief", berichtet Tierpflegerin Verena Leinemann. "Da hatten wir schon die Hoffnung, dass ein Jungtier drin sein könnte. Sicher waren wir aber erst, als das Kleine anfing, sich zu bewegen." Die Freude darüber war ebenso groß wie die Überraschung. Denn den letzten Nachwuchs gab es in der Wilhelma 2014.

Welches Geschlecht das Jungtier hat, wird sich erst zeigen, wenn es den mütterlichen Beutel verlässt. Dieser Tag rückt nun immer näher, denn mit etwa acht Monaten unternehmen Kängurukinder ihre ersten Ausflüge und beginnen, ihre Sprungkraft auf die Probe zu stellen. Dann bekommt der süße Nachwuchs auch endlich einen Namen. 

+++ Ursprungsartikel 20. August +++ Kurz vorm Aussterben! Wilhelma feiert Zuchterfolg

Ein kleiner Hengst ist derzeit der ganze Stolz der Stuttgarter Wilhelma. Denn das am 5. August geborene Fohlen der Somali-Wildesel ist nicht einfach nur niedlich, sondern ein grandioser Zuchterfolg. Der Grund: Die Tiere stehen kurz vor dem Aussterben - und der kleine Esel gehört damit zu den seltensten Jungtieren der Welt.

Stuttgart: Mini-Esel gehört zu seltensten Jungtieren der Welt

Nur maximal 600 Artgenossen des noch namenlosen Somali-Wildesel-Fohlen gibt es überhaupt noch. Ein nicht unerheblicher Teil davon lebt bereits seit 1980 in der Stuttgarter Wilhelma. Klein-Esel ist Jungtier Nummer 13. Und trotz der vermeintlichen Routine der Tierpfleger eben ein ganz besonderer Zuchterfolg.

Der besondere Mini-Esel mit Mama Sarina.

Dass der Mini-Esel auch auf Grund seiner Seltenheit bestens auf sich aufpassen sollte, ist dem Springensfeld offenbar egal. "Der Kleine ist gleich erstmal ins Wasserbecken gefallen", erklärt Tierpfleger Jürgen Spetzler. "Weil die Stuten dort ebenfalls gerne reingehen, waren wir vorbereitet und hatten das Wasser zum großen Teil abgelassen. So konnte der Kleine schnell wieder aufstehen."

Stuttgart: Wilhelma feiert mit seltenem Fohlen grandiosen Zuchterfolg

Und auch Eselmutti Sarina hat seit dem ersten Ausflug in die Steppenlandschaft der Stuttgarter Wilhelma ein Auge auf ihren stürmischen Nachwuchs. Für sie dürfte der kleine Somali-Wildesel auch unabhängig von seiner Seltenheit und seiner Bedeutung für die Tierart etwas ganz Besonderes sein.

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