Proteste gegen Rassismus

"Black Lives Matter"-Demo in Stuttgart - Integrationsminister Lucha äußert sich 

  • Julia Cuprakowa
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Nach "Black Lives Matter"-Demo in Stuttgart äußert sich nun der Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha zum Thema Diskriminierung. 

  • Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd kommt es zur Protestwelle gegen Rassismus
  • "Black Lives Matter"-Bewegung ist auch in Stuttgart angekommen. 
  • Nun äußert sich Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha zu Anti-Rassismus-Demonstrationen

Stuttgart: Lucha äußert sich zu "Black Lives Matter"-Demo 

Auch an diesem Samstag demonstrierten wieder Tausende Menschen in Stuttgart und in anderen Städten Baden-Württembergs gegen Rassismus und Diskriminierung. Wie in der vergangenen Woche hatte die "Black Lives Matter"-Bewegung eine Demonstration in Stuttgart angemeldet. Auf dem Cannstatter Wasen versammelten sich laut dpa wieder rund 2.000 Menschen um unter dem Motto "Solidarität mit George Floyd" gegen Hass und Rassismus zu protestieren. Laut eines Sprechers verlief die Demonstration friedlich, auch die Sicherheitsabstände wurde laut Polizei eingehalten. 

Die Anti-Rassismus-Demos scheinen auch an der Politik nicht spurlos vorbeizugehen. Denn nun äußerte sich Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha zu den Protesten in Stuttgart. "Rassismus und Ausgrenzung haben in Baden-Württemberg keinen Platz. Es freut und ermutigt mich deshalb, dass auch an diesem Wochenende wieder viele Menschen im Land friedlich auf die Straße gegangen sind und ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung gesetzt haben", sagte Lucha am Sonntag. 

Nun äußert sich Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha zu Anti-Rassismus-Demonstrationen. 

Stuttgart: Fälle von Diskriminierung verdreizehnfacht 

Und die Zahlen der gemeldeten Fälle von Diskriminierung sprechen für sich. Denn seit dem Jahr 2015 hat sich die Zahl verdreizehnfacht. Lucha: "Leider zeigen die Zahlen unserer Landesantidiskriminierungsstelle und der lokalen Beratungsstellen im Land einen besorgniserregenden Trend: Die den Beratungsstellen gemeldeten Diskriminierungsfälle haben sich in Baden-Württemberg seit Beginn der Antidiskriminierungsberatung 2015 verdreizehnfacht und liegen zusammengefasst pro Jahr im mittleren dreistelligen Bereich – bei steigender Tendenz. Wir dürfen deshalb in der Politik, aber auch der Zivilgesellschaft nicht nachlassen, weiterhin entschieden und engagiert gegen jegliche Form der Ausgrenzung und Hetze vorzugehen." 

Auch Ludwigsburg setzt ein Zeichen gegen Rassismus

Rubriklistenbild: © Pixabay Symbolbild

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