Nach brutalem Mord in Stuttgart

Prozess um Schwertmord in Stuttgart beendet: Urteil gefallen!

Alle Autoren
    schließen
  • Olaf Kubasik
    Olaf Kubasik
  • Anna-Maureen Bremer
    Anna-Maureen Bremer
  • Violetta Sadri
    Violetta Sadri
  • Melissa Sperber
    Melissa Sperber
  • Julia Cuprakowa
    Julia Cuprakowa

In Stuttgart wurde im vergangenen Sommer ein Mann auf offener Straße mit einem Schwert erstochen. Jetzt ist das Urteil im Schwert-Mord-Prozess gefallen. 

  • Im Sommer 2019 wurde in Stuttgart ein Mann mit einem Schwert auf offener Straße erstochen.
  • Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen und steht nun vor Gericht.
  • Jetzt ist das Urteil im Stuttgarter Schwert-Mord-Prozess gefallen. 

Schwert-Mord in Stuttgart: Jetzt ist das Urteil gefallen

Update vom 27. Juli, 15 Uhr: Das Urteil im Stuttgarter Schwert-Mord-Prozess ist gefallen. Der Täter ist in Stuttgart zu 14 Jahren Haft wegen Mordes verurteilt worden. Das Landgericht ordnete außerdem die Unterbringung des 31-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Der Richter sprach bei der Urteilsverkündung von einer "schrecklichen und zutiefst verachtenswerten Tat". Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor neben einer Therapie auf 13 Jahre Haft wegen Mordes plädiert. Die Verteidiger sahen ihren Mandanten bei der Bluttat im Juli vergangenen Jahres schuldunfähig und forderten Freispruch. Außerdem müsse der Mann in einer Psychiatrie untergebracht werden.

Nach der tödlichen Attacke mit einem Samuraischwert mitten auf einer Straße in Stuttgart ist jetzt das Urteil gefallen.

Die Beweise waren eindeutig, schließlich hatten zahlreiche Zeugen die Tat mit ihren Handys gefilmt. Das Motiv blieb aber auch nach den Zeugenaussagen noch unklar. Ein Gutachter hatte den Angeklagten wegen Wahnvorstellungen als vermindert schuldfähig eingeordnet. 

Schwert-Mord-Prozess in Stuttgart: Urteil soll heute fallen

Update vom 27. Juli: Nach der aufsehenerregenden Attacke mit einem Samuraischwert auf offener Straße wird heute, am Montag 14 Uhr, das Urteil im Mordprozess gegen den mutmaßlichen Täter erwartet. Die Staatsanwaltschaft plädiert für eine 13-jährige Haftstrafe und die Unterbringung des Angeklagten in einer Psychiatrie. Die Anwälte fordern Freispruch - und ebenfalls die Behandlung in einer psychiatrischen Einrichtung. 

Der Angeklagte soll seinen früheren Mitbewohner vor etwa einem Jahr auf offener Straße umgebracht haben. Während die Beweise für die Bluttat eindeutig scheinen, bleibt das Motiv nach sämtlichen Zeugenaussagen unklar.

Nun soll im Stuttgarter Landgericht abschließend die Frage geklärt werden, ob der Angeklagte im Wahn gehandelt hat und damit zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war oder er vermindert Herr seiner Sinne war und eine Haftstrafe infrage kommt. Laut Staatsanwaltschaft hat der Mann "mit absolutem Vernichtungswillen" getötet. Der Gutachter hatte sich mit der psychischen Beurteilung des 31-Jährigen schwer getan und ihn als vermindert schuldfähig eingeordnet.

Schwert-Mord-Prozess: 13 Jahre Haft oder Freispruch für Angeklagten?

Update vom 23. Juli, 19.45 Uhr: Im Schwertmord-Prozess fordert die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von 13 Jahren. Der Angeklagte voll zudem in einer Psychiatrie untergebracht werden. "Er steht mit einem Bein im Wahn", zitierte die Staatsanwältin den Gutachter. Dieser hatte den Mann zuvor als vermindert schuldfähig eingeordnet. Der 31-Jähirge habe sein Opfer mit „absolutem Vernichtungswillen“ getötet. 

Er habe sich eingebildet vom Opfer missbraucht oder verspottet worden zu sein. Aus Rache habe er diese Bluttat begangen. Die Verteidigung fordert Freispruch und die Unterbringung in einer Psychiatrie. Der Angeklagte war nach Einschätzung seiner Anwälte zum Zeitpunkt des Schwert-Angriffs nicht Herr seiner Sinne, er sei schuldunfähig gewesen. Zu den Vorwürfen und dem Motiv schweigt der Angeklagte. Am Montag will das Landgericht Stuttgart ein Urteil sprechen.

Stuttgarter: Schwertmörder psychisch krank?  Kann auf Mord plädiert werden?

Update, 23. Juli, 10.30 Uhr: Heute sprechen die Anwälte und es ist noch gar nicht klar, ob auf Mord plädiert werden kann. Vielleicht ist der angeklagte ja gar nicht schuldfähig

Es passierte vor Zeugen. Mehr noch, vor Kameras. Als ein 36-Jähriger im Juli vergangenen Jahres auf offener Straße mit einem Samuraischwert erstochen wird, laufen die Handykameras mit. Die Beweise scheinen daher eindeutig, wenn der Prozess gegen den 31 Jahre alten mutmaßlichen Täter am heutigen Donnerstag mit den Plädoyers gegen Ende geht. 

Aber kann der Gewaltexzess in der Stuttgarter Hochhaussiedlung juristisch auch als Mord gewertet werden? Und war der Jordanier Herr seiner Sinne, als er mit seinem gerade erst gekauften Schwert über sein Opfer herfiel? Das vermochten bislang weder die Zeugen zu klären noch der Gutachter.

Bei einer Auseinandersetzung in Stuttgart ist ein Mann am 31. Juli 2019 tödlich verletzt worden. 

Geflüchtet war der Mann unmittelbar nach der Tat. Aber: Noch am Abend wurde er festgenommen. Vor der Tat soll er unter anderem ausgesagt haben, er sei vom Satan besessen, sein Kopf sei "kaputt". In Gesprächen und Chats mit Bekannten und Verwandten behauptete er nach Zeugenaussagen dagegen, er sei der Messias oder Gottes Gesandter. Wenige Monate vor der tödlichen Attacke sei er zudem vom späteren Opfer missbraucht worden, hatte der wegen Mordes angeklagte Mann in einer Vernehmung angegeben.

Hatte der Samuraimörder in Stuttgart religiöse Gründe für seine Tat?

Der Gutachter ist sich dessen nicht sp sicher. "Es spricht nichts dafür", sagte er. Wahrscheinlicher sei dagegen, dass sich der Angeklagte den Missbrauch einbilde und auf Grundlage dieser Fantasie Rache an seinem vermeintlichen Peiniger üben wollte. 

Von mehreren möglichen Ansätzen für eine Erklärung tendiere er dazu, den Mann als vermindert schuldfähig einzustufen. Merkmale eines klassischen Wahns weise der Mann zwar nicht auf, man könne sein Verhalten aber auch mit krankhaftem religiösem Fanatismus erklären.

Schätzt die Kammer den Mann als psychisch krank ein, wäre er schuldunfähig. Der Angeklage schweigt seit Prozessbeginn. "In der Gesamtschau der Ermittlungsergebnisse dürfte das Motiv am ehesten im zwischenmenschlichen Bereich zu suchen sein", hatte die Staatsanwaltschaft vor Beginn des Prozesses noch mitgeteilt. Auch die Kriminalpolizei hatte einen persönlichen Grund zwischen den beiden Männern als Auslöser gesehen.

Prozess um Stuttgarter Schwertmörder: Urteil wird am Montag erwartet

Die Ermittler waren anfangs davon ausgegangen, dass es sich bei dem Asylbewerber um einen 28-jährigen Syrer handelt. Zweifel daran nährte der Mann selbst, als er bei seiner Festnahme angab, zwei Jahre älter und Jordanier zu sein. Am Montag will das Landgericht ein Urteil sprechen.

Dabei ist der Schwertmord in Stuttgart nicht die einzige Horror-Tat, die Baden-Württemberg in den letzten Monaten schockierte. In Rot am See erschoss ein 27-Jähriger Ende Januar bei einem Familientreffen sechs Verwandte mit einer Pistole - seine Eltern, zwei Halbgeschwister sowie Onkel und Tante. Zwei Verwandte konnten sich schwer verletzt retten. Das Landgericht Ellwangen verhängte am Freitag, 10. Juli, eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren wegen Mordes und versuchten Mordes und ordnete die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Stuttgart: Gutachter beurteilt Schuldfähigkeit des Schwermörders - war das das Motiv?

Update vom 22. Juli: Am 31. Juli 2019 geschah im Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof das Unglaubliche: Issa L. tötete am hellichten Tag und auf offener Straße seinen ehemaligen Mitbewohner mit einem Samuraischwert - vor den Augen der 12-Jährigen Tochter des Opfers!

Am 17. April startete der Prozess gegen den heute 31-Jährigen. Zu Beginn stellte der Verteidiger einen Befangenheitsantrag, der vom Landgericht Stuttgart abgelehnt wurde. Auch die Frage nach dem Motiv blieb offen.

Ein psychiatrischer Gutachter wurde eingeschaltet, um zu klären ob der Schwertmörder vermindert schuldfähig ist. Doch zu einhundert Prozent ist sich der rennommierte psychiatrische Gutachter Peter Winckler nicht. Er erklärt vor dem Landgericht: Wenn jeder Fall so unübersichtlich, so kompliziert und so widersprüchlich wäre, wisse er nicht, ob er seinen Job noch weiter machen könne.

Winckler erklärt, er habe nicht den Eindruck gehabt, dass ein gesunder Mensch vor ihm sitze. Er habe sich dennoch gefragt, ob der Beschuldigte in einem religiösen Wahn lebt oder versucht den Psychiater aufs Glatteis zu führen. 

Er habe ihm "sein Geheimnis genommen", sagte Issa L. Deshalb habe er seinen ehemaligen Mitbewohner getötet. Zur Polizei hatte der 31-Jährige gesagt, dass das Opfer ihn an seinem Geburtstag Mitte März 2019 heimlich unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht habe. Ob das wirklich passiert ist, weiß niemand. 

Schwertmord Stuttgart: Hat das Opfer Issa L. sexuell missbraucht? Angeklagter erzählt merkwürdige Geschichten

Das Motiv sei Rache gewesen, erklärt der Gutachter. Issa L. meinte, es wäre sein Recht gewesen den 36-Jährigen zu töten. Der Schwertmörder soll aber auch allen möglichen Leuten noch andere merkwürdige Geschichten erzählt haben, wie zum Beispiel, dass er Messias sei, Jesus sei und von ihm geschickt wurde. Auch soll Gott mit ihm sprechen und auch Engel und Teufel. Er bekomme Nachrichten über den Himmel, über Wolken und Regen. 

Er habe kein Problem damit für die Tat hingerichtet zu werden. Auch die Gefängnispsychologin und der Psychiater des Vollzugskrankenhauses waren sich bei Issa L. nicht ganz sicher. 

Gutachter Winckler meint, der Schwertmörder soll in eine Psychiatrie gebracht werden. Wenn es Probleme zwische Issa L. und seinem Ex-Mitbewohern gegeben haben soll - egal welcher Natur - dann sei der Mord nicht anderes als Selbstjustiz. 

Sollte er sich die Geschichte mit der Vergewaltigung in seinem krankhaft gestörten Realitätsbezug nur eingebildet haben, sei der Mann nur vermindert schuldfähig. Der Prozess wird demnächst fortgesetzt.

Schwertmord-Prezess in Stuttgart: Tochter des Opfers sagt aus 

Update vom 13. Mai: Im Mordprozess in Stuttgart Fasanenehof wurden nun weitere Zeugen gehört - unter anderen auch die 12-jährige Tocher des Opfers. Es war eine grausame Tat die viele Menschen in Stuttgart erschüttert hat. Und genau diese Tat musste die damals 11-Jährige aus nächster Nähe mitansehen. Aber was genau sah das Mädchen von der Tat und vor allem was habe sie an Gesprächen VOR der Tat mitangehört? 

Die Vernhemung wurde in einem separatem Raum durchgeführt und per Videocall in den Gerichtssaal in Stuttgart übertragen. Damit wollte man das Kind schützen und ihr die Begengung mit dem Mörder ihres Vaters ersparen. Das Mädchen war die einzige, die die Tat aus nächster Nähe mitangesehen hat. 

Schwertmord-Prozess in Stuttgart: "Na, was will ich wohl?"

Wie die StN.de berichtet soll die 12-Jährige ausgesagt haben, dass sie mit ihrem Vater von der Stadtbahn kamen und bereits auf dem Weg den Täter gesehen haben. "Wir kamen von der Stadtbahn, da habe ich den Typen schon von Weitem gesehen", sagte das Kind. Daraufhin habe ihr Vater sie hinter sich geschoben und gesagt, sie solle stehenbleiben. "Dann ist er auf den Mann zugegangen."Ihr Vater habe den Mann gefragt, was er hier wolle. Darauf habe der Mann in aggressivem Ton gesagt: "Na, was will ich wohl?

Und dann sei der Angeklagte mit dem Schwert auf ihren Vater losgegangen. "Ich habe das Blut auf dem Arm gesehen, weil Vater den ersten Schwerthieb abgeblockt hat", so das Mädchen. Dann sei sie sofort weg gerannt. In der Zwischenzeit hat der Schwert-Mörder immer wieder auf das 36-jährige Opfer mit dem Schwert eingeschlagen und eingestochen - bis der Vater des Mädchens regungslos in seinem Blut lag. 

Schwert-Mord-Prozess in Stuttgart: Doch kein Mord? Suche nach Motiv

Update vom 7. Mai: Seit gestern wird der Schwertmord-Prozess in Stuttgart fortgesetzt. Bislang fehlt immer noch das Motiv für die schreckliche Tat in Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof. Klar ist: der Täter hatte sich offenbar auf die Tat vorbereitet, denn er ging am 31. Juli 2019 in ein Geschäft und kaufte sich dort die Tatwaffe. Der Verkäufer wird im Prozess als Zeuge aufgeführt. 

Laut der Anklageschrift griff der Angeklagte etwas später das Opfer mit dem Schwert an und stach mehrmals zu, bis er das Opfer letztendlich tötete. Die 11-jährige Tochter des getöteten 36 Jahre alten Familienvaters musste die schreckliche Tat mitansehen. Deshalb plädiert die Staatsanwaltschaft auf "Heimtückischen Mord" - was könnte es auch anderes sein? Denn der Angeklagte geht kurz vor der Tat in ein Geschäft und kauft sich die Tatwaffe, warten auf das Opfer vor seiner Haustür, um es dann kaltblütig zu ermorden. Doch so einfach ist die Sachlage nicht. 

Stuttgart: Zeugin beobachtet Schwert-Mörder beim Warten auf das Opfer 

Eine Zeugin sagt aus: "Ich habe ihn (Angeklagter) vom Balkon aus unten auf einem Betonblock sitzen sehen – so als, ob er auf jemanden wartet." Weiterhin beschreibt sie einen langen Gegenstand, den der Angeklagte bei sich gehabt haben soll. "Ein Werkzeug, dachte ich", berichtete die Augenzeugin. Dann habe die Frau Geschrei gehört, das immer lauter geworden sei. Davon berichten auch weitere Zeugen im Prozess um den Schwert-Mörder. 

Laut StN.de könnte sich die Verteidigung genau das zum Vorteil auslegen. Denn offenbar kam es vor der Tat zu einem Streit zwischen dem Angeklagten und dem 36-jährigen Opfer. In dieser Zeit müsste der Familienvater das Schwert gesehen haben - daher könnte man nicht mehr von einem "Heimtückischen Mord" sprechen. In so einem Fall wäre es Totschlag. Möglicherweise kommt es aber auch zu keiner Verurteilung - wenn der psychische Zustand des Angeklagten für so labil erklärt wird, dass er als schuldunfähig gelten könnte.

Prozess in Stuttgart: Ist Schwert-Mörder psychisch krank? 

Ob der Angeklagte schuldfähig, oder psychisch krank sei, wird mit einem psychiatrischen Gutachten festgestellt. Zum Prozessbeginn stellte die Verteidigung ein Ablehnungsantrag für ein psychiatrisches Gutachten, da der Angeklagte sich nicht zu der Tat äußern wolle. Das Gericht entschied, dass dieser Antrag unbegründet sei. So soll ein Gutachter mit dem Angeklagten gesprochen haben. 

Um sich ein genaures Bild vom psychischen Zustand des Angeklagten machen zu können, spricht der Gutachter nun mit weiteren Zeugen im Prozess um den Schwert-Mörder. So soll ein Bekannter aus der Asylunterkunft ausgesagt haben, dass der Täter mehrmals seltsame Dinge erzählt habe. "Ihm sei gesagt worden, er, (der Angeklagte) sei der Messias", so der Zeuge. 

Schwert-Mord-Prozess in Stuttgart: Vergewaltigung als mögliches Tatmotiv? 

Weiterhin fragte der Gutachter, ob der Täter jemals etwas von einem "russischen Hund" oder einer Vergewaltigung erzählt habe? Denn dem Gutachter gegenüber muss der Angeklagte erzählt haben, dass er von dem Opfer und seinen Freunden unter Drogen gesetzt und vergewaltigt worden sei. Davon schien der Bekannte des Schwert-Mörders jedoch nichts zu wissen. 

Ist die vermeitliche Vergewaltigung das Tatmotiv des Schwert-Mörders, oder eine Einbildung eines psychisch Labilen? Letztendlich wird das Gericht darüber entscheiden müssen. Der Prozess wird am 12. Mai fortgesetzt. 

Stuttgart: Angeklagter Schwert-Mörder macht von besonderem Recht Gebrauch

Update vom 6. Mai: Der angeklagte Schwert-Mörder wird sich nicht vor dem Landgericht in Stuttgart äußern. Das erklärten seine Verteidiger am zweiten Verhandlungstag. Der 31 Jahre alte Angeklagte hatte im vergangenen Sommer auf seinen ehemaligen Mitbewohner immer und immer wieder mit einem Samuraischwert eingestochen und ihn letztlich vor den Augen vieler Passanten in Stuttgart-Fasanenhof getötet.

Den Befangenheitsantrag gegen den psychiatrischen Gutachter lehnte das Landgericht in Stuttgart indes ab. Dem SWR zufolge begründete der vorsitzende Richter das damit, dass der Psychiater bei seiner Befragung des angeklagten Schwert-Mörders auf dessen Schweigerecht hingewiesen und der daraufhin auch nichts mehr zu dem Psychiater gesagt habe.

Schwert-Mord in Stuttgart: Auswertung illegal geteilter Videos unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Das Gericht in Stuttgart versucht jetzt, den Tathergang zu klären. Mittels illegal geteilter Videos von der Tat aus den sozialen Netzwerken. Das soll aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschehen. Der Grund: Der vorsitzende Richter befürchtet, dass es sonst zu Tumulten im Gerichtssaal kommen könnte.

Stuttgart: Prozess um Schwert-Mörder unterbrochen - Verteidiger stellten Antrag

Update vom 17. April: Bereits kurz nach Beginn ist der Stuttgarter Mordprozess um eine tödliche Attacke mit einem Samuraischwert unterbrochen worden. Der Grund: Die Verteidiger des Angeklagten stellten am Freitag einen Befangenheitsantrag gegen den psychiatrischen Gutachter. Über den Antrag will die Kammer bis zum nächsten Verhandlungstag Anfang Mai entscheiden.

Der Prozess in Stuttgart findet wegen der Corona-Auflagen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Der angeklagte 31-Jährige soll seinen früheren Mitbewohner auf offener Straße mit einem Samuraischwert getötet haben. Der Angeklagte kündigte am Freitag an, zu den Vorwürfen schweigen zu wollen.

Prozessbeginn in Stuttgart: Ist der Stuttgarter Schwert-Mörder schuldfähig?

Update vom 15. April: Schreckliche Szenen spielten sich im Sommer vergangenen Jahres in Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof ab. Ein Mann ermordete seinen Ex-Mitbewohner kaltblütig mit einem Samurai-Schwert auf offener Straße, vor den Augen zahlreicher Menschen, unter anderem auch der damals 11-jährigen Tochter des Opfers

Der mutmaßliche Täter lauert am späten Nachmittag des 31. Juli 2019 seinem Opfer, in einem Wohnviertel, in dem die beiden noch wenige Wochen zuvor zusammengewohnt hatten, auf. Es kommt zu einem Streit. Dann zieht der Täter ein Samurai-Schwert und sticht auf offener Straße auf das 36-Jahre alte Opfer ein - immer und immer wieder. Eine mutige Frau hält sogar an und versucht den Mann zu stoppen - doch vergeblich. Das Opfer stirbt noch vor Ort an den schweren Verletzungen. Nach der Bluttat flieht der Täter. Der Mann wird noch am selben Abend festgenommen. 

Am Freitag, 17. April, um 9.15 Uhr soll der Prozess  vor dem Stuttgarter Landgericht beginnen und mindestens bis Ende Mai dauern, berichtet stuttgarter-zeitung.de. Ein Gutachter soll im Laufe des Verfahrens die Schuldfähigkeit des Angeklagten einschätzen. Ein Sachverständiger soll bereits ein vorläufiges psychiatrisches Gutachten übersandt haben. Ob und inwieweit der mutmaßliche Schwert-Mörder sich gegenüber dem Experten geäußert hat, ist bisher noch unklar.

Auch zum Motiv ist bislang noch nicht viel bekannt. Die Staatsanwaltschaft teilte mit: "In der Gesamtschau der Ermittlungsergebnisse dürfte das Motiv am ehesten im zwischenmenschlichen Bereich zu suchen sein." Viele der zahlreichen Zeugen werden vor dem Stuttgarter Landgericht gegen den Angeklagten aussagen. 

Stuttgart: Mann auf offener Straße erstochen - Schwert-Mörder kommt vor Gericht

Update 13. Februar: Im Sommer des vergangenen Jahres sorgte ein besonders brutaler Mord in Stuttgart für Aufsehen. Auf offener Straße ermordete ein 30-Jähriger seinen ehemaligen Mitbewohner im Stadtteil Fasanenhof. Schnell verbreiteten sich Videos der Tat im Netz. Die Polizei suchte den Täter mit einem Hubschrauber und konnte den Tatverdächtigen noch am Abend festnehmen.

Nach Schwert-Mord in Stuttgart: Termin für Prozessauftakt steht

Ab dem 20. März muss sich der Mann nun vor dem Stuttgarter Landgericht wegen des Mordes an dem 35-Jährigen verantworten. Wie stuttgarter-nachrichten.de berichtet, wurde dieAnklageschrift der Staatsanwaltschaft vollständig zugelassen.

Was den 30-jährigen Mann zu der Tat getrieben hat, haben weder die Staatsanwaltschaft noch das Landgericht bisher verraten. Am wahrscheinlichsten ist aber laut der Staatsanwaltschaft, dass dasMotiv im persönlichen Bereich zu finden ist.

Stuttgart: Gericht bestellt psychiatrischen Gutachter für Schwert-Mörder - Prozessauftakt

Für das Verfahren sind zehn Verhandlungstage angesetzt. Zusätzlich zu den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft soll ein psychiatrischer Sachverständiger ein Gutachten über den Angeklagten erstellen.

Auch in Güglingen bei Heilbronn wird weiter über die Hintergründe  des schrecklichen Familien-Dramas gerätselt. Ein 15-Jähriger wurde vermutlich von seinem Bruder erstochen. In Adelsheims in der Nähe von Heilbronn, kam ein 20-Jähriger mit dem Schrecken davon. Auf dem Heimweg wurde der junge Mann mit einem Messer angegriffen und verletzt.

Stuttgart: Mann auf offener Straße erstochen - Tatverdächtiger gefasst

Ursprungsmeldung 1. August: Bei einer Auseinandersetzung ist ein 36 Jahre alter Mann am Mittwochabend in Stuttgart auf offener Straße erstochen worden. Die Tatwaffe sei ein "schwertähnlicher Gegenstand", wie ein Polizeisprecher sagte. Medienberichte, wonach es sich dabei um eine Machete handeln soll, bestätigte der Sprecher nicht. Trotz sofortiger Rettungsversuche starb das Opfer.

Stuttgart: Polizei sucht Täter mit Hubschrauber - am Abend folgt eine Festnahme

Der mutmaßliche Täter soll anschließend mit dem Fahrrad geflüchtet sein. Die Polizei suchte unter anderem mit einem Hubschrauber nach ihm. Am späten Abend nahmen die Beamten einen Tatverdächtigen fest. Hintergründe zur Tat und den Beteiligten waren noch nicht bekannt.

Die Tat ereignete sich im Stadtteil Fasanenhof südlich von Stuttgart. Der Fasanenhof liegt direkt an der Autobahn 8 und der Bundesstraße 27. Rund um den Tatort stehen viele mehrgeschossige Wohnhäuser.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema