Sicheres Vorweihnachts-Vergnügen

Weihnachtsmarkt-Besucher aufgepasst! Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Taschendieben

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Die Polizie gibt Tipps für Weihnachtsmarktbesucher, um sich gegen Taschendiebe zu wappnen.
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Eigentlich soll der Besuch eines Weihnachtsmarkts Spaß machen. Doch schlagen Taschendiebe zu, ist der Ärger groß. Die Polizei gibt Tipps. 

  • Weihnachtsmärkte beliebter Ort für Taschendiebe 
  • Täter arbeiten häufig im Team
  • Polizei gibt Tipps für mehr Sicherheit der Wertgegenstände

Taschendiebstähle: Täter machen jedes Jahr eine Millionenbeute

In der Vorweihnachtszeit gehört es einfach dazu: Der Bummel auf einem Weihnachtsmarkt in Heilbronn und Umgebung. Häufig ist es voll, es herrscht Gedränge. Dieses ist auch bei Taschendieben beliebt, um in der Menge unbemerkt zuzuschlagen. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2018 in Deutschland insgesamt 104.196 Taschendiebstähle angezeigt, 2017 waren es 127.376 Fälle. Trotz des Rückgangs machten die Diebe noch 34,2 Millionen Euro Beute. Wer die Vorgehensweisen der Täter kennt, kann sich aber schützen. 

"Taschendiebe sind häufig professionelle, international agierende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind", sagt Kriminaloberrat Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. "Sie gehen zumeist in Teams von mehreren Tätern arbeitsteilig vor: Einer lenkt das Opfer ab, ein Zweiter greift zu, ein Dritter verschwindet mit der Beute in der Menge", so Schmidt weiter. Das Repertoire der Taschendiebe ist äußerst umfangreich, weiß der Kriminaloberrat: "Fast täglich werden neue Tricks bekannt: Opfer werden im Gedränge angerempelt oder unter einem Vorwand abgelenkt, beispielsweise in dem ihre Kleidung versehentlich beschmutzt wird, oder die Täter nach dem Weg fragen." 

Taschendiebstähle bleiben häufig ungeklärt - Polizei gibt Tipps

Die meisten Fälle von Taschendiebstahl bleiben unaufgeklärt (Aufklärungsquote 2018: 5,7 Prozent), da die Tat von den Opfern häufig nicht gleich bemerkt wird. 

Wer die Tipps der Polizei beachtet, kann sich schützen: 

  • Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute. 
  • Geld, Zahlungskarten und Papiere sowie das Smartphone immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper tragen 
  • Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder unter den Arm geklemmt tragen 
  • Einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse benutzen.
  • Geldbörsen nicht oben in die Tasche oder den Korb legen, sondern möglichst körpernah tragen 
  • Handtaschen nie unbeaufsichtigt abstellen oder irgendwo aufhängen

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