Für den guten Zweck

Warum Polizistin Julia in ihrem Urlaub freiwillig 1.000 Kilometer läuft

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Die Stuttgarter Polizeihauptmeisterin hat ein großes Ziel. Doch es ist nicht das Ende ihrer 1.000-Kilometer-Strecke.

Julia Zimmermann wird von allen nur "Jules" genannt. Auch von ihren Kollegen bei der Polizei Stuttgart. Derzeit sind sie besonders stolz auf die Polizeihauptmeisterin. Denn: Sie läuft freiwillig 1.000 Kilometer weit. In ihrem Urlaub! Dabei ist das große Ziel gar nicht unbedingt das Ende dieser unglaublichen Strecke.

Polizistin zu werden, war schon ihr "Kindheitswunsch". Das schreibt Zimmermann über sich auf der Seite "YouCanHelp". Ihre tägliche Motivation sei "Gerechtigkeit und Menschen helfen". Doch dafür reicht ihr ihr Beruf offenbar noch nicht aus.

https://youcanhelp.de/kilometer-patenschaften/

Polizistin Julia: 1.000 Kilometer für krebskranke Kinder

Für den guten Zweck ackert die Polizistin jetzt auch in ihrer Freizeit. Mit ihrem Lauf auf dem Jakobsweg von Sevilla nach Santiago de Compostela will Zimmermann Spenden für krebskranke Kinder sammeln. Insgesamt 25.000 Euro sollen so zusammenkommen.

Dass Zimmermann ausgerechnet mit dem Laufen sammelt, daran sind Privatleben und Beruf gleichermaßen "Schuld". "Ich würde mich nicht als sonderlich sportlich bezeichnen", erklärt die Polizistin gegenüber echo24.de. Aber: "Ich bewege mich gern. Und meine Berufserfahrung hat mir vielleicht die mentale Stärke gegeben, dass ich so etwas schaffen kann."

Für "YouCanHelp" läuft Julia Zimmermann 1.000 Kilometer durch Spanien.

Das gesammelte Geld fließt in Kooperation mit dem Förderverein Helfende Hände in drei Projekte des Förderkreises krebskranke Kinder e.V. in Stuttgart. Alle Privatausgaben zahlt Zimmermann aus eigener Tasche. Wer spenden will, kann eine sogenannte Kilometerpatenschaft übernehmen.

Polizistin läuft 1.000 Kilometer: Stuttgarter Kollegen sind stolz

467 Kilometer sind so schon finanziert (Stand: 08. Januar 2019). Heißt: über 11.000 Euro hat die Stuttgarter Polizistin bereits zusammen bekommen. Dabei ist sie erst seit zwei Tagen tatsächlich zu Fuß unterwegs.

Doch schon jetzt fühlt sie sich offenbar pudelwohl. Zimmermann: "Die letzten beiden Tage waren etwas gemächlicher. Mir geht es sehr gut, das Wetter ist besser als erwartet und morgen geht es auf die erste Etappe." Heißt: Da stehen gleich mal 30 Kilometer an.

Dass sie ihren verdienten Urlaub auf diese Weise "opfert", begeistert auch ihre Kollegen. Stolz teilen sie ein Foto von "ihrer Jules" in Uniform in den sozialen Netzwerken und werben für die tolle Aktion der Stuttgarterin. So motiviert, wird Zimmermann ihre beiden Ziele - das in Santiago und die 25.000-Euro-Spende - hoffentlich erreichen.

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