Corona-Ausbruch in Sinsheim

Nach Massentest in Sinsheim: Weitere Corona-Infizierte im Landkreis Heilbronn

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  • Anna-Maureen Bremer
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Über die Hälfte der Infizierten nach einem Corona-Ausbruch in Sinsheim stammten aus Kirchardt bei Heilbronn. Jetzt gab es weitere Tests – zwei davon positiv.

  • Die Zahl der Corona-Infizierten steigt in Baden-Württemberg wieder an. 
  • In Sinsheim wurden Mitglieder einer rumänisch-christlichen Gemeinschaft getestet.
  • Dabei waren auch 22 Personen aus Kirchardt bei Heilbronn infiziert – jetzt gibt es weitere Ergebnisse

Nach Corona-Ausbruch in Sinsheim: Weitere Personen im Landkreis Heilbronn infiziert

Update vom 10. August: Rund zwei Wochen ist es her, dass über 100 Mitglieder einer rumänisch-christlichen Gemeinde in Sinsheim auf das Coronavirus getestet worden sind. Grund für die Flächentestung war der Kontakt eines positiv Getesteten zu der Gemeinde in Sinsheim sowie weitere Infektionen in einer anderen Gemeinde in Baden-Württemberg.

Zunächst waren 105 der über 180 Personen getestet worden. 40 Personen wurden dabei positiv auf das Coronavirus getestet, über die Hälfte davon wohnt in der Gemeinde Kirchardt im Landkreis Heilbronn.

Nach Corona-Ausbruch in Sinsheim: Quarantäne für über 100 Personen bei Heilbronn

Wie Kirchardts Bürgermeister Gerd Kreiter auf echo24.de-Nachfrage mitteilte, waren dort 22 Personen infiziert. Nach Verfolgung der Kontaktketten mussten über 100 Menschen in Quarantäne

Am Freitag, 8. August, wurden weitere Personen der christlich-rumänischen Gemeinde im Landkreis Heilbronn getestet. 77 Mitglieder waren zur ersten Testrunde nämlich nicht erschienen. Hier gab es Kreiter zufolge zwei weitere positive Fälle, einer davon in Kirchardt, einer im Landkreis Heilbronn

Alarmierende Ergebnisse: 105 Menschen wurden in Sinsheim getestet - 40 davon positiv. 

Massentest auf Coronavirus in Sinsheim: Schulklasse im Landkreis Heilbronn betroffen

Von den Personen, die bereits Ende Juli getestet wurden, konnte am Montag, 10. August, ein großer Teil der Betroffenen die häusliche Isolation verlassen, der Rest folgt in den kommenden Tagen. 

Einer der Corona-Fälle betraf laut Kreiter die vierte Klasse einer Grundschule. Hier war für alle Mitschüler und deren Angehörige ebenfalls Quarantäne angesagt. Alle Schüler der Klasse wurden getestet – zwei Kinder waren ebenfalls infiziert

Corona-Massentest in Sinsheim: Infektionskette in Kirchardt bei Heilbronn unterbrochen

Kreiter selbst sind keine schwerwiegenden Verläufe bei den Betroffenen bekannt. In zwei Fällen hätten Personen aber gegen die Quarantäne-Regeln verstoßen; dabei handele es sich nicht um Infizierte, sondern um Kontaktpersonen

"Nach aktuellem Stand scheint es, dass wir die Infektionskette unterbrechen konnten", erklärt Kreiter. Dies sei der guten Arbeit des Gesundheitsamtes und des Ordnungsamtes zu verdanken, aber auch den Betroffenen, die sich sehr verantwortungsbewusst verhalten hätten. Auch der Oberbürgermeister von Sinsheim, Jörg Albrecht, hält fest: "Wir sind glimpflich davongekommen."

Dennoch zeige dieser Vorfall, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei und man weiterhin vorsichtig sein müsse, hält der Bürgermeister von Kirchardt fest. 

Mit der Sommerferien- und Urlaubszeit häufen sich auch die Corona-Infektionen bei Reiserückkehrern. Drei Abiturienten aus Fellbach bei Stuttgart haben sich mit dem Coronavirus infiziert - in der Partyhochburg Novalja in Kroatien.

Nach Corona-Ausbruch in Sinsheim: Lokaler Lockdown denkbar?

Update vom 5. August: Die Zahl der SARS-CoV-2-Infektionen, die bei der Flächentestung der Mitglieder der rumänisch christlichen Gemeinde in Sinsheim am 28. Juli 2020 ermittelt worden sind, ist zwischenzeitlich im Rhein-Neckar-Kreis von 20 auf 4 gesunken. Dies teile das Gesundheitsamt mit. Wie lässt sich diese Entwicklung aber erklären?

Wie rnz.de berichtet, kommen die Infizierten aus mehreren Landkreisen und verteilen sich demnach auf mehrere Kliniken. Zum anderen scheint es den meisten Infizierten so gutzugehen, dass eine Behandlung im Krankenhaus nicht notwendig ist. Aktuell befinden sich drei Verdachtsfälle auf der Isolierstation und eine Person mit Verdacht auf Corona liegt auf der Intensivstation der GRN-Klinik in Sinsheim. 

"Maßnahmen, die die Gesamtbevölkerung betreffen – etwa ein lokaler Lockdown – sind weiterhin nicht zu befürchten", sagt die zuständige Gesundheitsdezernentin des Rhein-Neckar-Kreises, Doreen Kuss. "Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass es sich um ein nur begrenztes Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit der rumänisch christlichen Gemeinde handelt. Anhaltspunkte für ein darüberhinausgehendes Infektionsgeschehen in Sinsheim oder umliegenden Gemeinden haben wir derzeit nicht", so Kuss weiter.

Nach Corona-Ausbruch in Sinsheim: Alle Kontaktpersonen in Quarantäne

Nach der Testung am Dienstag, 28. Juli, war am Donnerstag, 30. Juli, bekannt geworden, dass sich 40 Personen dieser Glaubensgemeinschaft mit dem Coronavirus angesteckt haben. Hiervon haben 20 Personen ihren Wohnsitz im Rhein-Neckar-Kreis. Alle Kontaktpersonen sind zwischenzeitlich ermittelt und befinden sich in Quarantäne. Seitens des Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises wurden zunächst alle geplanten Testungen im Zuständigkeitsbereich durchgeführt. Noch ausstehende Testungen von Personen in anderen Landkreisen wurden an die entsprechend zuständigen Gesundheitsbehörden weitergegeben.

Nach Corona-Ausbruch in Sinsheim: Kontaktpersonen alle ermittelt!

Update vom 4. August, 14:35: In einer rumänischen Glaubensgemeinschaft in Sinsheim haben sich Mitte Juli 40 Personen mit SARS-CoV-2  infiziert. Das ergab eine Flächentestung mit 105 Freiwilligen der Glaubensgemeinschaft, die vom zuständigen Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis auf das Coronavirus überprüft wurden.

Danach galt es, mögliche Kontaktpersonen der Infizierten ausfindig zu machen. Dieser Schritt ist jetzt abgeschlossen, heißt es vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis auf echo24.de-Anfrage. Unterm Strich konnten 43 Kontaktpersonen der Coronavirus-Infizierten der Glaubensgemeinschaft ausfindig gemacht werden. 

Allerdings umfasst die Zahl nur die Kontaktpersonen, die auch in der Zuständigkeit des Gesundheitsamts Rhein-Neckar-Kreis liegen. Coronavirus-Infizierte und Kontaktpersonen, die beispielsweise in der Region Heilbronn-Franken ihren Wohnsitz haben, sind nicht aufgeführt. Der Grund: Ein anderes Gesundheitsamt ist zuständig.

Die Corona-Tests in Sinsheim sind laut Gesundheitsbehörde abgeschlossen. 

Flächentestung in Sinsheim: Alle Corona-Tests sind abgeschlossen

Vonseiten der Gesundheitsbehörden in Sinsheim sind alle Testungen abgeschlossen. Ob das auch die 77 Personen der Glaubensgemeinschaft mit einschließt, die nicht zum Test auf das Coronavirus erschienen sind? Dieser Aspekt bleibt in der Stellungnahme des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis unbeantwortet.

Auf echo24.de-Anfrage heißt es: "Noch ausstehende Testungen von Personen in anderen Landkreisen wurden an die entsprechend zuständigen Gesundheitsbehörden weitergegeben." Sprich: Es lässt sich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, ob sich wirklich jede Person auf das Coronavirus testen ließ.

Sinsheim: Wenige Befunde der Corona-Testung stehen noch aus

Einige wenige Befunde der Testergebnisse aus Sinsheim stehen noch aus. Im Zuständigkeitsgebiet des Rhein-Neckar-Gesundheitsamts sind 20 positive Coronavirus-Fälle aus der Glaubensgemeinschaft bekannt. Hinzu kommen weitere infizierte Mitglieder der Glaubensgemeinschaft in anderen Regionen.

Nach Corona-Massentest in Sinsheim werden neue Details bekannt

Update vom 4. August: Nachdem eine Person mit Beziehungen zur rumänisch christlichen Gemeinde in Sinsheim positiv auf das Coronavirus getestet wurde, veranlasste das Gesundheitsamt Rhein-Neckar eine Flächentestung für alle Mitglieder der religiösen Gemeinde. Das Ergebnis: Von 105 freiwilligen Testern hatten sich 40 mit SARS-CoV-2 infiziert.

"Mindestens 14 Personen wohnen in Städten und Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises", heißt es in der Pressemitteilung des Gesundheitsamts. Die weiteren 26 infizierten Personen haben ihren Wohnsitz in den Land- und Stadtkreisen Karlsruhe sowie in Heilbronn. Die dort zuständigen Behörden sind laut Gesundheitsamt Rhein-Neckar informiert.

In Sinsheim: 105 Personen wurden getestet - 40 Virusnachweise mit Corona  

Update vom 31. Juli: Am Dienstag, 28. Juli, wurde vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises eine Flächentestung bei der rumänisch christlichen Gemeinde in Sinsheim durchgeführt. Nun liegen die Laborergebnisse vor, teilt das Gesundheitsamt in einer Pressemitteilung mit. "Bei den 105 freiwillig getesteten Mitgliedern dieser Glaubensgemeinschaft konnte bei 40 Personen eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen werden", erklärt der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Andreas Welker. 

Hintergrund der kurzfristig angebotenen Flächentestung war der Fall einer positiv getesteten Person mit Beziehungen zur rumänisch christlichen Gemeinde in Sinsheim. Nachdem es vor Kurzem in einer anderen baden-württembergischen Großstadt mehrere Infektionen von Personen der dortigen rumänischen Gemeinde gegeben hat, haben die Verantwortlichen beschlossen, vorerst keine Gottesdienste mehr durchzuführen. 

Aufgrund dieser Tatsache konnte allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass Gemeindemitglieder keine anderen Gottesdienste von Kommunen in der Umgebung besucht haben. "Deshalb hat sich unser Gesundheitsamt in Absprache mit der Stadt Sinsheim für eine kurzfristige Flächentestung entschieden, um ein größeres Infektionsgeschehen ausschließen zu können", erläutert die für Ordnung und Gesundheit zuständige Dezernentin des Rhein-Neckar-Kreises, Doreen Kuss.

Flächentestung auf Coronavirus in Sinsheim: 18 Personen aus dem Landkreis Heilbronn

Von den positiv getesteten Personen, darunter auch Kinder und Familien, wohnen mindestens 14 Personen in Städten und Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises. Die weiteren Personen verteilen sich auf Städte und Gemeinden in den Land- und Stadtkreisen Karlsruhe und Heilbronn. Laut rnz.de wohnen neun der positiv getesteten Personen in Sinsheim und 18 in Kirchardt (Landkreis Heilbronn). 

Alarmierende Ergebnisse: 105 Menschen wurden in Sinsheim getestet - 40 davon positiv. 

Die zuständigen Behörden seien bereits informiert. "Ebenso haben wir das Sozialministerium und Landesgesundheitsamt über das Ergebnis dieser Flächentestung in Kenntnis gesetzt", sagt der stellvertretende Amtsleiter. Ursprünglich sollten rund 180 Mitglieder der Gemeinde auf das Coronavirus getestet werde - allerdings sind 77 Personen nicht zum Test erschienen. Bei ihnen soll nun ebenfalls ein Abstrich genommen werden. 

Und Sinsheim steht mit neuen Corona-Ausbrüchen nicht alleine da. Im Kreis Kleve in NRW sind nach einer Feier im privaten Rahmen mehr als 50 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Sinsheim: 180 Menschen werden vorsorglich auf Coronavirus getestet 

Ursprungsmeldung vom 30. Juli: Rund 180 Menschen sollen in Sinsheim auf das Coronavirus getestet werden. Das Gesundheitsamt führt den Flächentest durch. Als Grund für die Maßnahme gibt der Rhein-Neckar-Kreis an, dass eine Person positiv auf Corona getestet wurde, die in Verbindung mit der rumänischen Gemeinde steht. Der SWR berichtet, dass sich die Verantwortlichen deshalb entschieden, keine Gottesdienste mehr durchzuführen. 

"Die Stadt Sinsheim und das Gesundheitsamt haben sich zu der Flächentestung entschieden, um ein mögliches, größeres Infektionsgeschehen auszuschließen", heißt es im Bericht. Gemeindemitglieder könnten natürlich auch andernorts Gottesdienste besucht haben. Die Ergebnisse der Tests sollen durch das Gesundheitsamt veröffentlicht werden, sobald sie vorliegen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Maßnahmen an Badeseen und in der Gastro

Viele Menschen fragen sich "Hatte ich das Virus schon?" - ein Test in der SLK-Klinik in Heilbronn soll Aufklärung bieten. Und noch immer sind wir vom Alltag weit entfernt: Regeln in der Gastronomie sollen Stück für Stück dafür sorgen, dass die Branche wieder zu Umsatz kommt. Aus Angst, das Infektionsgeschehen zu begünstigen, wurde der Breitenauer See nach Überfüllung nun gesperrt. Auch andere Seen reagieren

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa

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