Die Sicht von Daimler-Chef Ola Källenius

Daimler-Chef äußert sich zu Coronavirus-Epidemie

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Daimer-Chef Ola Källenius spricht über die Coronavirus-Epidemie im Zusammenhang mit der Wirtschaft.
  • Violetta Sadri
    vonVioletta Sadri
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Auch Daimler bekommt die Folgen des Coronavirus zu spüren. Nun äußerte sich Konzern-Chef Ola Källenius dazu.

  • Der Daimler-Chef Ola Källenius äußert sich zu der Coronavirus-Epidemie.
  • Er warnt vor einer wirtschaftlichen Abschottung.
  • Die Daimler-Produktion in China soll nun allmählich wieder anlaufen.

Stuttgart: Daimler-Chef Ola Källenius äußert sich zu Coronavirus-Epidemie

Das Coronavirus beschäftigt derzeit die ganze Welt. Die Zahl der Infizierten steigt rasant. Auch in Baden-Württemberg sind schon über 100 Fälle bekannt. Das bekommen nicht nur Menschen in der Medizin in Form von Engpässen bei Desinfektionsmittel und Schutzkleidung zu spüren, auch internationale Unternehmen bemerken die Folgen der Epidemie. 

Der Daimler-Chef Ola Källenius warnt derzeit vor einer Rückkehr zu wirtschaftlichem Nationalismus im Zusammenhang mit der Coronavirus-Welle. "Solche Ereignisse machen immer wieder klar, wie anfällig globale Lieferketten sind", sagte Källenius gegenüber dem Spiegel. "Aber eine Welt ohne globale Arbeitsteilung wäre eine weniger erfolgreiche", fügt er hinzu.

Stuttgart: Daimler-Chef Ola Källenius ist für mehr Sicherheit in der Lieferkette

Källenius fände es auch falsch, wenn jedes Land künftig für sich wirtschaften würde, berichtet die dpa. Seiner Meinung nach hängt der heutige Erfolg von der weltweiten Vernetzung aus den vergangenen Jahrzehnten ab. Das solle man verteidigen und gleichzeitig Schwachstellen prüfen, wo man mehr Sicherheit in der Lieferkette schaffen könnte.

Nach den verlängerten Neujahrsferien in China aufgrund der Coronavirus-Epidemie fährt Daimler die Produktion allmählich wieder hoch. In einer Sache ist Källenius sich sicher: Die Corona-Krise werde bei Daimler Spuren hinterlassen. "Wie groß am Ende die Auswirkungen sein werden, können wir heute nicht absehen, aber klar ist: Sowohl die Produktion als auch der Verkauf werden beeinträchtigt sein." Auch Lidl reagiert auf die Coronavirus-Epidemie und will Mitarbeiter und Kunden schützen. 

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