Drei mutmaßliche Täter angeklagt

Brandanschlag auf Moschee in Lauffen: Urteil gefallen

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Die Moschee in Lauffen, auf die der Brandanschlag ausgeübt wurde. 
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Die Männer gehen nun für mehrere Jahre in Haft.

+++Update 22. Februar: Urteile im Moschee-Prozess sind gefallen+++

Ein Angeklagter erhielt eine Strafe von drei Jahren Haft, ein anderer von zweieinhalb Jahren, der dritte zwei Jahre und acht Monate Jugendstrafe. Der Tatvorwurf "versuchter Mord" wurde fallengelassen, er sei nicht belegbar hieß es in der Urteilsverkündung.

Die Angeklagten sind Kurden aus der Türkei und Syrien. Der Anschlag im März 2018 in Lauffen sei ein Protest gegen die türkische Regierung und deren aggressives Vorgehen im syrischen Ort Efrîn gewesen, sagte die Vorsitzende Richterin Eva Bezold. Bei der Militär-Offensive gegen die zum Großteil von Kurden bewohnte Stadt waren laut Bezold auch Angehörige eines Angeklagten gestorben: "Der Tod vieler unschuldiger Opfer verstärkte bei den Angeklagten die Ablehnung der türkischen Regierung."

Anders als die Anklage schloss die Kammer einen versuchten Mord an einem im Nebenzimmer schlafenden Imam und dessen Ehefrau aus. Die Angeklagten hätten die Brandsätze eben nicht in die Wohnräume geworfen, erklärte die Richterin. Auch die im Gebäude untergebrachte Moschee hätten sie nicht treffen wollen.

Brandanschlag Moschee: Urteil soll am 22. Februar verkündet werden

Nach einem Brandanschlag auf eine Moschee in Lauffen  wird am heutigen Freitag ein Urteil gegen drei mutmaßlichen Täter erwartet. Die Staatsanwaltschaft fordert unter anderem wegen versuchten Mordes Freiheitsstrafen von vier Jahren und drei Monaten, vier Jahren und zehn Monaten sowie sieben Jahren. Die Verteidiger plädieren auf Freispruch.

Die Angeklagten sollen am 9. März 2018 mehrere Brandsätze auf die Räume einer islamischen Gemeinschaft geworfen haben, während der Imam und seine Frau dort schliefen. Die beiden konnten sich rechtzeitig retten, verletzt wurde niemand. 

Brandanschlag in Lauffen: Politisches Motiv vermutet

Die Anklage ging von einem politischen Motiv aus. Es soll sich um eine Racheaktion für Angriffe der türkischen Armee auf den syrischen Ort Efrîn gehandelt haben. Eine Komplizin habe die Tat gefilmt. Später seien die Bilder auf Internetseiten aufgetaucht, die der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nahestünden.

Das Gebetshaus wird von der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (""Nationale Sicht") betrieben. Diese wurde in der Türkei von dem verstorbenen islamisch-konservativen Politiker Necmettin Erbakan gegründet, der als enger Vertrauter des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan galt. 

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