Über 800 Kupferzeller waren dabei

Corona-Studie in Kupferzell: RKI beendet Folgeuntersuchung – die Details

Ein Bus, der für die Corona-Studie des Robert Koch-Instituts eingesetzt wird.
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Die Folgeuntersuchung zur Corona-Studie in Kupferzell ist beendet. Die nächste Station der Busse ist Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim (Bayern).
  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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  • Julia Cuprakowa
    Julia Cuprakowa
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Die Folgeuntersuchung zur Corona-Studie in Kupferzell ist beendet. Das Robert Koch-Institut hofft, nun mehr über Antikörper und Impfungen rauszufinden.

Update, 29. Juni: Für eine Folgeuntersuchung zur Corona-Studie haben sich Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) erneut nach Kupferzell im Hohenlohekreis aufgemacht. Ziel der großangelegten RKI-Studie ist es, mehr über die Konzentration von Antikörpern nach einer überstandenem SARS-CoV-2-Infektion und nach einer Corona-Impfung in Erfahrung zu bringen. In einigen Wochen wird noch eine Befragung in Kupferzell stattfinden, danach ist die Folgeuntersuchung tatsächlich beendet.

Corona-Studie in Kupferzell: So geht es nach der Folgeuntersuchung weiter

975 Einwohner von Kupferzell hatte das Robert Koch-Institut zur Folgestudie eingeladen. Das waren die Personen, die auch schon in der ersten Corona-Studie im vergangenen Jahr mitgemacht haben. Von ihnen haben sich laut einer Mitteilung des Landratsamts Hohenlohekreis 850 erneut eine Blutprobe nehmen lassen, die nun von Experten des RKIs untersucht werden. „Wir freuen uns sehr über die hohe Teilnahmequote von fast 90 Prozent“, sagt RKI-Studienleiter Martin Schlaud.

Schlaud und seine Kollegen vom Robert Koch-Institut hoffen, bald mehr über das Coronavirus in Erfahrung zu bringen. Nach einer kurzen Pause werden er und sein Team die Folgeuntersuchung zur Corona-Studie in Bad Feilnbach* im Landkreis Rosenheim in Bayern fortsetzen. Zuvor waren die Experten schon in Berlin und haben dort die Folgeuntersuchung fortgeführt. Die Studienergebnisse aus allen drei Standorten will das Robert Koch-Institut voraussichtlich Ende 2021 veröffentlichen.

Corona-Studie in Kupferzell: Was die Forscher vom RKI herausfinden wollen

Erstmeldung, 14. Juni: Forscher des Robert Koch-Instituts (RKI) kommen ab Montag, 14. Juni, erneut und bereits zum dritten Mal ins hohenlohische Kupferzell. Es sollen Folgeuntersuchung stattfinden, bei denen die Forscher herausfinden wollen, welche Langzeitfolgen eine Sars-CoV-2-Infektion haben kann und wie lange sich Antikörper nachweisen lassen.

Mit zwei großen Testbussen und etwa acht bis zehn Mitarbeitern wird das RKI dann bis voraussichtlich 25. Juni Halt im Kupferzell machen, berichtet der SWR. Insgesamt werden etwa 300 Personen befragt und untersucht.

RKI in Kupferzell: Neue Corona-Studie startet - Forschung zu Corona-Langzeitfolgen und Antikörpern

Kupferzell war zu Beginn der Pandemie einer der Corona-Hotspots in Baden-Württemberg. Nach einem Konzert am 1. März 2020 war es zu mehr als 100 bekannten Infektionsfällen mit dem Coronavirus gekommen. Bei der anschließenden Studie „Corona Monitoring lokal“ hatte das Team des RKI bei mehr als einem Viertel – also etwa 28,2 Prozent – der Testpersonen in Kupferzell mit einem vorherigen positiven Corona-Befund keine Antikörper finden können.

Mehr als 2.200 Einwohner von Kupferzell wurden von Mai bis Juni 2020 untersucht und befragt. Nach Angaben des Hohenlohekreises hatten sich fast viermal mehr Kupferzeller mit dem Coronavirus infiziert als zuvor bekannt, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Im Herbst setzte das RKI seine Studie in Kupferzell fort.

RKI in Kupferzell: Neue Corona-Studie mit ehemaligen Studie-Teilnehmern

Auch dieses Mal wurden Teilnehmer der vorhergehenden Untersuchungen eingeladen. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Dennoch hätten sich, laut SWR und Bürgermeister Christoph Spieles (CDU), die meiste wieder dazu bereit erklärt an der neuen Studie teilzunehmen. Die Studienprobanden können sich demnach freiwillig befragen lassen und eine Blutprobe abgeben.

Wie der SWR weiter berichtet, wurde den Teilnehmenden im Vorfeld ein Fragebogen zugesandt. Dieser sollte klären, ob es Veränderungen seit der letzten Untersuchen gegeben hat. Zum Beispiel: Ob man geimpft wurde oder ob man Long Covid-Symptome hat. Die Auswertung der Fragebögen gibt Forschern den Hinweis, wer ab Dienstag schließlich einen Vor-Ort-Termin angeboten bekommt, um eine Blutprobe für weitere Untersuchungen abzugeben.

Corona-Studie: Forscher des Robert-Koch-Instituts (RKI) hoffen auf neue Erkentnisse

Von der neue Studie erhofft sich das Robert-Koch-Institut (RKI) mehr Erkenntnisse über die Corona-Langzeitfolgen, aber auch über die zeitabhängige Nachweisbarkeit von Antikörpern zu bekommen. Im Klartext: Die Forscher wollen möglichst genau herausfinden, wie lange nach einer Impfung oder einer Infektion wie viele Antikörper im Blut sind. Hier könne man nach Aussage des RKI sogar zwischen Antikörpern infolge einer Erkrankung oder einer Impfung unterscheiden.

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