Diebstahl von Desinfektionsmitteln

Desinfektionsmittel-Diebstahl in Kliniken nach Corona-Panik - Polizei ermittelt

Stuttgarter Kliniken greifen zu drastischen Maßnahmen
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In einigen Krankenhäusern in Stuttgart schlagen Langfinger beim Desinfektionsmittel zu.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Aus einigen Krankenhäusern in Stuttgart werden Desinfektionsmittel geklaut. Die Kliniken wehren sich.

  • In den Krankenhäusern werden wegen des Coronavirus die Desinfektionsmittel knapp.
  • Trotzdem schlagen Diebe in den Stuttgarter Krankenhäusern zu.
  • Die Polizei ermittelt.

Stuttgart: Desinfektionsmittel-Diebstahl in Kliniken nach Corona-Panik

Überall in Deutschland sind seit dem Ausbruch des Coronavirus die Desinfektionsmittel knapp. Auch in den Krankenhäusern entwickelt sich das zunehmend zum Problem. Im Marienhospital in Stuttgart wurden nun die Desinfektionsmittel-Spender auf den Toiletten abgeschafft und das trotz des Coronavirus. 

Der Grund: Immer wieder waren Flaschen aus den Spendern verschwunden. Aus den Stationen wurden - vermutlich aus Angst vor dem Coronavirusan dem in Baden-Württemberg inzwischen 65 Menschen erkrankt sind - sogar die Schutzmasken für das Personal geklaut. Auch hier regiert die Klinik und schließt diese künftig weg.

Stuttgart: Corona-Panik - Anzeigen gegen Diebe laufen

Ähnliche Erfahrungen machte das Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus wie StN.de berichtet. Dort greift man aber zu weniger drastischen Mitteln wie im Marienhospital. Statt die Spender komplett abzuschaffen, wird dort nur noch wenig Desinfektionsmittel nachgefüllt. 

Aus verschlossenen Bereichen des Stuttgarter Krankenhauses verschwanden zudem Schutzkleidung und Atemmasken. Wie wichtig diese ist, weiß man auch in den Heilbronner SLK-Kliniken, die seit dem 28. Februar auch eine Coronavirus-Hotline anbieten. In zwei Fällen hat das Robert-Bosch-Krankenhaus bereits Anzeige bei der Polizei erstattet. Zudem seien die Mitarbeiter darauf hingewiesen worden, Diebstähle zu melden, sobald sie diese bemerken.

Corona-Panik in Stuttgart: Kein Kavaliersdelikt

Laut StN.de handelt es sich bei den beiden Stuttgarter Krankenhäusern nicht um Einzelfälle. Auch der Klinikverbund Südwest hat wegen ähnlicher Vorfällen in seinen sechs Krankenhäusern bereits bei der Polizei Anzeige erstattet. 

„Das ist kein Kavaliersdelikt“, erklärt der  Pressesprecher des Klinikverbundes Südwest Ingo Matheus. „DasDesinfektionsmittel fehlt dann irgendwann im Krankenhaus und wir können unter Umständen Patienten nicht behandeln.“ Dort sollen die Spender nun gut sichtbar platziert werden, damit die Sicherheitskräfte diese im Blick haben.

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