Sicherheitspersonal streikt

Reisenden droht Chaos! Warnstreik sorgt für Flugausfälle und Wartezeiten in Stuttgart

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Beschäftigte der Wach- und Sicherheitsbranche sind am Stuttgarter Flughafen in einen Warnstreik getreten. Der Ausstand löste am Flughafen Verzögerungen bei der Abfertigung der Passagiere aus. 
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Am Donnerstag kommt es am Stuttgarter Flughafen zu Verzögerungen und Flugausfällen. Das Sicherheitspersonal streikt.

Ein Warnstreik am Stuttgarter Flughafen hat am heutigen Tag wohl Folgen für Zehntausende Passagiere. Die Gewerkschaft Verdi rief die Sicherheitsbeschäftigten zu den ganztägigen Arbeitsniederlegungen auf, auch die Arbeitnehmer gehen von einer hohen Beteiligung aus. Die Fluggesellschaften hatten bereits am Mittwochnachmittag 125 der 270 geplanten Flüge gestrichen, wie der Airport mitteilte. 

Rund 25 000 Fluggäste sind nach Schätzungen von Flugausfällen oder langen Wartezeiten an den wenigen offenen Sicherheitskontrollen betroffen.

Bereits zu Wochenbeginn hatte es an den Berliner Flughäfen Warnstreiks gegeben, diese aber nur für einige Stunden am Vormittag. Mit dem Ganztages-Ausstand - zu denen die Gewerkschaft auch an den Airports Düsseldorf und Köln/Bonn aufrief - erhöht Verdi nun den Druck. 

Gewerkschaft verleiht mit Streik den Forderungen Nachdruck

Die im Herbst gestarteten Tarifgespräche stecken in einer Sackgasse. Die Gewerkschaft fordert für die rund 23 000 Beschäftigten der Branche weiterhin eine Anhebung des Stundenlohns auf 20 Euro bundesweit. Dadurch wären große regionale Unterschiede ausgeglichen - Passagierkontrolleure bekommen in Ostdeutschland mitunter nur 14,70 Euro, im Westen sind es bis zu 17,16 Euro. 

Sicherheitsleute, die nur Fracht, Waren und Flughafen-Personal überprüfen, verdienen weniger, hier liegt die Untergrenze laut Arbeitgebern bei 12,90 Euro - so viel wird in Thüringen gezahlt. Die Arbeitgeber bieten bisher ein Lohnplus von bis zu 6,4 Prozent. Verdi moniert, dass der Vorschlag für das Gros der Beschäftigten nur 2 Prozent mehr Geld bedeuten würde. Das nächste Treffen in den Tarifgesprächen ist für den 23. Januar geplant.

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