Erneuter Rückschlag

Endgültiges Aus für Äffle-und-Pferdle-Ampel? Diese Aussage macht wenig Hoffnung

+
Das Modell einer Verkehrsampel mit den schwäbischen Kultfiguren "Äffle und Pferdle" als Figuren auf den Leuchtanzeigen.
  • schließen

Äffle und Pferdle haben absoluten Kultstatus. Doch eine Ehre bleibt ihnen wohl verwehrt. 

Äffle und Pferdle - jeder kennt sie, jeder liebt sie. Die beiden Kult-Comicfiguren gehören einfach zu Baden-Württemberg. Seit Jahren kämpft ein Fanklub dafür, dass die beiden in Stuttgart eine besondere Ehre bekommen - als "Ampelmännchen". 

Andere Städte haben es vorgemacht: in Mainz gibt es die Mainzelmännchen, in Augsburg die Kasperle-Ampel. Seit Oktober 2018 stehen in Duisburg "Bergmannsampeln". Doch in Stuttgart kämpfen die Anhänger bislang vergeblich. Stattdessen gibt es nun den nächsten Rückschlag: Auch die Bundesregierung will keine Äffle-und-Pferdle-Ampel ermöglichen.

Verstößt die Äffle-und-Pferdle-Ampel gegen geltende Vorschriften?

Eine entsprechenden Änderung der Vorschriften, wie sie für eine solche Ampel notwendig wäre, wurde abgelehnt: Fantasiezeichen führten zu Irritationen bei den Verkehrsteilnehmern, heißt es in einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Benjamin Strasser, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Äffle-und-Pferdle-Ampeln: Eine sinnvolle Forderung?

Fußgängerampeln müssten nach den geltenden Vorschriften stehende und gehende Fußgänger zeigen. Der zuständige Bund-Länder-Fachausschuss sei vor kurzem ohne Gegenstimmen zu dem Ergebnis gekommen, dass es keiner Ergänzung bedarf.

"Weltweit signalisieren rotes und grünes Ampellicht den Unterschied zwischen Stoppen und Bewegen", kritisierte Strasser die Haltung von Bund und Ländern. "Vereinzelte individuelle Motive an Fußgängerampeln stellen kein Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr dar."

Auch interessant

Ampel-Wahnsinn: Stuttgarter Initiative fordert Äffle-und-Pferdle-Ampeln

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare