Blaufelden noch vor Schrozberg

Corona-Hotspot Schwäbisch Hall: Blaufelden knackt 1000er-Grenze - Schock-Inzidenz

  • Jason Blaschke
    vonJason Blaschke
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Mit einer 7-Tage-Inzidenz von weit über 1.000 löst die Gemeinde Blaufelden im Landkreis Schwäbisch Hall die Kleinstadt Schrozberg als Corona-Hotspot ab.

Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg* steigt weiter rasant an. Stand 30. März beträgt der Wert 125,7 und liegt damit weit über der Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner. Schon 32 der insgesamt 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg melden einen Inzidenzwert von mehr als 100. Das geht aus Zahlen und Analysen des Landesgesundheitsamts in Stuttgart hervor, die der echo24.de-Redaktion* täglich übermittelt werden.

Corona-Hotspot Schwäbisch Hall: Blaufelden mit Inzidenz von über 1.000

Der traurige Spitzenreiter in Baden-Württemberg ist der Landkreis Schwäbisch Hall mit einer 7-Tage-Inzidenz von derzeit 470,1. Mittlerweile greift die Notbremse in Schwäbisch Hall mit verschärften Kontaktbeschränkungen und einer Maskenpflicht, die auch tagsüber gilt. Trotzdem geht die Zahl der Infektionen einfach nicht runter. In einigen Regionen im Landkreis wird es sogar noch schlimmer. Erst kürzlich explodierte die Inzidenz in Schrozberg* mit Werten über der Marke von 1.000.

Doch nun wird Schrozberg von der benachbarten Gemeinde Blaufelden als neuer Corona-Hotspot* abgelöst. In einer Mitteilung informiert der Landkreis Schwäbisch Hall über die Inzidenzwerte auf Gemeindeebene. Stand 30. März verzeichnet Blaufelden eine 7-Tage-Inzidenz von 1154,0 und liegt damit vor Schrozberg mit einer Inzidenz von 515,6. Heißt: Die verschärften Maßnahmen in Schrozberg haben Wirkung gezeigt und die Inzidenz wieder stark nach unten gedrückt.

Corona-Hotspot Schwäbisch Hall: Notbremse wird nicht überall eingehalten

Unterschreitet eine Gemeinde in Schwäbisch Hall an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Marke von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, werden die Beschränkungen automatisch aufgehoben. Aber: Eigentlich hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 die Notbremse* greifen muss. Doch viele Regionen in Deutschland sehen das lockerer und verschärfen die Maßnahmen erst, wenn die Inzidenz die Marke von 200 knackt.

Die unterschiedliche Handhabe der Notbremse führt dazu, dass in vielen Regionen zum Teil unterschiedliche Regeln gelten. Sprich: Mancherorts müssen Geschäfte schließen, in der benachbarten Region aber womöglich nicht. Es ist gar nicht leicht, hier den Überblick zu behalten. Was an Ostern in Baden-Württemberg erlaubt* ist, haben wir für euch in einer Übersicht zusammengestellt. All das Durcheinander dürfte Thema bei den nächsten Bund-Länder-Beratungen* im April sein.

In Hotspot-Regionen muss ab einer Inzidenz von über 100 eigentlich die sogenannte „Notbremse“ greifen. Doch nicht alle Stadt- und Landkreise in Deutschland halten sich an die Abmachung.

Corona-Hotspot Schwäbisch Hall: ganz BaWü erlebt einen Inzidenz-Schock

Der Landkreis Schwäbisch Hall ist mit Schrozberg und Blaufelden übrigens nicht die einzige Region in Baden-Württemberg, die mit rasant steigenden Inzidenzwerten kämpft. Auch der Landkreis Hohenlohe kämpft mit Werten von über 250 gegen die schnelle Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung. Der Großteil aller Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg meldet derzeit Inzidenzwerte im dreistelligen Bereich. Viele Regionen sind mit Werten über 80 zudem nah dran.

Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 gibt es Stand 30. März in Baden-Württemberg nicht. Den niedrigsten Inzidenzwert meldet der Landkreis Böblingen mit 63,1 Fällen pro 100.000 Einwohner. Verschlimmert wird die ohnehin schon dramatische Lage durch die Tatsache, dass es einen erneuten Impfstopp mit AstraZeneca* gibt und das Impftempo durch die Maßnahme weiter gedrosselt werden könnte. *echo24.de und bw24 sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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