Nach gescheiterten Tarifverhandlungen

Warnstreiks bei Kaufland - Beschäftigte versammeln sich in Neckarsulm

+
Bei Kaufland wird am Freitag gestreikt.
  • schließen

Die Beschäftigten wollen mehr Geld. Dieser Forderung wird nun Nachdruck verliehen.

Nach den ergebnislosen Verhandlungen in der Tarifrunde für den Einzelhandel ruft die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks bei der Supermarktkette Kaufland auf. Die Gewerkschaft rechnet am heutigen Freitag mit rund 800 Beschäftigten bei einer zentralen Kundgebung in Neckarsulm. Bundesweit sollen mehr als 2000 Beschäftigte des Unternehmens in sieben Bundesländern ihre Arbeit niederlegen und zu drei zentralen Versammlungen - neben Neckarsulm in Dortmund und Erfurt - zusammenkommen.

Verdi fordert deutlich mehr Gehalt für Beschäftigte - Verhandlungen vertagt

Die Tarifverhandlungen für die rund 490.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Einzelhandel waren am Mittwoch ohne Ergebnis vertagt worden. Die Arbeitgeber hatten ihr Angebot etwas nachgebessert und wollen nun eine Lohnerhöhung von 1,7 Prozent im ersten und 1,2 Prozent im zweiten Jahr gewähren. Verdi wies das allerdings als zu niedrig zurück und blieb bei der bisherigen Forderung von 6,5 Prozent.

Plastikflut: Aldi verlangt Geld für Obsttüten - so reagiert Kaufland

Mit der Aktion bei Kaufland hofft die Gewerkschaft, dass eines der größten Mitglieder im Handelsverband Einfluss nimmt. Kaufland gehört wie Lidl zur Schwarz-Gruppe - einem der größten Handelskonzerne weltweit. "Der Schwarz-Konzern kann es richten, wenn er nur will", sagte Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Franke.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare