Angeklagt wegen Totschlags

Plädoyers im Heilbronner Prozess gegen Pflegeoma erneut verschoben

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Die modellhafte Nachbildung der Justitia steht auf dem Tisch eines Richters.
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Die Staatsanwaltschaft könnte auf Mord plädieren. 

Knapp zehn Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Jungen in Künzelsau geht der Prozess gegen dessen Pflegeoma heute mit den Plädoyers in die Schlussrunde. Die ehemalige Krankenschwester soll für den Tod des ihr anvertrauten Siebenjährigen verantwortlich sein. 

+++Update, 17 Uhr: Plädoyers erneut verschoben+++

Im Prozess um den Tod eines Siebenjährigen gegen dessen Pflegeoma sind die Plädoyers erneut verschoben worden. Die Verteidigerin der 70-Jährigen hatte am Montag am Landgericht Heilbronn ein Gutachten eines weiteren Sachverständigen beantragt. Das ursprüngliche Gutachten hält die Verteidigerin für mangelhaft. Der Sachverständige hatte ausgesagt, dass die Angeklagte zur Tatzeit wohl keine schwere Depression gehabt habe. Die Verhandlung soll am 26. Februar fortgesetzt werden.

Plädoyers wurden verschoben wegen Krankheit

Angeklagt war sie wegen Totschlags. Dafür liegt die Höchststrafe bei 15 Jahren. Die Staatsanwaltschaft könnte aber auch auf lebenslange Haft wegen Mordes plädieren. Anklagevertreter Harald Lustig hatte angedeutet, es gebe Hinweise auf das Mordmerkmal niedere Beweggründe.

Der Termin für die Schlussvorträge hatte sich verzögert, weil sich die Verteidigerin der 70 Jahre alten Deutschen vor zwei Wochen krank gemeldet hatte. Das Urteil wird am 26. Februar erwartet.

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