Förster macht grausamen Fund

Polizei warnt Hundebesitzer: Wieder Reh in Drahtschlinge erstickt, weitere Fallen entdeckt

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Bei Osterburken wurde ein Reh gefunden, das sich in einer Drahtschlinge erdrosselt hatte.
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  • Melissa Sperber
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Bei Osterburken hat ein Förster einen grausamen Fund gemacht: Er entdeckte ein Reh, das sich in einer Drahtschlinge erdrosselt hat. Die Polizei warnt die Hundebesitzer.

  • Ein Förster hat bei Osterburken ein Reh gefunden, das sich in einer Drahtschlinge stranguliert hatte.
  • In der Umgebung werden weitere Drahtschlingen gefunden. 
  • Die Polizei warnt Hundehalter davor, ihre Hunde in der Umgebung des Fundorts bei Osterburken abzuleinen. 

Erdrosseltes Reh in Drahtschlinge bei Osterburken entdeckt

Update vom 28. Januar: Was für ein grausiger Fund! Am 13. Januar entdeckte ein Förster bei Osterburken ein Reh, das sich in einer ausgelegten Drahtschlinge stranguliert hatte - und bereits durch Tierfraß skelettiert war. Bereits am 7. Januar Fall berichteten wir von einem Reh, das sich in einer Schlinge im Gewann "Alte Burg" in Öhringen-Möglingen verfangen hatte.

Nach dem Fund des toten Rehs suchte der Jäger auch die nähere Umgebung des Fundortes bei Osterburken im Gewann Hahnberg, Jagdbogen Osterburken II links der Kirnau, im Waldgebiet neben der Landstraße zwischen Osterburken und Rosenberg ab. Wenig später folgte die schockierende Erkenntnis: Wie die Polizei berichtet, "wurden im näheren Umkreis an dem Wildwechsel insgesamt sieben Drahtschlingen, teils aktiv, ausgelegt oder inaktiv nach oben gelegt, aufgefunden".

Nach Fund von Drahtschlingen bei Osterburken: Polizei warnt Hundebesitzer

Die Polizei warnt deshalb Hundebesitzer und ruft sie dazu auf, ihre Hunde bei Osterburken im Bereich des Fundorts nicht abzuleinen. Wer verdächtige Beobachtungen im Wald gemacht hat, die zum Auffinden des unbekannten Fallenstellers führen können, wendet sich bitte an die Polizei Tauberbischofsheim, Gewerbe/ Umwelt, unter der Telefonnummer 09341/81-0.

Pfedelbach bei Öhringen: Ausgeweidetes Reh - Polizei ermittelt wegen Jagdwilderei

Update vom 24. Januar: In Pfedelbach bei Öhringen in der Heilbronner Region wurde wieder ein grausam getötetes Reh aufgefunden. Ein Spaziergänger entdeckte das ausgeweidete Tier und alarmierte daraufhin die Polizei. Nun ermitteln die Beamten wegen Jagdwilderei. Ob es allerdings einen Zusammenhang zur Schlingenjagd oder anderen Fällen in der Region Heilbronn gibt, ist noch unklar, wie der SWR.de berichtet.

Reh stirbt in Falle: PETA setzt Belohnung aus

Update vom 21. Januar, 22 Uhr: Die Tierrechtsorganisation PETA setzt alles daran, die Tierquäler zu finden. Um die schreckliche Tat aufzuklären, wurden deshalb 1.000 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise auf die Täter ausgesetzt. Zeugen wenden sich entweder direkt an die Polizei oder aber an PETA: telefonisch unter 0711 / 8605910 oder per Mail. Hinweise werden auch in anonymer Form entgegengenommen.

Tierquälerei in Öhringen-Möglingen: Schlingenjagd besonders grausam

"Schlingenjagd ist eine besonders grausame Fangmethode", sagt Judith Pein im Namen der PETA. Und sie fährt fort: "Geraten die Tiere in die Falle hinein, versuchen sie der Fangeinrichtung in Todesangst zu entkommen. Doch die Schlinge zieht sich immer weiter zu. Dabei werden Hals und Körperteile immer mehr abgeschnürt." Dabei würden die Tiere ersticken oder blieben in den Fanggeräten hängen. Ein langsamer, qualvoller Tod ist die Folge. "Der Fallensteller muss unbedingt gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden", so Pein.

Hohes Strafmaß für Tierquäler: bis zu fünf Jahre Haft für Wilderer

Nach dem Bundesjagdschutzgesetz ist Schlingenjagd verboten. Tierquälerei stellt nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes eine Straftat dar, die mit einer Geldstrafe oder mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden kann. Bei besonders schweren Fällen von Wilderei ist sogar ein Strafmaß von bis zu fünf Jahren möglich.

Reh verfängt sich in Schlinge: Jetzt sind weitere Fallen aufgetaucht

Update 21. Januar: Es gibt neue Erkenntnisse im Fall um das junge Reh, das sich in einer Schlinge im Gewann "Alte Burg" in Öhringen-Möglingen verfingt.

Bei einer Kontrolle kam ans Licht, dass Unbekannte ein Loch in den Zaun einer Christbaumkultur schnitten. Hinter dem Loch hatte der Täter eine Schlinge platziert, in der sich das Reh verfing. Nun wurde noch eine weitere Schlinge entdeckt.

Auchin den Nachbarrevieren tauchten weitere Schlingen auf. Deshalb sollen Hundehalter besonders in diesem Bereich unbedingt ihre Tiere an die Leine nehmen. Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zu den möglichen Fallenstellern geben können. Die Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Heilbronn unter der Telefonnummer 09341810 entgegen.

Öhringen: Reh verfängt sich in Drahtschlinge - Jäger muss sterbendes Tier erlösen

Erstmeldung 7. Januar: In Öhringen-Möglingen bot sich am Montagnachmittag ein grausames Bild: Ein Reh hatte sich in einer Drahtschlinge verfangen - Zeugen entdeckten das sterbende Tier. Wie die Polizei mitteilt, hatten bislang unbekannte Täter im Gewann Altenberg neben dem Verbindungsweg zwischen Möglingen und Erlenhof eine Tierfalle ausgebracht.

In dieser Falle in Öhringen verfing sich das junge Reh mit dem Kopf. Bei dem Versuch, sich zu befreien, erdrosselte es sich selbst. Dem verständigten Jagdpächter blieb letztendlich nicht mehr zu tun, als das sterbende Reh mit einem Schuss zu erlösen. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise zu den Wilderern geben können. Diese gehen unter der Telefonnummer 07941/930 an das Polizeirevier in Öhringen.

Reh verfängt sich in Öhringen in Drahtschlinge - Polizei sucht Wilderer

Der Fall von Wilderei in Öhringen-Möglingen ist nicht der einzige grausame Tier-Vorfall in der Region. Ende Oktober wurde in Leonberg ein Schaf auf seiner Weide geschächtet. Im Juni waren Gartenbesitzer in Neckarsulm nach einem Horror-Fund zunächst davon ausgegangen, jemand habe absichtlich Hundewelpen in ihrem Regenfass ertränkt.

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