Schuss- und Stichverletzungen

Nach Großeinsatz in Plochingen: Festnahmen nach Gewalttat - mutmaßliche Täter vor Haftrichter

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Gestern gab es einen Großeinsatz der Polizei in Plochingen.
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Nach dem Großeinsatz der Polizei in Plochingen wurden weitere Verdächtige festgenommen. Die Beschuldigten werden heute dem Haftrichter vorgeführt.

  • In Plochingen kam es gestern zu einem dramatischen Zwischenfall.
  • Die Plochinger Innenstadt wurde durch die Polizei abgesperrt.
  • Zwei Männer wurden schwer verletzt.

Was war denn da los? In Plochingen kam es am Donnerstag zu einem Großeinsatz der Polizei, bei dem mehrere Bereiche der Plochinger Innenstadt gesperrt wurden. Zuvor war es gegen 17 Uhr in der Bahnhofsstraße offenbar zu einer blutigen Auseinandersetzung gekommen

Über Stunden war die Lage in Plochingen sehr angespannt. Überall in den abgesperrten Bereichen waren Polizisten mit Weste, Helm und Maschinenpistole zu sehen. Denn: Lange war unklar, was genau passiert war.

Nach Gewalttat in Plochingen: vier Verdächtige festgenommen

Update vom 14. Februar, 17 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Kriminalpolizei Esslingen ermitteln nach dem gestrigen Vorfall in Plochingen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts gegen vier Männer. Sie sollen am Donnerstagabend an einer Auseinandersetzung im Bereich der Esslinger Straße / Bahnhofstraße in Plochingen beteiligt gewesen sein. Hierbei wurden ein 21-Jähriger und ein 29-Jähriger schwer verletzt. Mit Stichverletzungen und einer Schussverletzung wurden sie in ein Krankenhaus gebracht. Es bestehe keine Lebensgefahr.

Brutaler Angriff in Plochingen: Fahndung bringt schnellen Erfolg

Sofort wurde eine Fahndung eingeleitet. Zahlreiche Streifenwagen, ein Polizeihubschrauber und Spezialkräfte des Polizeipräsidiums waren im Einsatz. Zunächst konnte ein 20-jähriger Verdächtiger in der Nähe des Tatorts festgenommen werden. Im Laufe der Nacht stießen die Ermittler auf drei weitere Männer im Alter von 19 und zwei Mal 29 Jahren. Sie alle wurden vorläufig festgenommen. Ein Ermittlungsverfahren wurde aber auch gegen den verletzten 21-Jährigen eingeleitet. Er soll ebenfalls an dem Angriff auf den 29-Jährigen beteiligt gewesen sein. Alle Beteiligten nehmen derzeit ihr Aussageverweigerungsrecht in Anspruch, weshalb aktuell keine näheren Details zur Tat bekannt sind.

Gewalttat in Plochingen: Polizei sucht nach Hinweisen

Der 19-Jährige wurde nach der Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Seine Komplizen aber werden heute Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt. Die Beschuldigten sind unter anderem wegen Gewaltdelikten polizeilich bekannt. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und zu den Hintergründen dauern an. Zeugen der Tat werden gebeten, sich über ein Hinweistelefon zu melden. Die Telefonnummern lauten: 0711 / 3990-142 und 0711 / 3990-153.

Großeinsatz in Plochingen: Messer und Pistole im Einsatz

Ursprungsmeldung: Zunächst vermeldeten die Stuttgarter Nachrichten, dass nach einer Auseinandersetzung auf offener Straßezwei Personen, 21 und 29 Jahre alt, durch Messerstiche verletzt worden waren. Einige Stunden später war dann klar: Nur das ältere der beiden Opfer wurde durch ein Messer verletzt. Der 21-jährige Mann erlitt Schussverletzungen. Beide wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Ein 20-jähriger Tatverdächtiger wurde laut Stuttgarter Nachrichten bereits Donnerstagabend an einer Tankstelle in Plochingen durch die Polizei Reutlingen festgenommen. Laut der Polizei Reutlingen wurden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag weitere Tatverdächtige festgenommen. Bei der Fahndung nach den Personen setzte die Polizei auch einen Hubschrauber ein.

Nach Großeinsatz in Plochingen: Motiv für Gewalttat weiterhin unklar

Da die weiteren Verdächtigen zunächst noch auf der Flucht waren, riet die Polizei den Anwohnern in Plochingen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Auch über das Motiv und die genauen Hintergründe äußerte sich der Pressesprecher der Polizei Reutlingen Michael Schaal am Donnerstag noch nicht: "Dafür ist es noch viel zu früh."

Schaal bestätigte den Stuttgarter Nachrichten aber, dass es noch einen zweiten Tatort gegeben hatte. Dabei handelt es sich möglicherweise um einen Plochinger Friseursalon.

Schwere Auseinandersetzungen auch in der Region Heilbronn

Glück im Unglück hatte ein 20-jähriger in Adelsheim bei Heilbronn. Auf dem Heimweg wurde er mit einem Messer angegriffen. Eine Tragödie mit tödlichem Ausgang ereignete sich in Rot am See. Ein 26-Jähriger erschoss sechs Angehörige.

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