Auch nach der Auflösung ist nicht Schluss

Polizei muss drei (!) Mal anrücken: Party läuft völlig aus dem Ruder

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Symbolbild.
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Die Privatparty in Oedheim fängt harmlos an. Doch die Polizei kann nicht mehr als zwei Augen zudrücken.

Gleich dreimal musste die Polizei in der Nacht zum Sonntag in Richtung Oedheim ausrücken. Der Grund: Eine Party von Jugendlichen lief völlig aus dem Ruder.

Beim ersten Einsatz blieb die Streife des Polizeireviers Neckarsulm noch cool. Mehrere Anrufer hatten zuvor gegen 20 Uhr eine Lärmbelästigung gemeldet. Die Ursache: Fünf Jugendliche bereiteten eine Feier vor, zu der 40 Gäste erwartet wurden. Die Vorbereitungen wurden begleitet von der Musik aus einer Anlage, die voll aufgedreht war. Nach der Zusicherung, dass die Musik leise gedreht wird, rückte die Polizei wieder ab.

Party in Oedheim: Beim zweiten Einsatz rücken schon drei Streifen der Polizei aus

Um 22.30 Uhr wurde das Vertrauen in die jungen Leute bestraft. Wieder gab es Beschwerden. Diesmal machten sich drei Streifen auf den Weg zur Party. Vor Ort fanden sie 100 statt 40 Gäste vor - die Musik war wieder voll aufgedreht. Der Großteil der Anwesenden stand unter Alkohol.

Die Jugendlichen hatten ihre Chance verspielt. Die Beamten fackelten nicht lange und beendeten die Party. Bis auf einige wenige, die blieben um aufzuräumen, trollten sich die Gäste. Auch die Streifen rückten wieder ab.

Einsatz Nummer drei: Diesmal ist neben der Polizei auch noch ein Rettungswagen von Nöten

Doch um ein Uhr musste die Polizei dann erneut auf das Privatgrundstück am Waldrand fahren - dies Mal gemeinsam mit einem Rettungswagen. Ein junger Mann musste nach einer körperlichen Auseinandersetzung mit mehreren Verletzungen zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus gefahren werden.

Wer an der Schlägerei beteiligt war und worum es ging, blieb bislang unklar. Angeblich schlugen fünf Männer auf den Verletzten ein und flüchteten anschließend.

Partyabend nimmt übles Ende - für Polizei und Gäste

Der anfängliche Gelassenheit der Polizei dankten die Jugendlichen nicht. Ein Gast beleidigte die Besatzung des Rettungswagens übel und die meisten anderen waren gegenüber der Polizei äußerst unkooperativ. Der junge Mann muss nun wegen der Beleidigungen mit einer Anzeige rechnen. Auch gegen den Veranstalter der Feier wird ermittelt.

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