120.000 Euro Nachzahlung

Fliesenleger aus Schwäbisch Hall bekommt zwei Jahre zur Bewährung

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(Symbolbild)
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Ein Fliesenleger aus Schwäbisch Hall hat mehrere Jahre Arbeitnehmer "schwarz" beschäftigt. Seine Freiheitsstrafe wurde nun zu einer Bewährungsstrafe.

Ein im Landkreis Schwäbisch Hall ansässiger Fliesenleger wurde vom Amtsgericht Schwäbisch Hall im September 2018 zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Freiheitsstrafe wurde auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der ehemalige geschäftsführende Inhaber einer GmbH in 107 Fällen wegen der Vorenthaltung und Veruntreuung von Arbeitsentgelt schuldig gemacht hatte.

Vier Jahre vier Arbeitnehmer "schwarz" beschäftigt

Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit vom Standort Tauberbischofsheim zeigten, dass der vorbestrafte Unternehmer fortgesetzt vier Jahre lang seit Oktober 2009 vier Arbeitnehmer "schwarz" beschäftigte. Als vermeintlich selbstständige Subunternehmer gingen diese jedoch weisungsgebunden den vorgegebenen Arbeiten des Mannes nach. Damit standen die Arbeiter zu dem Verurteilten eindeutig in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis.

Nachzahlung von 120.000 Euro fällig

Durch die Scheinselbständigkeit und die nicht erfolgten Anmeldungen als abhängig beschäftigte Arbeitnehmer entstand den Sozialkassen ein Schaden in Höhe von mehr als 120.000,00 Euro. Diese nicht ordnungsgemäß abgeführten Sozialversicherungsbeiträge sind auch von dem Verurteilten nachzuzahlen.

Das Urteil wurde am 17. September vergangenen Jahres rechtskräftig.

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