Mega-Rückrufaktion!

Wegen Brandgefahr ruft Daimler Mercedes-Modelle zurück - Ursache bekannt 

+
Wegen erhöhter Brandgefahr hat Daimler einen Rückruf für weltweit rund 298.000 Mercedes-Modelle mit Dieselmotor gestartet.
  • schließen
  • Violetta Sadri
    Violetta Sadri
    schließen
  • Melissa Sperber
    Melissa Sperber
    schließen

Der Stuttgarter Autokonzern Daimler ruft deutschlandweit 105.000 Mercedes-Modelle zurück. Es besteht erhöhte Brandgefahr. Ein möglicher Kurzschluss kann einen Brand im Motor auslösen.  

  • Bei Daimler sollen angeblich 15.000 Stellen abgebaut werden. 
  • Der Sparplan von Daimler beinhaltet unter anderem Stellenabbau, niedrigere Prämien und Reduktion der Materialkosten.
  • Jetzt ruft der Stuttgarter Autokonzern Mercedes-Modelle zurück. 

Daimler: Brandgefahr bei Mercedes-Modellen - Das ist die Ursache 

Update vom 14. Februar: Daimler ruft mehrere Mercedes-Modelle mit Dieselmotoren zurück. Der Grund: Erhöhte Brandgefahr! Aber was ist die Ursache für die Brandgefahr der aktuellen Mercedes-Modelle? Laut kfz-rueckrufe.de könnten leitfähige Verbindungen in der Stromschiene durch elektrochemische Vorgänge entstehen. Diese Schiene überträgt wie ein besonders dickes Kabel elektrische Ströme von Starter und Generator. 

Gelangt salzhaltiges oder verschmutztes Wasser von der Frontscheibe in das Bauteil, könnte das Kunststoffmaterial in Verbindung mit dem Stromfluss, sich stark erhitzen. Das heißt: Es entsteht ein Kurzschluss und im schlimmsten Fall droht Brandgefahr im Motor. 

Daimler: Brandgefahr bei Mercedes-Modellen - Große Rückrufaktion

Update vom 13. Februar: Wegen erhöhter Brandgefahr hat Daimler einen Rückruf für weltweit rund 298.000 Mercedes-Modelle mit Dieselmotor gestartet. Allein in Deutschland sind über 105.000 Fahrzeuge der E-Klasse und CLS betroffen. 

Stuttgart Daimler: Mercedes-Modelle 213, 238 und 257 betroffen 

Der Hersteller ruft demnächst Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum Juli 2015 bis Oktober 2019 in die Partnerwerkstätte zurück. Es geht um die Baureihen 213, 238 und 257 mit den Motoren "OM642", "OM654" und "OM656".

Die Partnerwerkstätte modifizieren die betroffenen Fahrzeuge und beseitigen die erhöhte Brandgefahr. Der Rückruf hat den internen Code "1590007" und dauert etwa eine Stunde, wie der Focus.de berichtet. Kundenfragen beantwortet die Hotline unter der Rufnummer 00800/12777777.

Stuttgart: Kretschmann-Klartext zu Daimler - doch keine Krise?

Update vom 12. Februar: Stellenstreichungen, niedrigere Prämien für Mitarbeiter, Aussortierung von Modellen - mit diesen Maßnahmen will der Stuttgarter Autobauer Daimler kräftig auf die Sparbremse treten. Doch kann man deshalb von einer "Krise" sprechen? Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht das überhaupt nicht so!

Denn: Eine Ursache für die Gewinn-Rückgänge bei Daimler sei, dass der Stuttgarter Autobauer in neue Technologien investiere, so Kretschmann. Wie der SWR berichtet, gehe Kretschmann nicht davon aus, dass Daimler in eine Krise gerate. Ebenso sehe er im Gewinneinbruch "keine Anzeichen für einen wirtschaftlichen Abschwung im Land". 2019 konnte Daimler deutlich weniger Gewinn erwirtschaften als noch 2018 - 2,7 Milliarden Euro blieben nach Abzug aller Steuern übrig, 2018 waren es noch fast acht Milliarden Euro gewesen.

Daimler in der Krise: Stellenstreichungen, niedrigere Prämien, Aussortierung von Modellen 

Update vom 11. Februar, 11 Uhr: Daimler-Mitarbeiter könnten über die Höhe der Prämie wenig erfreut sein. Der Konzern hat bekannt gegeben, dass die Beschäftigten eine geringere Prämie als in den Vorjahren erhalten. Grund dafür soll der erneute Gewinneinbruch des Autobauers sein. Die 130.000 Tarifbeschäftigten erhielten in den Vorjahren eine Anerkennungsprämie von 4965 Euro. 

Diese fällt 2020 nun deutlich geringer aus mit 500 Euro. Dazu kommt eine Ergebnisbeteiligung von 597 Euro. Die Ermittlung der Prämie erfolgt durch eine Berechnungsformel, die den Gewinn von Zinsen, Steuern und Umsatzrendite miteinander verknüpft. Der operative Gewinn ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 61 Prozent auf rund 4,3 Milliarden Euro eingebrochen.

Gewinneinbruch bei Daimler: Materialkosten sollen gesenkt werden

Unter dem Strich bleiben für 2019 gerade einmal 2,4 Milliarden Euro übrig - 2018 war es dreimal so viel. Daimler konnte den Umsatz mit 172,7 Milliarden Euro zwar noch leicht ausbauen, hohe Kosten fressen aber einen Großteil wieder auf, berichtet die dpa. Daimler muss nicht nur in den Anlauf der Elektroauto-Produktion und in die Entwicklung teurer Zukunftstechnologien investieren, auch die Rechnung für die Altlasten aus der Dieselaffäre ist immer länger geworden. 

Die Behörden warfen Daimler vor, in diversen Diesel-Modellen eine unzulässige Abschalteinrichtung in die Steuerung der Abgasreinigung eingebaut zu haben. Der Autobauer bestreitet dies, hält sich aber an die Rückrufe. So hat Daimler schon bei hunderttausenden Fahrzeugen Software-Updates installiert.

Sparpaket für Daimler: Chef Källenius findet klare Worte

"Vor allem erhebliche Sonderbelastungen beeinträchtigten unsere Finanzergebnisse im vergangenen Jahr", betonte Daimler-Chef Ola Källenius. Schon nach seinem Amtsantritt im Mai hat der Schwede deshalb die Erwartungen mehrfach heruntergeschraubt und Sparpaket auf den Weg gebracht, welches Stellenstreichungen vorsieht.

Auch die Dividende kürzte Daimler drastischer als erwartet. Aktionäre sollen je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr nur noch 90 Cent bekommen - statt 3,25 Euro wie im Jahr zuvor.  Källenius möchte zudem die Materialkosten deutlich senken, in dem er die teure Modellpalette ausdünnt und sich auf die Fahrzeuge mit den höchsten Gewinnspannen konzentriert. Das Aus für die X-Klasse, die erst seit 2017 auf dem Markt ist, ist schon beschlossen.

Schock-Meldung bei Daimler: Autobauer soll angeblich bis zu 15.000 Stellen streichen

Update vom 10. Februar, 15 Uhr: Das werden die Daimler-Angestellten nicht gerne hören: Der Autobauer will nun mehr Stellen streichen als ursprünglich geplant. Wie die dpa berichtet, will Daimler "einem Medienbericht zufolge" bis zu 15.000 Stellen abbauen.

Daimler will Arbeitsplätze durch Abfindungen (wir berichteten am 2. Februar), Frühpensionierungen und Altersteilzeit abbauen. Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf Konzernkreise, dass Daimler-Chef Ola Källenius die Pläne für einen Sparkurs an diesem Dienstag vorlegen werde. Das Ziel: mehr als 1,4 Milliarden Euro sollen eingespart werden. Zunächst hieß es, dass 10.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Wie die dpa weiter berichtet, wollte Daimler den Bericht heute auf Anfrage nicht kommentieren.

Daimler in der Krise: Tausende Stellen sollen abgebaut werden 

Erstmeldung vom 2. Februar: Bei Daimler in Stuttgart läuten die Spar-Glocken. Deshalb wurden erste Eckpunkte für ein Sparprogramm vorgelegt. Wer freiwillig kündigt, darf mit einer Abfindung rechnen. Bekannt ist, dass der Autokonzern Daimler Kosten senken muss. Deshalb sollen weltweit mehr als 10.000 Stellen abgebaut werden. Ein Konzept zum Stellenabbau wurde in einer Betriebsvereinbarung geregelt. Diese beinhaltet: Abfindungs- und Altersteilzeit sowie Frühpensionierungsangebote.

Daimler Abfindung: Nicht alle Mitarbeiter haben Anspruch

Das lukrative Abfindungsangebot gilt nach Angaben von SWR.de nur für Tarifbeschäftigte in Deutschland, die seit mindestens drei Jahren in der Verwaltung der Daimler AG, der Mercedes-Benz-AG oder der Daimler Truck AG arbeiten. Darüber hinaus können ausgewählte Führungskräfte, Teamleiter und Meister das Abfindungsprogramm in Anspruch nehmen. 

Gestaffelt ist die Abfindung nach Alter und Betriebszugehörigkeit. Wer leer ausgeht, sind Mitarbeiter aus der Produktion. Aufhebungsverträge können laut Daimler erst ab dem 1. April 2020 unterschrieben werden - frühestens! Gültig ist das Programm bis Ende 2022. 

Daimler Stellenabbau: Abfindung staffelt sich nach Alter und Betriebszugehörigkeit

Wer jünger als 40 und drei Jahre bei Daimler ist, kann mit mindestens 10.000 Euro Abfindungssumme rechnen. Wer vier Jahre und länger dabei ist, bekommt zwischen zwei und 18 Bruttomonatsgehältern on top. Wer das Angebot innerhalb von sechs Monaten annimmt, profitiert doppelt. Er bekommt eine Erhöhung um mindestens 17.500 Euro. Wer älter als 40 ist, kann noch mehr absahnen. Was Daimler aber betont: Trotz des attraktiven Abfindungsprogramms gilt eine Beschäftigungsgarantie bis zum Jahr 2030.

Nicht nur Daimler angeschlagen: Audi mit Sonderschichten

Zuletzt kriselte es bei Audi - auch am Standort in Neckarsulm. Kommen nun bessere Zeiten? Zumindest werden Sonderschichten geschoben. Zunächst einmal aufatmen können Knorr-Mitarbeiter in Heilbronn. Ihr Arbeitsplatz ist für die nächsten Jahre gesichert. Allerdings könnte sich in der Produktion etwas ändern.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare