In Eberbach

Schulbus-Unfall: Fahrer fuhr Strecke seit fünf Jahren 

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Die Unfallursache ist noch nicht geklärt.

Nach dem Unfall eines Schulbusses in Eberbach hat das Busunternehmen den Fahrer als erfahrenen Mann bezeichnet. "Er fährt die Strecke seit etwa fünf Jahren täglich von Montag bis Freitag", sagte ein Sprecher der in Mudau ansässigen Firma am Dienstag. Der Fahrer sei zum Unfallzeitpunkt am Dienstagmorgen erst etwa 90 Minuten unterwegs gewesen und habe zuvor alle gesetzlichen Ruhezeiten eingehalten. Ob es technische Probleme am Fahrzeug gegeben habe, müsse eine Untersuchung zeigen. "Der am Unfall beteiligte Linienbus ist erst vor drei Wochen nach den gesetzlichen Bestimmungen überprüft worden", sagte der Sprecher.

Ungebremst ist ein Schulbus in Eberbach frontal auf eine Hauswand geprallt, dabei wurden 36 Kinder verletzt - mindestens sechs von ihnen schwer. Bei einigen dieser Kinder schloss die Polizei Lebensgefahr nicht aus. Auch zwei Erwachsene seien schwer verletzt, sagte Polizeisprecher Markus Winter. Weitere Angaben lagen zunächst vor. Rettungshubschrauber brachten die Verletzten in mehrere Krankenhäuser. Zuvor war von insgesamt 48 Verletzten die Rede gewesen, darunter 43 Kinder. Die Polizei konnte zunächst keine Angaben machen, warum der Bus aus der Kurve geraten war.

Der vollbesetzte Bus war am Morgen zunächst gegen mehrere Fahrzeuge und danach frontal gegen die Wand eines Elektrofachgeschäfts gekracht. Insgesamt wurden 44 Menschen verletzt, darunter auch der Busfahrer und der Fahrer eines Kleintransporters. Die Kinder in dem Bus waren 9 bis 15 Jahre alt. Die Kinder, die schwer verletzt wurden, waren laut Polizei im vorderen Bereich des Busses. Fotos von der Unfallstelle zeigten den stark beschädigten Bus, dessen Front nach dem Aufprall deformiert war. Im Inneren waren Sitzbänke nach vorne geklappt. Um den Bus herum lagen Metallteile auf feuchtem Asphalt, Kleinfahrzeuge daneben wirkten wie zusammengeschoben.

Sachverständige prüfen, ob das Gebäude, in das der Bus krachte, einsturzgefährdet ist. Fotos der Unfallstelle zeigen eine schwer beschädigte Wand. "Die Experten untersuchen die Statik", sagte Sprecher Christoph Kunkel. Wann ein Ergebnis vorliegt, sei unklar. Die Polizei hob die große Hilfsbereitschaft der Anwohner hervor. Viele hätten ihre Garage oder eine Einfahrt frei geräumt, um die Rettungsarbeit zu unterstützen. "Das war eine sehr gute Zusammenarbeit", sagte ein Sprecher. 17 Seelsorger waren vor Ort, um Verletzte und Angehörige zu betreuen.

Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in Mannheim Ludwigshafen und Gießen gebracht. Auch von dort kamen Rettungskräfte. Mehr als 150 Helfer waren im Einsatz. Die Bergung des havarierten Fahrzeugs lief am Nachmittag.Der Bus bringe jeden Morgen Schüler aus umliegenden Gemeinden in den Ort mit etwa 15.000 Einwohnern, hieß es. Für Eltern und unverletzte Kinder wurde in Eberbach eine Sammelstelle eingerichtet. Die Unfallstelle wurde großräumig abgesperrt.

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