Einbruchzahlen sinken, trotzdem ist Vorsicht geboten

Polizei Heilbronn: Einbrecher stehen in den Startlöchern

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Symbolbild.
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Wie das Haus sicherer wird und man besser vor Einbrechern geschützt ist.

Die Balkontür steht einen Spalt breit offen. Im Schlafzimmer sind Schubladen geöffnet, der Inhalt willkürlich auf dem Boden verteilt. Der Schmuck fehlt. Das gesparte Geld für den Urlaub ist verschwunden. In dieses Haus wurde eingebrochen. Für die Besitzer ein Schock. Wenn Tage kürzer und Nächte länger werden, steigen die Einbruchzahlen. "Noch ist es nicht soweit, es war ein langer Sommer", sagt Polizeisprecher Carsten Diemer. Doch es könnte jederzeit losgehen.

Heilbronn: Einbruchzahlen sinken dank Polizei-Konzept

Die Statistik zeigt jedoch: Die Einbruchzahlen im Kreis Heilbronn sinken von Jahr zu Jahr. 2017 gingen die Fallzahlen der Wohnungseinbrüche von 729 auf 573 zurück. Bei fast der Hälfte – in 279 Fällen – scheiterten Diebe bereits beim Versuch einzubrechen.

Das Polizeipräsidium Heilbronn verfolgt seit drei Jahren ein Konzept, um Wohnungseinbruchdiebstähle zu bekämpfen. Dazu wurde eigens eine Ermittlungsgruppe aus Schutz- und Kriminalpolizei eingerichtet. Landesweit liegt das Polizeipräsidium Heilbronn mit einer Aufklärungsquote von knapp 30 Prozent auf dem zweiten Platz. Schlechte Voraussetzungen für Diebe.

Wie schützt man sich vor Einbrechern?

Um sich vor ihnen zu schützen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. "Es gibt kriminalpolizeiliche Beratungsstellen im Landkreis", sagt Diemer. Eine befindet sich in der Nähe des Heilbronner Bahnhofs. Dort gibt die Polizei Tipps, wie man sein Haus technisch sicherer machen kann, zum Beispiel mithilfe von Alarmanlagen.

Polizei Heilbronn: Bereits Kleinigkeiten schrecken Diebe ab

Klar ist, dass Türen und Fenster geschlossen sein sollten – nicht nur dann, wenn man das Haus verlässt. Denn dreiste Diebe gibt es überall: "Wir hatten mal den Fall, dass eine Frau oben geputzt und unten gelüftet hat. Danach war die Wohnung leergeräumt", sagt Diemer. Aufmerksame Nachbarn, immer zweifach abgesperrte Türschlösser, verschlossene Rollläden in der Nacht – es sind die kleinen Dinge, die Einbrecher abschrecken. Auch Licht und geleerte Briefkästen signalisieren: Dieses Haus ist bewohnt. Wertsachen sollten in der Wohnung nicht offen rumliegen, sondern wenn möglich in Safes aufbewahrt werden.

Dringender Verdachtsfall? 110 wählen

Die Mehrzahl aller Einbrüche würden nicht von Profis verübt, sondern von Gelegenheitstätern. Doch egal ob ein Spezialist oder ein Amateur am Werk war: Ein Einbruch hinterlässt nicht nur eine verwüstete Wohnung, sondern auch psychische Folgen bei Hausbesitzern. Deshalb lieber vorbeugen.  Ist es zu spät und ein Dieb befindet sich bereits im Gebäude, rät die Polizei davon ab, den Helden zu spielen. In dringenden Verdachtsfällen, lieber zum Telefon greifen. "Wenn sie sich unwohl oder unsicher fühlen: Polizei anrufen", sagt Diemer.

Weitere Informationen für ein sichereres Zuhause gibt es auf www.k-einbruch.de, eine Initiative der Polizei und Wirtschaft.

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Von Patricia Okrafka

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