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Stuttgart: Veranstaltungs- und Eventbranche in der Krise - Erneute Kundgebung

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Die Veranstaltungs- und Eventbranche befindet sich wegen Corona in einer üblen Krise. In Stuttgart gehen Menschen deshalb erneut auf die Straße. 

  • Großveranstaltungen sind wegen des Coronavirus untersagt - die Eventbranche bangt um ihre Existenz. 
  • In Stuttgart gehen die Menschen erneut auf die Straße. 
  • Die Lage der Veranstaltungs- und Eventbranche weiterhin angespannt. 

Stuttgart: Veranstaltungsbranche geht erneut auf die Straße

Update vom 12. August: Die baden-württembergische Veranstaltungsbranche bangt weiterhin um ihre Zukunft. Denn das Coronavirus und dazugehörigen Corona-Auflagen haben die Branche hart getroffen. Deswegen gehen heute erneut Menschen in Stuttgart auf die Straße, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Die heutige Kundgebung ist bereits die zweite Demo der Veranstaltungs-, Event- und Schaustellerbranche in Stuttgart.

Die Existenz vieler Unternehmen seien akut bedroht, sagte Patrick Fischer von Dosoni-Veranstaltungstechnik, der heute in Stuttgart als Mitorganisator einer Kundgebung auftritt. 

Nach ersten Kundgebung in Stuttgart - Hilfe in Millionenhöhe für Veranstaltungs- und Eventbranche

Nach der ersten Kundgebung Ende Juli hatte die baden-württembergische Landesregierung ein Hilfsprogramm für Unternehmen und Selbstständige des Schaustellergewerbes, der Veranstaltungs- und Eventbranche sowie des Taxigewerbes in Form eines Tilgungszuschusses beschlossen. "Die Eventbranche trägt mit ihrem Engagement zum reichhaltigen kulturellen und gemeinschaftlichen Leben in unserem Land bei. Die Betriebe sind durch das Verbot von Großveranstaltungen mit am härtesten von der Corona-Krise betroffen. Die größte finanzielle Belastung für viele sind Tilgungsraten für Kredite", erklärte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. 

Doch die bisherigen Hilfen der Regierung scheinen nicht zu greifen. Meist mittelständisch geprägten Unternehmen sei damit nicht geholfen. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt erwartet der Veranstalter bis zu 350 Teilnehmer. Von nun an soll bis in den September wöchentlich demonstriert werden, wie das Deutsche Presseportal (dpa) berichtet.

Nach Protest und Verkehrschaos in Stuttgart: Kommt jetzt die Rettung für Schausteller?

Update vom 24. Juli: "Keine Volksfeste! Kein Überleben! Keine Zukunft!" Es ist einer der Sätze, die am Donnerstag in Stuttgart auf Demo-Plakaten zu lesen waren und die Angst der Schausteller deutlich machen. Nach Schätzungen des Landesverbands der Schausteller beteiligten sich rund 1200 Teilnehmer an dem Protest. Das teilte die Deutsche Presse-Agentur mit. 

Jetzt gibt es Hoffnung für die Schausteller – die Politik hat finanzielle Unterstützung zugesagt. Mit einem millionenschweren Förderpaket des Landes Baden-Württemberg sollen die angeschlagenen Schausteller trotz der Corona-Auswirkungen über die Runden kommen. 

Nach Protest in Stuttgart: Hilfe in Millionenhöhe für Schausteller geplant

Insgesamt geht es um 92 Millionen Euro für Schausteller, Taxifahrer und die Eventbranche. Davon sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut den Schaustellern 47,2 Millionen Euro zu. Am kommenden Dienstag soll die Kabinettsvorlage beschlossen werden. 

36,5 Millionen Euro sollen den Veranstaltern von Messen, Ausstellungen und Kongressen zur Verfügung gestellt werden, 7,5 Millionen Euro sollen den Taxiunternehmen über die Corona-Krise helfen. 

Folgt nach der Demonstration in Stuttgart die Rettung für Schausteller?

Außerdem ist geplant, Unternehmen mit einem direkten Zuschuss zu den Tilgungsraten für Kredite zu unterstützen. "Jetzt müssen sie aber auch liefern", sagte Mark Roschmann, der Landesvorsitzender der Schausteller, gegenüber dpa. Trotzdem zeigte er sich zufrieden mit dem Vorschlag der Politik

Der Protestzug der Schausteller hatte am Donnerstag ein Verkehrschaos in der Landeshauptstadt Stuttgart verursacht. 

Update vom 23. Juli, 17.45 Uhr: Mehr als 1000 Menschen protestierten heute in der Stuttgarter Innenstadt gegen die strengen Corona-Auflagen. Bei der Demo fuhren hunderte Schausteller durch die Innenstadt und legten den Verkehr lahm. Der Protestzug führte über die König-Karl-Brücke, die B14, den Charlottenplatz bis hin zum Planietunnel und zur Friedrichstraße. Dann ging es weiter zum Arnulf-Klett-Platz. Von dort über die Heilbronner Straße über den Pragsattel und wieder zurück nach Bad Cannstatt. Verkehrsteilnehmer wurden gebeten, das Stadtgebiet zu meiden, berichtet stuttgarter-zeitung.de.

Stuttgart: Demo! Schausteller gegen Corona-Auflagen - Korso geplant

Erstmeldung vom 23. Juli, 9 Uhr: Das Coronavirus hat den Alltag in Baden-Württemberg und in ganz Deutschland völlig auf den Kopf gestellt. Als Eindämmungsmaßnahme mussten Clubs, Bars und Restaurants für Wochen geschlossen werden. Langsam scheint sich die Lage jedoch zu beruhigen. Die Zahl der Neuinfektionen hält sich in Baden-Württemberg in Grenzen.

Aufgrund dessen lockerte die Landesregierung die Corona-Verordnung. Restaurants, Eisdielen und vieles mehr, durften unter Auflagen wieder öffnen. Aber nicht jede Branche hatte so viel Glück. Da alle Volksfeste wegen Covid-19 abgesagt werden mussten, schauen viele Schausteller und Markthändler in die Röhre. 

Protest in Stuttgart: Schausteller demonstrieren gegen Corona-Auflagen

Mit einem Protestzug durch die Stadt Stuttgart und einer Kundgebung wollen Schausteller aus dem ganzen Land heute gegen die strengen Corona-Auflagen demonstrieren. Rund 1000 von ihnen werden erwartet. Wann und wo findet die Demo statt? Um 12.30 Uhr soll sich der Korso aus etwa 600 Fahrzeugen bestehen vom Cannstatter Wasen, dem Schauplatz der jährlichen großen Volksfeste, in Richtung der Innenstadt in Bewegung setzen.

Auf dem Cannstatter Wasen versammeln sich aktuell rund 1000 Teilnehmer zu einer Großkundgebung. Diese werden nachher im Korso durch die Stadt zum Karlsplatz fahren!

Erst vor Kurzem demonstrierten Tausende Menschen in Stuttgart und auf dem Cannstatter Wasen gegen die geltende Corona-Verordnung. 

Protest gegen Corona-Auflagen in Stuttgart: "Die Corona-Auflagen kämen einem Berufsverbot gleich"

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat nach Schätzungen des Schaustellerverbandes im Südwesten etwa jeder fünfte Unternehmer in der Branche aufgegeben. "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand", sagte der baden-württembergische Verbandsvorsitzender Mark Roschmann im Vorfeld des Protests. Die Corona-Auflagen kämen einem Berufsverbot gleich. 

Sorgen bereite den Schaustellern angesichts des Verbots von Großveranstaltungen vor allem die noch ausbleibende Perspektive für die Herbstfeste und Weihnachtsmärkte. Zur Kundgebung hat sich auch die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) angesagt. 

Rubriklistenbild: © Pixabay Symbolbild

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