Lieferschwierigkeiten schließen geregelte Produktion aus

Porsche Stuttgart: Produktion steht weiter still - Wiederanlauf noch nicht in Sicht

  • Daniel Hagmann
    vonDaniel Hagmann
    schließen
  • Violetta Sadri
    Violetta Sadri
    schließen

Nicht nur Audi, auch Porsche bekommt die Coronavirus-Krise zu spüren. Die Produktion in Stuttgart ruht nun noch mindestens eine weitere Woche. 

  • Das Coronavirus trifft die Automobil-Industrie.
  • Porsche rechnet mit Umsatzrückgängen.
  • Beim Autobauer in Stuttgart-Zuffenhausen ruht die Produktion bis nach Ostern.

Porsche Stuttgart: Produktion steht weiter still - Wiederanlauf noch nicht in Sicht

Update vom 16. April: Porsche hatte die Produktion vor knapp vier Wochen aufgrund der täglich steigenden Coronavirus-Infektionen heruntergefahren. Während die Infektionskurve wegen der von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Verordnung langsam wieder abflacht, wollen Audi, Daimler und Volkswagen die Produktion wieder hochfahren. Audi in Neckarsulm möchte am 20. April damit starten

Bei Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen und Leipzig bleiben die Produktionsbänder jedoch vorerst noch stehen - für mindestens eine weitere Woche. Grund dafür seien Engpässe bei den globalen Lieferketten, die einen geordneten Wiederanlauf nicht zuließen, erklärte ein Unternehmenssprecher. Wie stuttgarter-nachrichten.de berichtet, werde bei dem Autohersteller Porsche wöchentlich neu über notwendige Schritte entschieden.

Porsche in Stuttgart leidet unter Coronavirus: Auch nach Ostern keine Auto-Produktion

Erstmeldung vom 8. April: Lieferungen bleiben aus, die Nachfrage sinkt, Betriebe schließen mindestens vorübergehend. Das Coronavirus verändert seit Wochen altbekannte Abläufe - und wird voraussichtlich auch in der Wirtschaft tiefe Einschnitte hinterlassen. Nicht nur kleine Unternehmen müssen wegen Sars-CoV-2 mit deutlichen Umsatzrückgängenkämpfen und bangen um ihr Fortbestehen. Auch die Automobil-Industrie spürt die Folgen von Covid-19. Audi in Neckarsulm beispielsweise hat gerade erst die Zeit der Kurzarbeit für seine Mitarbeiter verlängert - bereits zum zweiten Mal. Und auch der Autobauer Porsche in Stuttgart erwartet wegen des Coronavirus ein starkes Absatzminus.

Für das erste Quartal 2020 rechnet Porsche in Stuttgart mit einem Absatzrückgang von etwa zehn Prozent, erklärt Vorstandschef Oliver Blume. In China, wo das Coronavirus weltweit zuerst ausgebrochen ist, habe der Absatz im Februar um 75 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Ab Samstag, 21. März, hat Porsche die Arbeit in seinem Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen ausgesetzt - für zunächst zwei Wochen. Zudem hat der Sportwagenbauer Porsche bereits im März Kurzarbeit für seine Mitarbeiter angemeldet.

Corona-Krise bei Porsche in Stuttgart: Auto-Produktion ruht nach Ostern

Doch auch beim zwischenzeitlich um eine weitere Woche verlängerten Produktionsstopp bei Porsche wegen der Corona-Krise bleibt es nicht. Wie die Stuttgarter Nachrichten nun vermelden, werden auch in der kommenden Woche, in den Tagen nach Ostern, beim Autobauer Porsche in Stuttgart die Bänder stillstehen. Der Grund: Wegen der Corona-Krise gebe es Lieferschwierigkeiten seitens der Partner-Unternehmen, sodass an eine geregelte Produktion im Werk in Stuttgart-Zuffenhausen nicht zu denken sei.

Die Tage nach dem Osterwochenende bedeuten dann demnach bereits die vierte Woche in Folge, in der bei Porsche in Stuttgart die Produktion der Autos stillgelegt ist. Zuletzt war Porsche im Aufwind.

Porsche verzeichnet wegen Corona einen Rückgang der Nachfrage. Für das erste Quartal 2020 ist eine Absatzverringerung von zehn Prozent zu erwarten.

Noch im März sprach Porsche-Chef Oliver Blume von einer "Arbeitsplatzsicherung für die nächsten Jahre" für die Mitarbeiter.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema