32-Jähriger erliegt seinen Verletzungen

Stuttgart: Polizei erschießt Mann - Ermittler konnten noch nicht mit der Mutter sprechen

Stuttgart: Polizei erschießt bewaffneten Mann - Zeugenbefragung läuft
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Der 32-Jährige baut einen Unfall. Als die Polizei eintrifft, greift er an - und wird erschossen.
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In Stuttgart erschießen Polizisten einen Mann. Er griff sie mit einem Schwert an. Die Polizei ermittelt weiter. Die Mutter des Toten konnte noch nicht befragt werden.

○ Mann baut in Stuttgart einen Verkehrsunfall.
○ Fahrer und Mutter werden auf der Flucht von der Polizei gestellt.
○ Mann greift Polizei an und wird erschossen.

Stuttgart: Weitere Zeugen werden zu Schüssen auf Mann befragt

Update 1. Januar 2020: Noch wird im Fall des von Polizisten erschossenen Mannes ermittelt. Er hatte in Stuttgart-Vaihingen einen Unfall gebaut und war danach geflüchtet. Als die Polizei ihn stellen wollte, ging er mit einem Schwert auf sie los. Die Beamten schossen auf ihn. Wenig später erlag er seinen Verletzungen.

Noch laufen die Zeugenbefragungen zu dem Vorfall, berichtet die Stuttgarter Zeitung. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand war. Anscheinend haben die Polizisten zuerst versucht ihn durch Schüsse auf die Beine zu stoppen. Als das nicht gelang, haben sie auf den Brustkorb gezielt.

Zwar wurden bereits Zeugen befragt, doch die Mutter des Mannes, die bei dem Vorfall dabei gewesen war, konnte noch nicht befragt werden. Sie wurde bei dem Unfall auch verletzt. Die Ermittler erhoffen sich von ihrer Aussage weitere Informationen über die Hintergründe zum Verhalten des Mannes.

Stuttgart: Mann wird von Polizisten erschossen - Ermittlungen dauern an

Update 30. Dezember: Nach den Schüssen auf einen Mann in Stuttgart gehen die Ermittlungen weiter. Zeugen werden befragt.

Am Samstag hatten Polizeibeamte auf einen Mann geschossen, der auf sie mit einem Schwert zuging. Wenig später erlag er seinen Verletzungen im Krankenhaus.

Stuttgart: Kein Schusswaffengebrauch in Heilbronn seit drei Jahren

Der Schusswaffengebrauch bei Polizisten ist äußerst selten. "Beim Polizeipräsidium Heilbronn war in den vergangenen drei Jahren kein einziger Schusswaffengebrauch nötig", erklärt Rainer Köller., Pressesprecher der Polizei Heilbronn. Nur wenn nach einem Wildunfall Tiere von ihren Qualen erlöst werden müssen, habe die Polizei die Schusswaffe eingesetzt.

Im Polizeigesetzt ist genau geregelt wann die Beamten von der Schusswaffe Gebrauch machen dürfen. "Ein Schuß, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tödlich wirken wird, ist nur zulässig, wenn er das einzige Mittel zur Abwehr einer gegenwärtigen Lebensgefahr oder der gegenwärtigen Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der körperlichen Unversehrtheit ist", heißt es in einem Paragraphen. Die Polizisten ziehen also nur im äußersten Notfall die Waffe. Vor allem dürfen sie dann keine anderen Personen gefährden.

Ob im Stuttgarter Fall alles nach Vorschrift ablief wird nun weiter geprüft.

Weitere Polizeimeldungen aus Heilbronn und der Region

InHeilbronn ersticht ein Mann seine Frau aus Eifersucht. Die sieben Kinder der Familie stehen nun ohne Eltern da. In Stuttgart wird zur Zeit eine Seniorin vermisst. Sie lebt in einer Senioreneinrichtung.

Update 28. Dezember, 17.00 Uhr: Verkehrsunfall, Flucht, Schüsse - der Samstag startete in Stuttgart-Vaihingen dramatisch! Aber: Was ist passiert?

Hintergründe: Polizei erschießt Mann nach Schwert-Angriff 

Polizisten haben in Stuttgart einen 32-jährigen Autofahrer erschossen, der eine Streife nach einem Unfall mit einem Schwert bedroht hatte. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilten, soll der Mann mit dem Schwert auf einen Beamten und seine Kollegin zugegangen sein und sie bedroht haben, als diese ihn ansprachen. Weil der Angreifer nicht mit Pfefferspray gestoppt habe werden können, hätten beide Beamte geschossen. Der 32-Jährige sei mehrmals getroffen worden. Er starb kurz darauf in einem Krankenhaus an den Schussverletzungen.

Der Mann aus dem Zollernalbkreis war mit seiner 69-jährigen Mutter unterwegs gewesen. Sie wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. "Die Herkunft der Verletzungen ist derzeit noch nicht geklärt", hieß es von der Polizei. Ersten Erkenntnissen der Ermittler zufolge war der 32-Jährige psychisch krank. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden sie zwei Gaspistolen, eine Armbrust und ein weiteres Schwert. Für den Sonntag wurde eine Obduktion seiner Leiche anberaumt.

So lief der Schwert-Angriff auf die Polizei ab

Bevor es zu den folgenschweren Schüssen kam, war der 32-Jährige aufgrund seiner unsicheren Fahrweise Passanten aufgefallen. Sie verständigten die Polizei, nachdem er Fußgänger gefährdet hatte. Er soll zudem als Falschfahrer in einen Kreisverkehr gefahren sein und Verkehrseinrichtungen sowie eine Gebäudewand gestreift haben. Dann prallte sein Wagen frontal gegen eine Litfaßsäule.

Als die alarmierte Polizeistreife am frühen Samstagmorgen am Unfallort eintraf, hatten sich der 32-Jährige und seine Mutter schon zu Fuß davon gemacht. Nach etwa 100 Metern holten die Polizisten die beiden ein. Bei der Ansprache habe der Mann die Streife unvermittelt mit dem Schwert mit einer 70 Zentimeter langen Klinge bedroht und sei auf sie zugegangen. "Nachdem er den Anweisungen, die Waffe abzulegen, keine Folge leistete und auch ein anschließender Pfeffersprayeinsatz nicht zur Beendigung des Angriffs führte, machten die Polizeibeamtin und ihr Kollege von der Schusswaffe Gebrauch", hieß es im Polizeibericht. Die Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Nach tödlichen Schüssen: Polizeigewerkschaft macht sich für Einsatz von Tasern stark

Im vergangenen Jahr erschossen Polizisten in Deutschland elf Menschen. Im Jahr 2017 hatte die Deutsche Hochschule der Polizei in Münster 14 Fälle von tödlichem "Schusswaffengebrauch gegen Personen" gezählt. Als Reaktion auf die tödlichen Schüsse hat die Deutsche Polizeigewerkschaft erneut die Ausrüstung jeder Streife mit einem Distanz-Elektroimpulsgerät (Taser) gefordert. 

"Zwischen der Hiebwaffe, dem Pfefferspray und der Schusswaffe fehlt der Polizei ein wichtiges und aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft unverzichtbares Einsatzmittel", sagte Ralf Kusterer, Vize-Bundesvorsitzender und Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft Baden-Württemberg.

Vaihingen: Tödliches Drama beginnt mit einem Verkehrsunfall

Ursprungstext vom 28. Dezember: Am frühen Samstagmorgen gegen 00:40 Uhr gab es in Stuttgart-Vaihingen nach einer Verkehrsunfallflucht Schüsse. Ein Polizist musste seine Schusswaffe nutzen. Dabei wurde ein 32-jähriger Mann getötet. Den bisherigen polizeilichen Ermittlungen zufolge war der Mann mit seinem silberfarbenen Kleinwagen kurz zuvor aufgrund seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen, als er aus Richtung Stuttgart-Möhringen kommend auf der Möhringer Landstraße unterwegs war. 

Anschließend fuhr er entgegen der Fahrtrichtung in den Kreisverkehr an der Kreuzung "Am Wallgraben" ein, streifte Verkehrseinrichtungen und eine Gebäudewand und prallte schließlich auf Höhe der Wörthstraße frontal auf eine Litfaßsäule. Dann wurde es tragisch. 

Drama in Vaihingen: Mann zückt Waffe, Polizei schießt

Zeugen hatten unterdessen die Polizei verständigt. Als die Streifenbesatzung eintraf und den 32-Jährigen sowie seine mutmaßliche Beifahrerin stellte, als diese gerade zu Fuß flüchten wollten, passierte es. Als der Mann von der Polizei angesprochen wurde, griff er den Polizeibeamten und seine Kollegin unvermittelt mit einem schwertähnlichen Gegenstand, der eine ca. 70 cm lange Klinge hatte, an. 

Die Polizei versuchte es zunächst mit Pfefferspray, aber ohne Erfolg. Deshalb zogen beide Beamten ihre Schusswaffe - und drückten ab, um den Angreifer zu stoppen! Der 32-Jährige erlitt dabei Schussverletzungen, an denen er kurze Zeit später in einem Krankenhaus verstarb. Die Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. 

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