Profi mit besonderem Tipp für Chili con Carne

Darum ist ER der schärfste Gärtner der Region

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Alexander Hicks kennt sich mit Chilis bestens aus.
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Alexander Hicks treibt vielen Menschen die Tränen in die Augen.

Sie sehen aus wie Mini-Paprikas. Doch die kleinen grünen, gelben und roten Schoten haben es so richtig in sich. Deren Schärfe treibt manchem beim Verzehr die Tränen in die Augen. Nicht so bei Alexander Hicks. Der Göppinger ist von klein auf ein großer Fan der kleinen, unscheinbaren Würzpflanze Chili. Er sagt: "Ich habe schon immer gern scharf gegessen."

In der Folge beschäftigte er sich mit der exotischen Pflanze sowie deren Anbau und Zucht – und wird im Laufe der Zeit zu einem gefragten Chili-Experten. Völlig zu unrecht führt das Gewürz hierzulande ein Schattendasein - auch wenn kürzlich ein durchgeknallter Chili-Dieb für Aufsehen gesorgt hat.

Chili-Experte möchte Welt erobern

Dies will Hicks jetzt ändern und sein Hobby zum Beruf machen. In Pfedelbach ist der gelernte Gärtner fündig geworden. Auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei Huber will er seinen Traum verwirklichen und den professionellen Anbau von Chili-Pflanzen betreiben und von hier aus die Welt erobern. Hier hat er die nötige Infrastruktur gefunden und die verwaisten Gewächshäuser am Ortsrand von Pfedelbach mit neuem Leben gefüllt.

"Die Bedingungen hier sind ideal", erzählt Hicks. "Die Gewächshäuser sind beheizbar und bieten in der Höhe genügend Platz." Auf den Pflanztischen hinter ihm stehen getopfte Chili-Pflanzen so weit das Auge reicht. In jedem Topf steckt ein Hinweis-Schildchen mit Namensbezeichnungen wie "Lila Luzi", "Scorpion Butch" und "Teufelszunge". "Insgesamt bauen wir hier mehr als 200 Sorten an mit dem Ziel, vor allem auch alte Sorten zu erhalten", erklärt Hicks.

Chili-Experte will mit Heilbronner Restaurant zusammenarbeiten

In enger Zusammenarbeit mit der Heilbronner Gärtnerei Umbach sollen in naher Zukunft sowohl Setzlinge und Pflanzen, als auch deren Früchte im großen Stil vermarktet werden. Dabei befindet sich der Vertrieb für den Endverbraucher noch im Aufbau. Eine erste Kooperation mit einem Heilbronner Restaurant ist in Planung und soll im Herbst an den Start gehen.

Die Chilis sehen aus wie Paprika, haben es aber ganz schön in sich.

Wenn der zweifache Vater selbst in der Küche steht, ist er sehr experimentierfreudig, auch wenn seine Frau und die Kinder die Liebe zu scharfem Essen nicht komplett teilen. Sein Rezepttipp für ein klassisches Chili con Carne? "Ich bereite es jedes Mal etwas anders zu. Unverzichtbar sind aber gutes Rindfleisch, viele Zwiebeln, etwas Tomate und natürlich das in Schärfe und Aroma passende Chili-Gewürz." Eine weitere Empfehlung des Fachmanns sind frittierte Jalapeno-Scheiben in Bierteig – der Imbiss-Klassiker in amerikanischen Bars.

Was hilft gegen Chili-Schärfe?

Neben der Geschmacksvielfalt besticht die Schote durch ihre Inhaltsstoffe. "Chilis sind ultra-gesund, fördern die Durchblutung, enthalten mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte und außerdem wichtige Mikronährstoffe wie Selen", erklärt Hicks und hat für Einsteiger den ultimativen Tipp parat: "Die Chilischote sollte immer zuerst an der Spitze probiert werden, denn dort ist die Schärfe am Geringsten." Und Paprika sind außerdem ohne Haut besser verträglich.

Doch was tun, wenn man doch einmal zu viel Schärfe erwischt hat und der Mund brennt? "Dagegen hilft Milch oder Toastbrot mit Mascarpone, denn Fett neutralisiert die Schärfe. Wasser hilft nicht, es verteilt die Schärfe nur noch mehr.“

Information

Im Internet auf www.chili- experte.eu gibt Hicks Tipps und beantwortet Fragen rund um das Thema Chili.

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