Wandelbar als neue Nachhaltigkeit

Forchtenbergerin bei ProSieben-Show "Das Ding des Jahres"

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So schaut der Twock dann getragen aus.
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Nina Julia Walter stellt am Samstag ihre Erfindung, den Twock, vor.

"Man muss das Kleidungsstück auf mindestens zwei Arten tragen können", erklärt Nina Julia Walter. Das ist der Anspruch an ihre Kollektion. Die Forchtenbergerin, die mittlerweile in Berlin lebt, tritt am Samstag in der ProSieben-Show "Das Ding des Jahres" auf. Dort wird die Modedesignerin ihre Erfindung, den Twock, vorstellen. 

Tasche, Weste, Rock: All-in-one

Doch was macht diesen Twock so besonders? Der Twock ist eine Kombination aus Tasche, Weste und Rock, den man auf unterschiedlichste Weise tragen kann. Man kauft also ein Kleidungsstück und erhält dafür drei. Bereits seit 2012 ist die Erfindung patentiert und aktuell über ihren Online-Shop ind-berlin.net und in drei Läden in Berlin und Zürich zu kaufen. ind-Berlin steht für innovatives, nachhaltiges Design – Nomen est omen. Der Fokus ihrer Kollektion liegt dabei auf flexibler Mode. "Die Idee ist es, eine neue Nachhaltigkeit durch Wandelbarkeit der Kleidungsstücke zu etablieren", berichtet Walter. 

Walter trägt beim ProSieben-Auftritt selbst ihren Twock.

Anstatt Kleidung zu recyceln und als Second-Hand-Ware wiederzuverwenden, setzt sie darauf, dass die Verbraucher von vornherein weniger kaufen, da sie mehrere Kleidungsstücke in einem erwerben. Als Beispiel führt sie den Twock an: Mit diesem und zwei weiteren Teilen aus ihrer Basic-Kollektion lassen sich 42 Outfits stylen. "Meine Kleidungsstücke sind für Menschen gedacht, die weg von der Ausbeutung im Textilgeschäft wollen und denen hochwertige und faire Mode wichtig ist", sagt die 33-Jährige. Alle Stücke werden in Berlin per Hand gefertigt, die Stoffe dafür kommen aus Deutschland und Italien. 

Bewerbung bei "Das Ding des Jahres"

Als Nina Julia Walter 2014 den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, ist das keine wirkliche Überraschung. "Meine Familie leitet das Autohaus Walter in Künzelsau. Ich bin sozusagen mit der Selbstständigkeit aufgewachsen, für mich war klar, dass ich als Modedesignerin auch selbstständig arbeiten will", erzählt sie. Und diese Entscheidung lohnt sich! Der Chef des "Erfinderladens Berlin", der ihre Produkte seit 2017 verkauft, ist von ihren Ideen so überzeugt, dass er Walter vorschlägt, sich bei "Das Ding des Jahres" anzumelden. 

"Ich habe mich dann bei ProSieben beworben und sie haben mich in die Show eingeladen", erläutert die Designerin. Zusammen mit ihrem Freund flog sie im vergangenen November nach Köln, um die Show abzudrehen. Walter erhofft sich von ihrem Auftritt bei "Das Ding des Jahres" eine größere Medienpräsenz, um ihre Designlinie besser vermarkten zu können. Ihr Ziel für 2018 ist dabei klar definiert: "Ich möchte auf jeden Fall den Online-Shop weiter ausbauen und fünf bis zehn weitere Läden finden, die meine Kollektion verkaufen wollen", sagt die Wahl-Berlinerin. 

Ob Nina Julia Walter mit ihrem Twock eine Chance gegen die Erfindung ihres Show-Gegners hat, kann man am Samstag um 20.15 Uhr bei "Das Ding des Jahres" auf ProSieben verfolgen.

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