Nur mit Farbe und Slip "bekleidet"

Kritik an heißem Einhorn-Auftritt: Stadträtin äußert sich zu heftigen Vorwürfen

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Winfried Kretschmann steht neben einer bemalten Frau im Einhornmaske - darunter verbirgt sich, wie jetzt bekannt geworden ist, die Stadträtin von Schwäbisch Gmünd, Cynthia Schneider.
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Die Linken-Politikerin Cynthia Schneider wurde im Internet teils massiv beleidigt.

+++ Update, 16.5. +++

Nach der teils ausufernden - und häufig auch sehr persönlichen - Schmähkritik im Internet hat sich Linken-Politikerin Cynthia Schneider zu ihrem Auftritt als fast nacktes Einhorn auf der Eröffnungsfeiern der Remstal Gartenschau geäußert. Die Kritik sei zum Teil "nur noch schwer erträglich", we die Südwestpresse die Stadträtin mit Verweis auf die Gmünder Tagespost zitiert.

Gegen Schneider hatte es wegen ihres freizügigen Auftritts einen regelrechten Shitstorm in den sozialen Netzwerken gegeben. Der Grund: Die Stadträtin war nur mit einem knappen Höschen und Bodypainting-Farbe bei dem offiziellen Termin aufgetaucht. Offenbar auf Anfrage des Oberbürgermeisters von Schwäbisch Gmünd.

Heißer Auftritt als Einhorn: Stadträtin bekommt auch positives Feedback

Allerdings hatte Schneider offenbar anonym bleiben wollen. Der OB allerdings posaunte heraus, wer hinter der Verkleidung steckt. Die Linken fordern deshalb nun eine öffentliche Entschuldigung. Doch auch die dürfte der Stadträtin nur wenig weiterhelfen. Das Schlimmste ist derweil längst passiert.

Immerhin: Viele stehen Schneider und ihrem heißen Auftritt als Einhorn auch bei. Kunst gefalle eben nicht jedem. Und mutig war die Kostümierung alle Mal.

+++ Ursprungsmeldung, 15.5. +++

Heiß sah sie in jedem Fall aus. Das muss man Cynthia Schneider ganz klar lassen. Doch ansonsten spaltet ihr Auftritt bei der Eröffnung der Remstal Gartenschau in Schondorf die Gemüter. Denn die Stadträtin entblößte praktisch alles. Außer einem knappen Slip trug sie als Einhorn verkleidet nur Farbe am Körper. Und das gefiel offenbar nicht jedem.

Stadträtin verkleidet sich als heißes Einhorn: Kritik und Zuspruch nach Auftritt

Gehüllt in lila und grüne Farbe und mit einem Horn auf dem Kopf hatte Schneider das Stadtwappen von Schwäbisch Gmünd verkörpern wollen. "Der OB sicherte mir zu, dass ich inkognito auftreten kann", sagte sie der Bild-Zeitung.

Doch das ging gehörig nach hinten los. Ausgerechnet Oberbürgermeister Richard Arnold selbst hatte die Politikerin im Kostüm als Stadträtin entlarvt. Im Netz gab es anschließend zwar Zuspruch für Schneiders Auftritt, allerdings auch einen regelrechten Shitstorm. "Einhorn oder Venus", hieß es da beispielsweise angelehnt an die einschlägig bekannte Messe.

Heißes Kostüm: Linken-Politikerin entblößt als Einhorn fast alles

Während Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann gelassen auf die Debatte reagierte und die Begeisterung vieler Kinder ob des lebendigen Einhorns betonte, sah der Geschäftsführer der Remstal Gartenschau das Ganze etwas anders.

"Nichts gegen Einhörner, aber die Art und Weise wie es präsentiert wurde, war natürlich nicht ganz angemessen"", sagte Thorsten Englert. Jedoch nicht weil das Einhorn-Kostüm von Schneider zu heiß für die Veranstaltung gewesen wäre. Stattdessen habe ihr Auftreten den eigentlichen Anlass in den Schatten gestellt.

Knappes Einhorn-Kostüm: Stadträtin hat bereits Erfahrungen als Bodypainting-Model

OB Arnold stand aber zu der Aktion. Er habe Schneider wegen ihrer Erfahrung als Bodypainting-Model angesprochen. Und als solches hat die Linken-Politikerin auch gegen alle Kritik gewirkt. Wie ihr knappes Kostüm bewertet wird, bleibt jedem selbst überlassen. Der Remstal Gartenschau hat es vielleicht sogar nachhaltig Besucher beschert. Am ersten Wochenende kamen bereits knapp 100.000.

Übrigens: Auch bei der Bundesgartenschau in Heilbronn gab es bereits einen tierischen Skandal. Allerdings der ganz anderen Art.

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