"Apelle reichen nicht aus"

Diese 718 erschreckenden Verstöße gab's bei der bundesweiten Polizei-Kontrolle in der Region

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Symbolbild.
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Bei der Aktion "sicher.mobil.leben." konnte die Polizei Heilbronn viele Verstöße feststellen. Zum Teil waren sogar Kinder im Auto betroffen.

Trotz umfangreicher Ankündigung entdeckte die Polizei Heilbronn bei der bundesweiten Kontrollaktion "sicher.mobil.leben" noch sage und schreibe 718 Verstöße. "Erschreckend", heißt es in einer Mitteilung.

162 Mal ahndeten die Beamten Verstöße gegen das Handyverbot - Hauptgrund der Unfallursache "Ablenkung". Krasse 419 Mal waren Fahrer oder Mitfahrer nicht angeschnallt. Und 21 Mal waren sogar Kinder nicht vorschriftsmäßig gesichert.

Heilbronner Polizeipräsident: "Apelle an die Vernunft reichen nicht aus"

Insbesondere sei die Ablenkung durch Handynutzung am Steuer seit einigen Jahren ein Schwerpunkt der Verkehrsüberwachung, erklärte Polizeipräsident Hans Becker - mit ständig steigenden Treffern. "Es ist daher richtig gewesen eine solche bundesweite Aktion durchzuführen, um eine öffentliche Aufmerksamkeit zu bekommen."

Mit einem bundesweiten Aktionstag wollte die Polizei auf die Risiken von Handys und weiteren Ablenkungen aufmerksam machen. (Foto: Holger Hollemann/dpa)

Er kündigte zudem weitere Maßnahmen an: "Die Überwachung des Straßenverkehrs ist auch weiterhin eine Kernaufgabe der Polizei. Dies machen unsere Unfallzahlen deutlich. Neben zahlreichen präventiven Ansprachen ist auch eine Verfolgung unersetzlich, da Appelle an die Vernunft nicht ausreichen."

Bundesweite Aktion "sicher.mobil.leben" - Zahlen für die Region

Insgesamt waren gestern zwischen 6 und 20 Uhr 235 Beamte aktiv an den Kontrollen beteiligt. An neun weiteren Stellen führten Beamtinnen und Beamte des Referats Prävention insgesamt 1.135 Präventionsgespräche durch. Kontrolliert wurden insgesamt 3.014 Fahrzeugen, darunter 373 LKW, 2.519 PKW, 101 Fahrräder sowie 21 sonstige Kraftfahrzeuge, darunter auch Zweiräder. 

Information

In einer früheren Version dieses Artikels war in fast allen Fällen von anderen Zahlen die Rede. Die Polizei hatte diese zunächst veröffentlicht, dann aber korrigiert.

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