Die Schadda Wesa sen underwegs!

Neue Narrenzunft schickt Grüße aus dem Schattenland

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Weiße Dämonen und schwarze Feen: Die "Schadda Wesa" verkörpern viele Widersprüche. Sie mischen sich bei den Umzügen in der Region unter die Narren. 

Sie kommen aus den tiefen der Schattenwelt. Der Teufel persönlich schickt die Schattenwesen und beauftragt ihren Meister, die weißen Dämonen und die schwarzen Feen zu alter Macht zu führen. So steht es zumindest ist der offiziellen Geschichte der Schadda Wesa. 

Die neue Narrenzunft aus dem Weinsberger Tal läuft in diesem Jahr zum ersten Mal bei einigen Umzügen in der Region mit. Zunftmeister Tobias Lange aus Lehrensteinsfeld bringt 13 Jahre Erfahrung aus der Faschingsszene mit. Er verrät: "Ich komme ursprünglich aus Sachsen. Als ich nach Baden-Württemberg gezogen bin, habe ich mich sofort in das Faschingstreiben hier verliebt. Das macht so einen Spaß!" 

Gehen Sie gerne auf Faschingsumzüge?

Nachdem er selbst jahrelang im Verein tätig gewesen war, wollte er seine eigene Narrenzunft gründen. Lange verrät: "Etwas Klassisches kam nicht in Frage! Hexen gibt es schon einige - es musste etwas Neues her." Inspiriert wurde er schließlich von den Krampus-Läufen, die vor allem in Österreich populär sind: "Zu gruselig sollte es aber auch nicht sein. Wir wollen ja auch den Kindern eine Freude machen. Sie sollen fasziniert und nicht erschreckt werden." Und so entstanden nach und nach seine Schattenwesen, die vor Widersprüchen nur so strotzen. 

"Eigentlich sind Feen ja hell und farbenfroh, und Schwarzes verbindet man mit Dämonen. Wir machen das genau andersherum." Besonders ist, dass die Feen nur ihr halbes Gesicht hinter einer mystischen Maske verbergen. "Es gibt doch nichts Schöneres, als mit ernstem Blick auf ein Kind zu zu gehen - und wenn man vor ihm steht, zu lächeln. Wenn man dann beobachtet, wie die kleinen Augen ganz groß werden und ein Lachen zurückkommt, hat sich die ganze Arbeit gelohnt."

Fasching bedeutet Arbeit? Wer sich die Geschichte der Schadda Wesa durchliest und die aufwendigen Kostüme sieht, dem sollte klar sein, dass die Narren mehr tun, als nur auf den Umzügen spazieren zu gehen. Lange: "Es war zwar meine Idee, aber ohne das kleine Team von sieben Leuten, das mit viel Herzblut dabei ist, wäre die Organisation nicht machbar." Ein eingetragener Verein sind die Schadda Wesa noch nicht. Lange: "Das streben wir im nächsten Jahr an. Mitglied werden kann aber nur, wer es mit dem Schattendasein auch ernst meint." 

Mehr Infos zur Narrenzunft, die nicht nur aus dem Schatten kommt, sondern aus diesem auch heraustritt, gibt es auf deren Facebook-Seite

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