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Sechsfach-Mörder von Rot am See: Neue Details und mögliches Motiv

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In Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall erschießt ein 26-Jähriger sechs Angehörige und verletzt zwei weitere schwer. Erstmals spricht die Staatsanwaltschaft über ein Motiv.

  • In Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall fallen Schüsse. Sechs Menschen sterben.
  • Der Tatverdächtige (26) hat die Tat gestanden. 
  • Prozess gegen mutmaßlichen Sechsfachmörder startet im Juni.

Sechsfach-Mord in Rot am See/Schwäbisch Hall: Ist das das Motiv des Täters?

Update vom 28. April: Knapp drei Monate ist es her, als ein 26-Jähriger bei einem Familientreffen in Rot am See bei Schwäbisch Hall fast seine komplette Familie auslöschte. Ihm wird sechsfacher Mord und zweifacher versuchter Mord vorgeworfen. Jetzt sprechen die Ermittler erstmals über ein mögliches Motiv, berichtet swr.de.

Der mutmaßliche Täter soll seit längerer Zeit geplant haben, seine Mutter und die Halbschwester wegen angeblicher Misshandlung zu töten. Vor seiner Tat hatte der Angeschuldigte sich, nachdem er in einen Schützenverein eingetreten war, eine Pistole vom Kaliber neun Millimeter gekauft.

Der Angeklagte sei stafrechtlich nicht vorbelastet. Die Taten habe er gestanden. Außerdem ist es möglich, dass der Sechsfach-Mörder unter einer paranoiden Schizophrenie leidet. 

Rot am See/Schwäbisch Hall: Prozess wegen sechsfachen Mordes startet im Juni

Update 22. April: Noch immer ist die Tat unbegreiflich: Am Freitag, 24. Januar, hat mutmaßlich ein 26-Jähriger in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall sechs Menschen in einem Gasthaus umgebracht. Der Prozess gegen den Angeklagten soll noch in diesem Sommer starten - und zwar am Montag, 29. Juni, wie ein Sprecher des Landgerichts Ellwangen an diesem Mittwoch sagte.

Der Angeklagte ist ein junger Mann, der mit den Schüssen seine Eltern sowie Onkel und Tante und zwei weitere Verwandte getötet haben soll. Zwei weitere Angehörige soll er zudem schwer verletzt haben, sodass sie zeitweise in Lebensgefahr schwebten. Die Zusammenkunft der Familie in dem Gasthaus der Eltern des Angeklagten in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall, die in der Katastrophe endete, fand offenbar wegen der anstehenden Beerdigung einer weiteren Person statt.

Der zur Tatzeit der Schüsse in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall 26-jährige Angeklagte hatte nach der Bluttat selbst die Polizei gerufen und war daraufhin festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord und versuchten Mord vor. Weitere Details zum Verfahren sollen laut Gericht Ende Mai folgen.

Rund 1.000 Menschen kamen zur Trauerfeier nach Rot am See.

Nach Familienmord in Rot am See: Polizei will Mordmotiv nicht veröffentlicht

Update vom 13. Februar: Am 24. Januar war es in Rot am See zu einem furchtbaren Familienmord gekommen (wir berichteten): ein 26-Jähriger erschoss sechs Angehörige und verletzte zwei weitere schwer. Der mutmaßliche Täter sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.

Wie der SWR berichtet, habe sich der 26-Jährige gegenüber der Polizei zu seinem Mord-Motiv geäußert. Doch: Die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Polizei wollen diesen nicht veröffentlichen. Der Grund: Die Veröffentlichung des Motivs könnten "die weiteren Ermittlungen oder sogar die eventuelle Hauptverhandlung gefährden", so der SWR weiter. Im Vorfeld hatte die Polizei davon berichtet, dass der Tatverdächtige davon ausgegangen war, dass seine Familie ihn vergiften wolle.

Nach Familienmord: Großer Zulauf an Trauerfeier in Rot am See

Update vom 1. Februar, 17.26 Uhr: Nach Polizeiangaben kamen heute Mittag rund 1.000 Menschen zur Trauerfeier in die örtliche Veranstaltungshalle. Siegfried Gröner, der Bürgermeister von Rot am See, sagte, wie tieftraurig er darüber sei, wie so viele Menschen auf so tragische und brutale Weise hätten getötet werden können. Er kommentierte: "Welche Sinnlosigkeit!" Er fragte, wie dunkel es im Inneren eines jungen Menschen sein müsse, wenn dieser so hasserfüllt und kaltblütig sechs Menschen ermorde. Gröner resümierte: "Von jetzt auf gleich, ohne Vorwarnung, einfach so."

Nach Bluttat in Rot am See: Bevölkerung enger zusammengerückt

Bis auf den letzten Platz war das Forum in Rot am See heute Mittag um 13.30 zur Trauerfeier gefüllt. Pfarrer Matthias Hammer sagte, dass die Menschen im Ort nach der Tat enger zusammengerückt seien. Und der Bürgermeister betonte, dass es tröstlich sei, dass es nach dieser schlimmen Tat sehr viele Menschen gab, die spontan geholfen haben.

Nach Tragödie in Rot am See: Trauerfeier und Bestattungen

Update vom 1. Februar, 11.54 Uhr: Nach der grausamen Tat vor über einer Woche ist im Kreis Schwäbisch Hall heute große Trauer angesagt. Im Forum in Rot am See wird um 13.30 Uhr eine offizielle Trauerfeier abgehalten. Vier der sechs Opfer sollen laut Angaben der Polizei an jenem Tag auch bestattet werden. Nach Polizeiaussagen werden am Samstag die Eltern des 26-jährigen Täters bestattet, außerdem die Tante und der Onkel. 

Sechsfacher Familienmord in Rot am See: Täter sitzt in U-Haft

Der Täter sitzt währenddessen in Untersuchungshaft. Nach Polizeiangaben hat er sich dazu geäußert, warum er zur Waffe griff. Ein Polizeisprecher aber sagte, dass aufgrund der laufenden Ermittlungen, keine Angaben dazu gemacht werden könnten.

Nach Familienmord in Rot am See: Einbruch am Tatort

Update, 31. Januar: Was wollten die Unbekannten? Nachdem sich in Rot am See ein fürchterliches Blutbad ereignet hat, kehrt in dem Ort, der rund 75 Kilometer von Heilbronn entfernt ist, keine Ruhe ein. Jetzt muss die Polizei zusätzlich wegen eines Einbruchs am Tatort ermitteln. 

Wie die Südwestpresse berichtet, hebelten Unbekannte eine Nebentür mit Gewalt auf. Zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen ereignete sich die Tat. Auf zwei Stockwerken wurden wohl alle Räume und auch die Gaststätte durchsucht. In und an eben dieser wurden am vergangenen Freitag sechs Menschen erschossen. Zwei weitere wurden angeschossen und dabei schwer verletzt.

Ob etwas entwendet wurde, ist noch nicht bekannt. Die Einbrecher in Rot am See haben allerdings einen ordentlichen Sachschaden hinterlassen: Geschätzt werden rund 2.500 Euro.  

Familienmord in Rot am See bei Schwäbisch Hall: "Meine Eltern wollten mich vergiften"

Update vom 30. Januar: Nach der schrecklichen Tragödie in Rot am See bei Schwäbisch Hall ist die Gemeinde immer noch fassungslos über die Tat des 26-Jährigen. Der Tatverdächtige, der sich mittlerweile in Untersuchungshaft befindet, tötete fast seine ganze Familie: seine Eltern, seinen Onkel und dessen Frau und seine Stiefgeschwister. Aber was trieb den 26-Jährigen dazu eine Waffe in die Hand zu nehmen und sechs Menschen kaltblütig zu ermorden? 

Es gab Vermutungen, dass Erbstreitigkeiten in der Familie der Grund für die schreckliche Tat sein könnten. Jetzt gab die Polizei bekannt, dass der Schütze bereits kurz nach der Verhaftung über sein Motiv gesprochen haben soll, wie Bild.de berichtet. Was veranlasste also den Todesschützen dazu seine Familie auszulöschen? Der 26-jährige Tatverdächtige soll der Polizei gegenüber ausgesagt haben, dass seine Eltern ihn vergiften wollten und das schon als Kind. In dem Städtchen Rot am See bei Schwäbisch Hall scheint jedoch niemand diese Aussage zu bestätigen. 

Diesen Tag wird die Gemeinde Rot am See bei Schwäbisch Hall lange nicht vergessen. Sowie die schreckliche Tat in Güglingen bei Heilbronn vielen Menschen im Gedächnis bleiben wird. Denn nur wenige Stunden nach dem Familienmord ereignete sich ein weiteres Familiendrama in der Region. Ein 15-Jähriger soll von seinem Bruder getötet worden sein. Der Vater ging dazwischen und wurde dabei schwer verletzt.

Aber nicht nur in Güglingen und in Rot am See kam es zu einer schrecklichen Tat. Vor kurzem begann der Prozess um einen Schwert-Mörder aus Stuttgart. Der Täter erstach einen 36-jährigen Familienvater in Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof auf offener Straße mit einem Samuraischwert. Die 11-jährige Tochter des Opfers musste die schreckliche Bluttat mitansehen. Welches Motiv könnte einen Menschen zu so einer Tat verleiten? Im Fall vom Schwert-Mörder könnte es eine vermeitliche Vergewaltigung sein. 

Für die Opfer des Familienmordes: Trauerfeier geplant

Update 29. Januar: Sechs Menschen sterben, zwei sind schwer verletzt. Ein 26-jähriger Sportschütze schießt mit einer halbautomatischen Waffe in Rot am See um sich und richtet ein Blutbad an.

Nach dem Familiendrama in Rot am See wird es nun eine Trauerfeier geben. Im Forum in Rot am See wird am Samstag um 13.30 Uhr der Opfer des 26-jährigen Schützens gedacht, berichtet swp.de.

Rot am See / Kreis Schwäbisch Hall: Schützenverein ist "fassungslos"

Update vom 28. Januar, 14:30 Uhr: Mit einer halbautomatischen 9 Millimeter Luger Schusswaffe hat ein 26-jähriger aus Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall seine Eltern, einen Onkel, eine Tante und zwei Stiefgeschwister nach ersten Erkenntnissen kaltblütig ermordet

Laut Vereinsangaben war der mutmaßliche Todesschütze seit drei Jahren Mitglied im Schützenverein Rot am See-Beimbach. Dieser hat sich jetzt zu Wort gemeldet. „Fassungslos stehen wir, die Vorstandschaft des Schützenvereins Beimbach und unsere Mitglieder, vor den Ereignissen in Rot am See.", erklärt der Schützenverein in seiner Stellungnahme. Zuvor hatte die Südwestpresse sowie der SWR die Stellungnahme zitiert.

Schützenverein Rot am See-Beimbach: Todesschütze war "stets hilfsbereit und freundlich"

Der Verein habe den Tatverdächtigen als zurückhaltenden Menschen kennengelernt, der pflichtbewusst seinen Aufgaben nachging und stets hilfsbereit und freundlich war. Sein Onkel habe ihn wohl lange Zeit zum Training gefahren und auch wieder abgeholt, erklärt der Verein in seiner Stellungnahme.

Der Verein könne nicht fassen, "was (im Tatverdächtigen) vorgegangen sein muss. Die Gedanken von Vorstand und Mitgliedern seien bei den Hinterbliebenen und Trauernden".

Rot am See/ Kreis Schwäbisch Hall: Todesschütze äußert sich zu Vorwürfen

Update vom 28. Januar: Nach dem Blutbad in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall am Freitag sitzt der Todesschütze in Untersuchungshaft. Inzwischen hat er sich, laut Polizei, zu den Vorwürfen geäußert. Er habe auch erklärt, warum er zur Waffe griff. Weitere Details konnte die Polizei aus Ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt geben. Er löschte seine Familie fast komplett aus, tötete Mutter und Vater, einen Onkel, eine Tante und zwei Stiefgeschwister. Zwei weitere Verwandte erlitten durch den 26-Jährigen ebenfalls Schussverletzungen und kamen nur knapp mit dem Leben davon. 

Die zwei Kinder der Halbschwester, seine zwölf und 14 Jahre alten Neffen, hatte der Tatverdächtige verschont. Er hat sie offenbar aufgefordert wegzurennen. Die zwei Jungen konnten sich bei der Tat bei Nachbarn retten. Mittlerweile sind die beiden traumatisierten Kinder bei ihrem Vater. Dieser reiste am Tag der Tat so schnell wie möglich aus Freiburg nach Rot am See, wie die Stuttgarter Nachrichten in der Ausgabe vom 28. Januar berichten.

Die Tat des 26-Jährigen hat viele Einwohner der Gemeinde erschüttert. Der Vater des Schützen betreibte die Gaststätte "Deutscher Kaiser", die am Freitag zum Tatort wurde. Viele kannten ihn dort. Auch die anderen Opfer waren in der Gemeinde bekannt. Der Schwager des Wirts engagierte sich ehrenamtlich. Der Tatverdächtige hingegegen galt als introvertiert und lebte eher zurückgezogen. Er war erst vor wenigen Jahren wieder bei dem Vater eingezogen. Die Familienmitglieder hatten sich in der Gaststätte in Rot am See getroffen, um gemeinsam zu einer Beerdigung nach Ostdeutschland zu fahren - dort kamen sie jedoch nie an.

Rot am See/ Kreis Schwäbisch Hall: Tatverdächtiger vernommen - Erbstreitigkeiten als Motiv?

Update vom 27. Januar, 14.30 Uhr: Der 26-Jährige Tatverdächtige, der am Freitag sechs Angehörige in Rot am See tötete wurde nun von der Polizei vernommen. Er hat offenbar auch Angaben zu seinem Motiv gemacht. Dazu kann die Polizei jedoch bislang keine Angaben machen, berichtet tag24.de

Laut Bild wollte sich die Familie am Freitag in Rot am See treffen, um Familienangelegenheiten zu klären. Es könnte sich dabei um Erbstreitigkeiten gehandelt haben. Die Halbgeschwister des Tatverdächtigen, sowie die Großeltern der Kinder reisten aus dem Landkreis Offenburg an. 

Die Obduktion der Leichen ist soweit abgeschlossen. Das Ergebnis: Die sechs Opfer starben an den Schussverletzungen. Ein 68-jähriger Mann, der am Freitag schwer verletzt wurde, ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

Wie swr.de berichtet, soll die Tatwaffe eine halbautomatische 9 Millimeter Luger gewesen sein. Der Sportschütze hat seit 2019 eine Berechtigung für diese Waffe und soll sie am Mittwoch, zwei Tage vor der Tat, in Nürnberg gekauft haben. 

Nach Blutbad in Rot am See: Staatsanwaltschaft will sich heute äußern

Update 27. Januar, 11 Uhr: Ein 26-jähriger tötet am vergangenen Freitag sechs Angehörige mit einer halbautomatischen Waffe. Mittlerweile sitzt der Tatverdächtige in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt. 

Wie der SWR berichtet, wird die Staatsanwaltschaft voraussichtlich im Laufe des Tages ihre Ermittlungsergebnisse vorstellen.

Nach Schüssen in Rot am See: Verletzter weiterhin in Lebensgefahr

Update, 27. Januar: Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in Rot am See schwebt ein angeschossener Mann immer noch in Lebensgefahr. An dem kritischen Zustand des 68-Jährigen habe sich nichts verändert, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag. 

Eine Frau, vermutlich die Ehefrau des Schwerstverletzten, wurde ebenfalls wegen Schussverletzungen im Krankenhaus behandelt.

Tatverdächtiger soll in Rot am See mit halbautomatischer Waffe geschossen haben

Ein 26-Jähriger soll in dem kleinen Ort im Nordosten Baden-Württembergs am Freitag seine Eltern, einen Onkel, eine Tante und zwei Stiefgeschwister erschossen sowie die beiden weiteren Verwandten angeschossen haben. 

Die Polizei gab nicht bekannt, ob der in Untersuchungshaft sitzende Mann sich zu den Vorwürfen des sechsfachen Mordes und des zweifachen versuchten Mordes geäußert hat. Der Sportschütze soll mit seiner halbautomatischen Waffe überdies zwei Jungen (12 und 14) bedroht haben. Diese brachten sich bei Nachbarn in Sicherheit.

Die Ermittlungen zu dem Fall gehen weiter. Die Beamten wollen nach Motiven für das Verbrechen suchen. Auch der Anlass für das Aufeinandertreffen der Verwandten in Rot am See (Kreis Schwäbisch Hall) sei noch unklar, sagte der Polizeisprecher. Nach dpa-Informationen war der Hintergrund die für Samstag geplante Beerdigung der Großmutter des 26-Jährigen mütterlicherseits in Sachsen. Wie die Bild am Sonntag berichtete, fand die Beisetzung in Schwepnitz statt.

Der mutmaßliche Täter hatte am Freitag der Polizei die Tat gemeldet. Er wurde kurz darauf vor dem Gebäude festgenommen, in dem und vor dem zwei beziehungsweise vier Leichen entdeckt wurden. Der Mann, der in dem Haus mit seinem Vater lebte, war bislang strafrechtlich nicht aufgefallen. Der Deutsche ließ sich ohne Widerstand festnehmen.

Nach Blutbad in Rot am See: Richter erlässt Haftbefehl - Tatverdächtiger in Haft  

Update vom 26. Januar: Der Todesschütze von Rot am See bei Schwäbisch Hall ist nun in Haft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen erließ der zuständige Ermittlungsrichter am Samstag einen Haftbefehl gegen den Todesschützen in Rot am See bei Schwäbisch Hall. Der Vorwurf: Sechsfacher vollendeter Mord und versuchter Mord in zwei Fällen. Die zuständigen Beamten setzten den Haftbefehl sofort in die Tat um. Der Beschuldigten befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Dem 26-jährigen Tatverdächtigen wird vorgeworfen am Freitag, 24. Januar seine beiden Eltern, seine Stiefgeschwister, sowie eine Tante und einen Onkel getötet zu haben. Die Ermittlungen durch die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Ellwangen dauern an.

Nach der grausamen Tat in Rot am See bei Schwäbisch Hall nahm die schreckliche Gewalt kein Ende. Denn: Am Samstag wurde in einem Wohnhaus eines Aussiedlerhofs bei Güglingen ein 15-jähriger Junge getötet. Der Bruder und der Vater kamen schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Wieder Schüsse in Rot am See: 38-Jähriger festgenommen

Update vom 25. Januar, 17.33 Uhr: Gegen 10.45 meldeten Anwohner, dass ein Mann mit einer Schusswaffe Schüsse abgegeben habe. Danach verbarrikadierte sich der 38-Jährige in seiner Wohnung. Die alarmierten Polizeikräfte umstellten das Gebäude daraufhin. Da eine Kontaktaufnahme nicht möglich war, wurde der 38-Jährige von Kräften des SEK in seiner Wohnung festgenommen. Da er sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand, wurde er auf richterliche Anordnung in eine Spezialklinik gebracht. In der Wohnung des Mannes wurden mehrere Schreckschuss- und Druckluftwaffen gefunden. 

Rot am See: schon wieder Schüsse gemeldet

Update vom 25. Januar, 13.40 Uhr: Nach der grausamen Tat gestern kehrte in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall keine Ruhe ein. Gegen 10.45 wurden Schüsse gemeldet. Ein Mann soll sich in einer Wohnung verschanzt haben. Vom SEK wurde der Mann festgenommen. Hierbei blieb er unverletzt. Über sonstige Verletzte liegen keine Informationen vor. Laut Polizei gebe es keinen Zusammenhang zu dem Verbrechen gestern. Auch sei unklar, ob die gemeldeten Schüsse aus einer Waffe kamen. Möglich sei, dass ein Trittbrettfahrer die Aufmerksamkeit auf sich habe ziehen wollen, sagte ein Polizeibeamter.

Nach Tragödie in Rot am See: Bürgermeister geschockt über Tat

Update vom 25. Januar, 12.27 Uhr: Gegenüber der Stuttgarter Zeitung äußerte sich der Bürgermeister von Rot am See, Siegfried Gröner, nach der entsetzlichen Bluttat gestern. Er habe den Schützen direkt nach der Tragödie noch gesehen. Die Trauer in der Stadt sei groß. Gröner sagte: Es ist unfassbar, ich kann das alles nicht verstehen." Völlig teilnahmslos und introvertiert sei der Schütze bei der Festnahme gestern Nachmittag gewesen. "Da hat sich überhaupt nichts angedeutet", betonte der parteilose Bürgermeister gegenüber der Stuttgarter Zeitung.

Nach Bluttat in Rot am See: Trauergottesdienst in Planung

Gröner bestätigte, dass es sich bei den Toten um die Eltern des 26-Jährigen handelten. Über viele Jahre hatte der 65-jährige Vater die Kneipe "Deutscher Kaiser" betrieben. Sehr beliebt sei er in der Gemeinde gewesen. Die getrennt lebende Mutter sei zu Besuch da gewesen: gemeinsam mit ihren zwei erwachsenen Kindern aus einer früheren Beziehung. Zwei Jugendliche, zwölf und 14 Jahre alt, konnten vom Tatort fliehen. Es handelte sich um die Kinder der Stiefschwester des Schützen. Zu den Toten zählten zudem der Bruder des Wirts und dessen Frau. Sie waren 69 und 62 Jahre alt und wohnten nur wenige Häuser weiter. Ein Trauergottesdienst sei geplant, so Gröner. Kommenden Montag werde er sich mit den Gemeinderäten und den Kirchenvertretern hierüber beraten.

Rot am See/Schwäbisch Hall: 26-Jähriger tötet sechs Angehörige und lässt sich festnehmen

Update vom 24. Januar, 20.58 Uhr: Nach der schrecklichen Tat in Rot am See, rief der Tatverdächtige die Polizei an. Weniger Minuten später traf diese ein und nahm den 26-Jährigen widerstandslos fest

Er erschoss sechs Menschen - darunter seinen 65 Jahre alten Vater und seine 56-jährige Mutter. Das Verwandtschaftsverhältnis der weiteren Opfer - zwei Männer und zwei Frauen - muss noch ermittelt werden, berichtet tz.de.

Der Schütze bedrohte auch zwei Jugendliche im Alter von 12 und 14 Jahren. Der 26-jährige Beschuldigte hatte bisher keine Vorstrafen. Am Samstag soll er dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Polizei war mit 100 Kräften, bestehend aus Schutz- und Kriminalpolizei, im Einsatz.

Blutbad in Rot am See: Die meisten Opfer sollen mit dem Täter zusammengewohnt haben

Update vom 24. Januar, 19.27 Uhr:  Zum Motiv des 26-Jährigen, der seine Eltern und Verwandten am Freitagmittag in der Gemeinde Rot am See tötete, kann die Polizei bislang keine Angaben machen. Der Schütze hatte auch, als er bei der Polizei die Tat telefonisch meldete, keinen Grund  genannt. Derzeit befindet sich der Tatverdächtige auf der Dienststelle. Sobald der Rechtsanwalt des 26-Jährigen da ist, kann eine Befragung durchgeführt werden. Laut der Polizei konnte aber wohl schon ein "geordnetes Gespräch" mit ihm geführt werden, berichtet tz.de.

Die Tat ereignete sich am Wohnort des 26-Jährigen. Vier der Opfer hatten mit dem Schützen im Gebäude zusammengewohnt. Zum Auffindungsort der Leichen hatte die dpa sich auf Polizeiangaben berufen. So sollen zwei Leichen im Gebäude gefunden worden sein, vier weitere davor. 

Rot am See/Schwäbisch Hall: 26-Jähriger richtet Blutbad an - neue Details

Update vom 24. Januar, 17.43: Am Freitag, gegen 12.45 Uhr fielen in Rot am See im Kreis Schwäbisch Hall mehrere Schüsse. Die Polizei hatte dazu eine Pressekonferenz um 17 Uhr im Rathaus von Rot am See einberufen. 

Nach dem neusten Ermittlungsstand ist nun bekannt, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 26-Jährigen handelt, der einen Waffenschein besitzt. Laut der Polizei Aalen soll der Mann ein Sportschütze sein. Die Tatwaffe sei eine halbautomatische Kurzwaffe mit Kaliber neun Millimeter gewesen. Nach der Tat soll er selbst die Polizei telefonisch darüber informiert haben.

Der Täter tötete sechs Menschen und verletzte zudem weitere. Die Polizei gehe von einem Familiendrama aus, heißt es in der Pressekonferenz. Bei den erschossenen Personen handelt es sich um drei Männer und drei Frauen. Die Männer sollen 36, 65 und 69 Jahre alt sein, die Frauen 36, 56 und 62. Unter den Opfern sollen neben Verwandten auch Mutter und Vater des Täters sein, berichtet dpa.de. 

Schüsse in Rot am See: Pressekonferenz verschoben

Update vom 24. Januar, 16.30 Uhr: Die angekündigte Pressekonferenz, die um 16.30 Uhr im Rathaus von Rot am See stattfinden sollte, wurde nun auf 17 Uhr verschoben, teilte die Polizei Aalen über Twitter mit.

Rot am See: Mindestens sechs Menschen tot 

Update vom 24. Januar, 16 Uhr: Nach dem neusten Ermittlungsstand sollen sechs Menschen durch die Schüsse in Rot am See ums Leben gekommen sein. Die Todesopfer sollen vor und in einer Gaststätte in der Bahnhofstraße gelegen haben. Nach Angaben der Polizei wird vermutet, dass es sich dabei um eine Beziehungstat handelt. Es soll ein Beziehungsverhältnis zwischen Täter und Opfer vorliegen, berichtet tz.de

Nähere Einzelheiten zur Tat soll die Polizei auf einer Pressekonferenz um 16.30 Uhr im Rathaus von Rot am See bekannt geben. 

Rot am See: Schüsse fallen - Polizei berichtet von mehreren Toten 

Erstmeldung vom 24. Januar 14.47 Uhr: In Rot am See im Landkreis Schwäbisch Hall sind vor wenigen Stunden Schüsse gefallen. Nach Polizeiangaben sind wohl mehrere Menschen entweder schwerverletzt oder gestorben.

Zu möglichen Hintergründen äußerten sich die Ermittler zunächst nicht. Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden.

Mehr Informationen folgen im Kürze.

Ein Schwert, ein Schuss, Waffengewalt - in der Region gab es mehr Vorfälle

Letztes Jahr im März wurde ein Polizei-Azubi in Würzburg offenbar versehentlich von einem Mit-Auszubildenden erschossen.

In Stuttgart erschießen Polizisten einen Mann. Er griff sie mit einem Schwert an. Die Polizei ermittelt weiter. Die Mutter des Toten konnte noch nicht befragt werden.

Anfang Januar eskaliert ein Streit in Heilbronn. Ein Mann zog plötzlich eine Waffe.

Erschreckend: So viele Waffen gibt es in der Region.

Rubriklistenbild: © dpa/ Sebastian Gollnow

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