Über Weinsberg hinaus bekannt

Ist das die bunteste Pension Deutschlands?

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Die farbenfrohe Pension Fiebrich in Weinsberg.
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Volker Fiebrich bringt mit seinem Haus Farbe nach Weinsberg.

In Weinsberg ist er bekannt wie ein bunter Hund: Volker Fiebrichs Pension in der Stadtseestraße sticht jedem Passanten sofort ins Auge. Man weiß kaum, wohin man zuerst schauen soll. Bilder über Bilder verteilen sich auf der gesamten Außenfassade des Hauses. Die "Mona Lisa", "Der Schrei" und die "Grinsekatze" aus "Alice im Wunderland" begrüßen den Besucher schon von Weitem.

"Wie sollen die Leute zum Fiebrich finden?"

"Angefangen hat alles, als ich das Haus in Blau und Gelb gestrichen habe", erzählt Volker Fiebrich. Er will, dass die Leute zu seiner Pension finden und auf sie aufmerksam werden - mit Erfolg. Die Bilder kommen etwas später hinzu. Fiebrich erläutert: "Ich wollte mein Leben dokumentiert wissen. Ich war jahrelang ein Arbeitsroboter und dieses Motiv war dann auch das erste, das Artur Schäfer für mich gezeichnet hat."

Bilder aus der vielleicht buntesten Pension Deutschlands

Artur Schäfer ist einer von 40 Jugendlichen, denen Volker Fiebrich von 1993 bis 2002 eine offene Tür geboten hat. Als Fiebrich damals einige "Kids" auf der Straße anspricht und erfährt, dass ihnen ein geeigneter Jugendraum fehlt, zögert er nicht lange. In seinem Haus ist genügend Platz für die Jugendlichen. Mit dem "Kinderlärm" ist nicht immer jeder einverstanden. Fiebrich ist es aber wichtiger, dass die Jugendlichen tagsüber einen Anlaufpunkt haben, an dem sie sich treffen und austauschen können. Mit vielen hat er heute noch regelmäßig Kontakt.

Auch die Zimmer sind alle bunt

Die Pension, die mit ihren drei Zimmern Platz für Wochenendurlauber, Monteure und Paare bietet, ist jedoch nicht nur von außen kunterbunt, sondern auch von innen. "Bei jedem Bild ist ein kleiner Spaß dabei", berichtet der 69-Jährige. So gibt es ein Zimmer zu den "Simpsons", ein anderes nennt der Weinsberger das "Aquarium-Zimmer" und das Treppenhaus versetzt den Besucher in einen tropischen Regenwald. "Damit das Auge was zu tun hat", sagt Fiebrich und schmunzelt. Übrigens: Das nächste Bild ist bereits in Planung und wartet auf seine Verwirklichung.

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