Unfallrate nimmt ab

Baden-Württemberg: Weniger Verkehrstote als im Rest Deutschlands

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Weniger Unfälle, weniger Tote, aber mehr Verunglückte.

Die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2018 ist raus. Das Ergebnis: Insgesamt gab es im vergangenen Jahr rund ein Prozent weniger Verkehrsunfälle, als noch im 2017. Auch die Zahl der Verkehrstoten ist zurückgegangen. Allerdings gab es im vergangenen Jahr mehr Verunglückte.

323.986 Verkehrsunfälle wurden 2018 erfasst. Bei 90 Prozent davon kam es lediglich zu Sachschäden. Die Zahl der Personenschäden stieg leicht an. 48.554 Menschen kamen bei Verkehrsunfällen zu Schaden. 8.542 davon erlitten schwere Verletzungen ein Anstieg von etwa einem Prozent. Todesopfer gab es aber weniger. 440 Personen starben 2018 bei Verkehrsunfällen. Im bundesweiten Vergleich lag die Zahl der Verkehrstoten in Baden-Württemberg damit am Nedrigsten.

2018 kam es zu 117.116 Pkw-Unfällen. 23.603 Personen wurden leicht,  3.487 schwer verletzt. 183 Personen verunglückten tödlich. Bei den Fahrradunfällen ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. So waren 11.433 Personen in Fahrradunfälle verwickelt. Das sind rund 12,4 Prozent mehr als 2017. Tödlich endeten 68 davon. Zwei Drittel der tödlich Verunglückten trugen keinen Helm. "Diese traurige Bilanz muss uns wachrütteln", sagte Innenminister Thomas Strobl. Auch bei den Motorradfahrern stieg die Zahl der Verunglückten. Insgesamt gab 5572 Motorradunfälle. 101 davon endeten tödlich.

Unfallursache Nummer eins: Überhöhte Geschwindigkeit

161 Menschen verloren 2018 ihr Leben, weil ein Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs war. Damit bleibt Raserei weiterhin die Todesursache Nummer eins im Straßenverkehr. Ablenkung sorgte 2018 für 19,4 Prozent der tödlichen Unfälle. Des Weiteren hatten ein Viertel der Getöteten zum Unfallzeitpunkt ihren Sicherheitsgurt entweder gar nicht, oder nicht ordnungsgemäß angelegt.

Im Rahmen von Verkehrskontrollen hatten Polizisten verstärkt auch die Verkehrstüchtigkeit der Fahrer überprüft. So wurden 2018 knapp 25.000 Personen wegen Fahrens unter Alkohol-, Drogen-, oder Medikamenteneinfluss angezeigt.

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